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Erstes Kapitel.
WerlMnißrnäßigkeit der Konsumtion.
§ 180.
Rücksichtlich der Verhältnißmäßigkeit der Con-
sumtion kommt namentlich das Verhältniß, in welchen:
die Große derselben zu derjenigen der Production steht,
unb außerdem deren besondere, durch die vergleichsweise
Ausdehnung der verschiedenartig wirkenden Consumtionen
bedingte Geartetheit in Betracht.
Grösse der Lonsnmtion.
§ 181.
Die Größe der Eonsumtivn kann im Ganzen
nicht beträchtlicher sein, als die Production und das mittels
dieser erzielte Einkommen es gestattet, während lviederum
die Production selbst nur dann zuzunehmen vermag, wenn
sich die Bedürfnisse mehren.
Ein Mißverhältniß zwischen Consumtivn und Production
ist sonach aus die Dauer überhaupt unmöglich, da beide sich
eben wechselseitig bedingen und sich deshalb auch in: All
gemeinen gleichmäßig entwickeln müssen.
Zur Befriedigung von Bedürfnissen können offenbar ilicht
mehr Güter verwendet werden, als vorhanden sind, und zur un
mittelbaren Befriedigung persönlicher Bedürfnisse dauernd nicht
mehr, als hierfür aus dem Prvductionsertrage frei verfügbar
bleiben. Die Genußverzehrnng kann selbst vorübergehend nur
dann größer als das Einkommen sein, wenn sie sich auf Auf
zehrung von Kapital ausdehnt. Wird nun letzteres nicht dem
nächst wieder aus späterem Einkommen ersetzt, so vermindert sich,
in Folge der vorherigen Verringerung des zur Wiederbenutzung
für erwerbswirthschaftliche Zwecke bereiten Vermögens, der künftige