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beim Unterliegen im Kampfe ums kümmerliche Dasein so oft
erwachende Neigung zur Verübung von Gewaltthätigkeiten
zugleich auch das Leben Anderer vielfach gefährdet. Außerdem
kommen zuvorkommend wirkende, vorbeugende Hindernisse („prä
ventive Gegentendenzen") hinzu, welche die menschliche Fort-
pflanzung zurückhalten und dadurch das Eintretenkönnen einer
nachhaltig zu starken Volkszunahme verhüten helfen, die bei der
natürlichen Fruchtbarkeit der Menschen an sich keineswegs
unmöglich wäre. Solche entspringen theils der Sinnlichkeit, theils
der Sorglichkeit der Menschen, und ergeben sich einerseits aus
den die Fruchtbarkeit zerstörenden Folgen geschlechtlicher Aus
schweifungen, andererseits aus der Besorgnis;, Nachkommen
entweder überhaupt nicht oder doch nur in beschränkter Anzahl
und bezüglich nicht ohne Einschränkung des eigenen Bedürfniß
inaßes standesgemäß ernähren zu können, die ihrerseits nun
freilich soivvhl zu sittlich achtbarer Enthaltsamkeit bestimmen als
zu verwerflichen Naturwidrigkeiten verleiten kann. Dagegen
veranlaßt bei der Stärke, in welcher die Geschlechtsliebe und die
Kinderliebe überall wirksam sind, im Allgemeinen jede zufolqe
Gnoeitcrung ber emerbageícgcnSeitcn, befonberë reifer
Grnten zc. eingetretene 861^01118 ber UnterMtëmittel ein
entMenbcë %8a#n ber #0%# bur# ^un^rne ber
Trauungen unb Geburten, während umgekehrt Geschäftsmangel
Mißernten ,c. bie Gtcrb(i#it bergrößern. Gbcn be^aib werben
"uch stets die durch Epidemien, Kriege, Auswanderung re.
entftanbenen Üüden in ber Bcboífcrung, insofern babur# bie
zugänglichen Unterhaltsquellen nicht etwa unwiederbringlich
geschwächt morden sind, bald wiederausgefüllt. DieBevölkerungs
dichte kann sonach zwar mittels natürlichen Zuivachses oder
Zuzugs von Außen niemals dauernd die sich aus der Menge
der verfügbar zu machenden Unterhaltsmittel ergebende Schranke
übersteigen, rüñt dieser jedoch im Ganzen stets inöglichst nahe
m iutürü#en beffen 8ctrö#i#it non bem
pcrWtmß ber Geburten gu ben @tcrbcfällen unb bou bem
Maße abhängt, in welchem erstere während eines bestimmten
Zeitraumes letztere überwiegen, vermehrt sich demgemäß die
Bevölkerung jederzeit weit langsamer, als es iiach der physischen
Natur des Menschen ivohl möglich wäre. Gewöhnlich ivird sogar
angenommen, daß innerhalb längerer Perioden eine durchschnitt--
li#e Äermebrung bon 3 Ißrocent jüßrii# bie ßö#e fei, wel#e