thumbs: Fortschritt und Armut

Kap. I. 
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Verbindung der Verteilungsgesetze. 
nicht vermindert werden) alle Konsumtion bestritten und alle Ein 
kommen gezogen werden müssen, wie ich schon erläuterte, ist unter 
Produktion nicht bloß die Herstellung der Dinge zu verstehen, sondern 
sie schließt auch die durch den Transport oder Tausch gewonnene Wert- 
Zunahme ein. Sowohl in reinen pandelsstaaten, wie in rein ackerbau 
treibenden oder rein fabrizierenden Ländern werden Güter produziert, 
und in dem einen Falle wie in dem anderen wird ein Teil des Produkts 
dem Kapital zufallen, ein anderer der Arbeit und, wofern Land wert 
hat, ein dritter den Grundbesitzern. Tatsächlich dient ein gewisser Teil 
der produzierten Güter beständig zum Ersatz des Kapitals, welches fort 
während konsumiert und ersetzt wird. Doch braucht dieser Teil nicht be 
sonders in Betracht gezogen zu werden, da er dadurch eliminiert wird, 
daß das Kapital als etwas Zusammenhängendes angesehen wird, wie 
wir es im Reden und Denken gewöhnlich tun. Reden wir daher von dem 
Produkt, so verstehen wir darunter den Teil der Güter, der über die 
Summe hinaus produziert wird, welche erforderlich ist, um das in der 
Produktion verbrauchte Kapital zu ersetzen; und sprechen wir von Zinsen 
oder dem Ertrage des Kapitals, so verstehen wir darunter das, was 
das Kapital erhält, nachdem es wieder ersetzt ist. 
Es ist ferner eine Tatsache, daß in jedem Lande, das über den 
primitivsten Zustand hinweg ist, ein Teil des Produkts als Steuern 
erhoben und durch die Regierung verbraucht wird. Dies braucht jedoch 
nicht in Betracht gezogen zu werden, wenn wir die Gesetze der Ver 
keilung aufsuchen wollen. Wir können die Besteuerung entweder als 
nicht bestehend oder als eine Verringerung des Produkts um so und so 
viel ansehen. Und ebenso das, was von dem Produkt durch gewisse 
formen des Monopols genommen wird, die wir in einem folgenden 
kkapitel (Kap. 4) erwähnen werden, und die ähnlich wie Steuern wirken. 
Erst nachdem wir die Gesetze der Verteilung entdeckt haben, läßt 
sich übersehen, ob und welchen Einfluß die Besteuerung darauf hat. 
Wir müssen diese Gesetze der Verteilung oder wenigstens zwei 
derselben selbst entdecken. Denn daß sie von der herrschenden National 
ökonomie (mindestens als Ganzes) nicht richtig aufgefaßt worden sind, 
ist, abgesehen von unserer früheren Untersuchung eines derselben, aus 
allen Abhandlungen der herrschenden Schule zu ersehen. 
Schon aus der Terminologie ist dies ersichtlich. 
In allen nationalökonomischen werken wird uns gesagt, daß die 
dfei Faktoren der Produktion Grund und Boden, Arbeit und Kapital 
seien, und daß das Gesamtprodukt ursprünglich in drei entsprechende 
^eile verteilt werde. Ls sind daher drei Ausdrücke erforderlich, deren 
jeder einen dieser Teile mit Ausschluß der anderen klar bezeichnet. Die 
Grundrente drückt, wie sie definiert wirch den ersten dieser Teile, den- 
Vnjgen, welcher auf die Grundbesitzer entfällt, klar genug aus. Der 
^ahn kennzeichnet, wie er definiert wird, den zweiten Teil, der den Ertrag 
öer Arbeit ausmacht, ebenfalls klar genug. Was aber den dritten Aus-
	        
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