Metadata: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

6. Kap. Schauplatz und Ausdehnung der Güterproduction. 
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einer oder gar unter zwei Schichten von Groß- resp. Mittelpächtern, die 
zwischen ihnen und trägen, nur dem Vergnügen huldigenden oder im poli 
tischen Parteien- und Jntriguentampfe stehenden Besitzern die Vermittler bilden, 
werden diese nämlich niedergedrückt und besitzen nur das zum Leben Nöthigste. 
Dabei ist nicht etwa der Ertrag des Bodens ein größerer geworden, sondern 
Sicilien z. B. hat, wie allbekannt, durch die irrationelle Wirtschaft verelendender 
Pächter und habgieriger Speculanten, welche deren Pachtzinse nach Mög 
lichkeit erhöhen, von seiner altberühmten Fruchtbarkeit viel verloren. Was soll 
rnan aber erst von der gewaltsamen Enteignung freier Bauern durch rohe 
Feudalherren sagen, wie sie in den anarchischen Perioden der mittelalterlichen Ent 
wicklung so häufig war, oder durch die juristischen Kniffe rafsinirter Grundherren, 
wie sie nicht selten am Ausgange des deutschen Mittelalters vorkam? Wenn um 
diese Zeit in vielen Gegenden Deutschlands die bis dahin freie bäuerliche Be 
völkerung hörig wurde und an die Stelle der für ihr eigenes Wohl arbeitenden 
Bauern unzufriedene, faule Hörige traten, die ihr Gütchen mit Frohnden und 
Zinsen überlastet sahen oder gar als Arbeiter auf neuen Großwirtschaften 
verwendet wurden, so war das sowohl in socialer als in ökonomischer Hinsicht 
gennß em Wechsel zum Schlechtem. Solcher Beispiele ließen sich leider noch 
gar viele aufführen. Man kann ihnen aber auch andere entgegenstellen, welche 
einen heilsamen Wechsel zum Gilten bedeuten.' So ist die Umgestaltung, die 
Frankreich am Ende der karolingischen Periode durchmachte, als man die 
lörigen Knechte zur selbständigen Bewirtschaftung auf Güter versetzte, von 
denen sie nur bestimmte Abgaben zu entrichten hatten, die Quelle wirtschaft- 
lichen Fortschritts und der allmählichen Emancipation der Hörigen geworden 
1 , 7.7""?, '"" Abschluß d°s 13. Jahrhunderts beinahe vollzogen 
' . /7" ļ>à der dem mildern Grade der persönlichen M- 
h-ngtgkett ahnltche Cotonai der spatrömischen Weltreichs in den durch die 
Oktaven- „Nd die Latisnndienwirtschast landtvirtschastlich verarinteu Landern 
sselben zum Theil bessere agriculturelle Verhältnisse geschaffen. 
Aiif dem Gebiete der Industrie und des Gewerbes verhält es sich ganz 
s ķolnmt vor, daß kleine und mittlere Unternehmungen aus dein 
run e nicht zu großen verschmolzen werden, weil die in ihnen beschäftigten 
r etter leichter bedrückt werden können, als wenn dieselben, in großer Anzahl 
n ebcutenben Manufacturen vereinigt, sich leichter zu affociiren uud leichter 
"r 1 die beaufsichtigenden Organe der öffentlichen Gewalt geschützt zu werden 
ermöchten. Namentlich die Hausindustrie gewisser Länder, wie die der böhmischen 
e er oder der Eonfectionsarbeiter in gewissen Großstädten, wie London und 
ìen, überhaupt das nicht mehr zu rettende Handwerk gewisser Productions- 
zweige liefern nach den Berichten der staatlichen Gewerbeinspectoren, z. B. 
10 Österreich, hierfür die traurigsten Belege. Dahingegen ist in frühern
	        
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