Full text : Die Volkswirthschaftslehre

Euch  2.  Klip.  I.  Produktionsmittel.

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Arbeit  geschieht,  unb  samt  ihn  dazu  ermuntern,  Menge  mtb
Güte  seiner  Arbeitsleistung  gleichmäßig  zu  steigern/  Jede
derartige,  dies  erreichende  Löhnnngsweise  läßt  sich  jedoch
wiederum  nur  in  beschränkter  Ausdehnung  anwenden,  lediglich
bei  bereits  in  der  Gegenwart  einträglichen  Produktionen,
Kleist  sogar  blos  ergänzuugslveise,  neben  festem  Zeitlohn,  und
am  ehesten  zur  besseren  Vergütung  der  Dienste  solcher  Angestellten, ­
  von  deren  gutem  Willen'und  Umsicht  die  Erzielung
eines  günstigeren  Prodnctionserfolges  unmittelbarer  mit
abhängt.
Löhnung  mit  einem  Antheil  am  Naturalertrage,  die  eine
Betheiligung  am  Roherträge  einschließt,  ist  in  früherer  Zeit  bei
noch  vorherrschendem  Naturaltausch,  unb  auch  später  noch  bei
Natnralaccord,  B.  beim  Beschaffen  der  Heu-  und  Getreideernte
um  einen  Theil  des  Einschnitts,  des  Handdrusches  am  den  12.
b'S  1H.  Scheffel  ?c.,  vielfach  üblich  gewesen.  Ebenso  hat  nach
Anfgekoinmensein  voit  Geldpreisen  irgend  eine  Art  von  Gewinn
betheiligung  dev  verwendeten  Personals  am  Reinerträge  von  jeher
in  hierzu  besonders  angethanen  Fällen  stattgefunden.
Abwegig  erscheint  Dagegen  das  neuerlich  aufgetauchte  Begehren,
in  Landwirthschaften,  Bergtverken,  Fabriken  re.  massenhaft  beschäftigten ­
  Arbeitern  einen  ausdrücklichen  Anspruch  auf  einen
bestimmten  Antheil  am  Gesammtgewinn  des  mit  ihrer  Beihilfe
betriebenen  Geschäfts  ohne  Antheilhaberschaft  an  diesem  ein
geräumt  zu  sehen,  was  sowohl  unberechtigt  als  störend  und  nutzlos ­
  wäre.  Wer  einem  Anderen  die  Verwerthung  seiner  Arbeitsleistung ­
  gegen  eine  feste  Vergütung  überläßt,  kann  nicht  außerdenc
noch  einen  Theil  vom  Verdienste  desjenigeil  beanspruchen,  der
ihm  die  Ergiebigkeit  jener  verbürgt.  Der  wirthschaftliche  Erfolg
der  Prodnetion  hängt  wesentlich  von  Tüchtigkeit  der  Geschäfts
leitung,  Hinlänglichkeit  der  Kapitalverwendung,  Gunst  oder  Un
gunst  der  CvnjnneturZ  re.,  und  somit  von  Umständen  ab,  auf
welche  die  Thätigkeit  des  einzelnen  Handarbeiters  gar  keineit  Einflnß
  hat.  Das  verhältnismäßige  Maß,  in  welchem  er  zu  dessen
»)  Unter  ßonjunctur  «Vereinigung)  begreift  man  zunächst  die  auf  die  Preise
zurückwirkenden  Schwankungen  zwischen  Nachfrage  und  Angebot  im  Handel,  alsdann
jedoch  auch  überhaupt  die  für  Herstellung  und  Verwerthung  der  Produkte,  jeweilig
eintretenden  äußerlichen  Bedingungen,  deren  zeitweise  Veränderungen  nicht  sicher
vorauszusehen  sind.
            
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