Full text : Die Volkswirthschaftslehre

144  Buch  2.  Kap.  2.  Zusammenwirken  der  Productiousmittel.
schieden,  weil  jene  und  diese  nicht  gleichmäßig  leicht  51t  bewerkstelligen ­
  und  wenigstens  bedingungsweise  nicht  ebenmäßig
erfolgreich  sind.
Production  im  Großen  ist  überall  nur  unter  der  Voraussetzung ­
  möglich,  daß  die  behufs  derselben  erforderlichen  Productionsmittel
  nicht  nur  in  entsprechender  Reichlichkeit  vorhanden,
  sondern  auch  zum  Zusammenwirken  verfügbar  zu
machen  sind,  und  daß  sich  fiir  die  in  beträchtlicheren  Massen
erzielten  Prodncte  hinlänglich  ausgedehnte  Absatzgelegenheit
darbietet.  Sie  tvird  deshalb  mit  Versügbarerwerden  jener
Mittel  und  mit  zunehmender  Erweiterung  dieser  Gelegenheit
bei  fortschreitender  Kultur  thunlicher.  Dennoch  überwiegt
selbst  noch  ailf  dell  höchsten  Kulturstufen  in  dell  allermeisten
Erwerbszweigen  die  Anzahl  der  Kleinbetriebe  diejenige  der
Großbetriebe,  weil  erstere  umso  viel  leichter  znstandezubringen
sind,  als  letztere.
Die  lnit  derselben  unbedingter  verbundenen  Vortheile
beschränken  sich  darauf,  daß  dabei  sich  in  der  Regel  günstigere
Vorbedingungen  für  Anwendung  von  Arbeitstheilung,  ebenso
für  Kapitalbenutzung,  und  hierdurch  zugleich  fiir  mancherlei
Kostenersparnisse  ergeben,  als  bei  Production  im  Kleinen.
Bei  Production  im  Großen  läßt  sich  Arbeitstheilung  weiter
treiben  und  vollständiger  durchführen.  Namentlich  können  die
Unternehmer  selbst  vermöge  allgemeinerer  Bildung,  tieferer  Fachkenntniß, ­
  vielseitigerer  Erfahrung  re.  hervorragender  befähigt  sein,
und  eher  nicht  nur  besondere,  sondern  auch  eingeübtere  und  deshalb ­
  leistungsfähigere  Arbeitskräfte  für  die  verschiedenen  Verrichtungen ­
  verwendet  lverden,  im  Landbane  z.  B.  zum  Mithelfen
bei  der  Verwaltung  des  ländlichen  Grundbesitzes,  zur  Rechnungsund ­
  Aufsichtsführung,  Viehwartung  zc.
Das  stehende  Kapital  kann  sonderartigeren  Gebrauchszwecken,
z.  B.  durch  Benutzung  dafür  ausschließlich  eingerichteter  Baulichkeiten, ­
  einseitig  leistungsfähiger  Maschinen,  Zuchten  re.  genauer
angepaßt,  und  umlaufendes  Kapital  ebenfalls  seiner  unterschiedlichen ­
  Beschaffenheit  nach  in  entsprechenderer  Weise  genutzt  lverden,
z.  B.  Futter,  je  nach  seiner  vorzngsweisen  Geeignetheit  für  Rinder
            
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