Full text : Die Volkswirthschaftslehre

118  Buch  2.  Kap.  1.  Productionsmittel.
M-ttel  zur  Aufnahme,  Verwahrung  und  Fortschaffung  von  Sachgütern. ­

Werkzeuge,  z.  B  Hammer,  Aieißel,  Messer,  Säge,  Zange,
Schaufel  re,  bilden  gleichsam  eine  Beivaffnuiig  der  menschlichen
Gliedmaßen,  wodurch  diese  für  bestimmte  Verrichtungen  verstärkt
und  bezüglich  wirksamer  vertreten  werden.  Mit  denselben  läßt  sich
unl  so  mehr  leisten,  je  zweckmäßiger  sie  für  besondere  Gebrauchszwecke ­
  eingerichtet  sind  und  je  geschickter  sie  gehandhabt  werden.
Maschinen,  welche  die  Menschenkraft  nicht  blos  unterstützen,
sondern  durch  unbeschränkter  benutzbare  und  zuverlässigere  Natur'
freiste  ersetzen,  unterscheiden  sich  als  Arbeitshilfsmittel  vom  Werkzeuge,
  z.  B.  Pflüge  vom  Spaten,  Geschütze  von  Handschlendern,
Spinnmaschinen  von  der  Spindel  re..  namentlich  dadurch,  daß  sie
selbstthätiger  sind,  vom  Menschen  nur  geleitet,  eingestellt  'und  beziehentlich ­
  bedient  zil  werden  brauchen.  Dieselben  vermögen  jedoch
nur  solche  Verrichtungen  zu  übernehmen,  deren  Ausführung  durch
eine  ineinandergreifende  Masse  gleichartiger,  nicht  zu  mannigfaltig
tvechselnder  oder  fortwährend  ihre  Richtung  verändernder  Beivegnnge»
  bewirkbar  ist.  Sie  sind  dabei  um  so  leistungsfähiger
je  vollkommener  einerseits  ihr  Mechanismus  ausgebildet  und
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kraft,  Windkraft,  Dampfkraft)  ist,  durch  welche  sic  in  Bewegung
gesetzt  werden.  Ihre  Leistungen  selbst  aber  beschränken  sich  keineswegs ­
  darauf,  den  Menschen  schwere  unb  unzusagende  Handarbeiten
abzunehmen,  sondern  machen  auch  Manches  möglich,'  was  durch
Arbeit  mit  Handwerkzcngen  entweder  in  derselben  massenhaften
Menge  und  gleichmäßigen  Güte  überhaupt  nicht,  oder  doch  nur
vermittelst  tveit  größerer  Anstrengung,  Geschicklichkeit  und  beziehentlich ­
  sogar  stärkeren  Materialverbrauchs  zustandeznbringen  wäre,
als  bei  Maschinenbenutzung  erforderlich  ist.  Letztere  erleichtert
und  verwohlfeilert  demnach  die  Production,  und  ermöglicht  somit
zugleich  erweiterten  Gütergcnnß,  iveil  der  Verbrauch  'um  so  be
trächtlicher  sein  und  sich  auf  um  so  Mehrerlei  erstrecken  kann,  je
wohlfeiler  die  Productc  geworden  sind.  Durch  den  Uebergang'  zu
ihr  wird  eben  deshalb  wieder  die  Arbeitsgelegenheit  allgemein
hin  vermehrt,  der  Bedarf  an  menschlicher  Arbeit  durchaus  nicht
dauernd  im  Ganzen,  sondern  vielmehr  lediglich  für  einzelne  Zwecke
vermindert,  und  vorerst  ausschließlich  der  Erwerb  derjenigen  geschmälert, ­
  deren  seitheriges  Arbeitsverfahren  durch  Jnaufnahme
kommen  von  es  besser  ersetzenden  Maschinen  an  Werth  verliert.
            
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