Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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1.  Das  Gebiet  der  Schichten  von  Libusza  und  des  subkarpathischen  Lehms.
2.  Das  Gebiet  älterer  Aufbrüche.
3.  Das  Gebiet  der  eocenen  Sandsteine.
Ad  1.  Wir  haben  mehrmals  auf  die  eigenthümliche  Entwicklung
des  Eocens  im  NO.  unseres  Terrains  hingewiesen.  Schon  das  äußere
Aussehen  dieser  Gegend  unterscheidet  sie  wesentlich  von  anderen  Gebieten:
wir  haben  hier  keine  bedeutenderen  Höhen,  keine  Schluchten,  und  die
Schichten  bilden  wenig  gestörte,  regelmäßige,  mäßig  gewölbte  Falten.
Auch  in  petrographischer  Beziehung  sind  die  Gesteine  dieses  Gebietes,
die  von  uns  den  Namen  der  „Schichten  von  Libusza"  erhalten  haben,
wesentlich  von  den  eocenen  Gesteinen  des  Gebirges  verschieden.  Ein
charakteristisches  Merkmal  für  dieses  Gebiet  ist  das  massenhafte  Vorkommen
von  subkarpathischen  Lehm  in  Verbindung  mit  glazialen  Erscheinungen.
Hieher  gehört  die  Gegend  von  Krhg,  Wojtowa,  Libusza,  ferner  dei  Norden
von  Gorlice,  Gryböw  u.  s.  w.
Ad  2.  Die  Aufbrüche  der  Ropianka-Schichten  und  ihres  Hangenden,
d.  i.  der  rothen  Thone  beschränken  sich  auf  die  Mitte  unseres  Gebietes.
Wenn  wir  von  den  zwei  entgegengesetzten  Ecken  unserer  Slarte  (d.  i.  NW.
gegen  SO.)  eine  Linie  ziehen,  so  wird  uns  diese  Linie  sowohl  die  Richtung ­
  als  auch  die  Lage  der  Aufbrüche  der  Ropianka-Schichten  bezeichnen.
Wir  können  somit  alle  Vorkommnisse  von  Ropianka-Schichten  in  unserem
Gebiet  als  einen  einzigen  großeil  Aufbruch  auffassen,  der  in  mehrere
Falten  zusammengelegt,  und  durch  jüngere  Schichten  öfters  unterbrochen  wird.
Wenn  wir  auf  unserer  Karte  die  einzelnen  Vorkommnisse  älterer
Schichten  mit  einander  verbinden,  ohne  die  jüngeren  schichten  zu  beriicksichtigen,
  so  erhalteil  wir  thatsächlich  einen  einzigen  Zug,  der  in  der  Mitte
unseres  Terrains  ganz  regelmäßig  SO.—NW-,  d.  i.  von  liscie  ruskie  bis
nach  Tymbark  streicht.
Ad  3.  Südlich  von  diesem  Aufbruch  gelangen  wir  in  das  Gebiet
mächtig  entwickelter  eocener  (stellenweise  auch  jüngerer)  Schichten.
Daß  noch  weiter  im  S.  hinter  diesem  letzteren  Gebiet  ein  zweiter
älterer  Aufbruch,  der  parallel  mit  dem  sub  2.  erwähnten  nördlichen  läuft,
das  wissen  wir  bereits  aus  dem  Früheren.
In  Bezug  auf  diese  3  Gebiete  lassen  sich  für  das  Vorkommen  einzelner ­
  Horizonte  folgende  Regeln  feststellen.
1.  Die  Ropianka-Schichten  sind  nur  auf  das  2.  Gebiet  beschränkt.
Diese  Regel  ist  so  bezeichnend,  —  daß  z.  B.  ein  kleiner  Ropianka  ^chichtenaufbruch
  in  Rozdziele  bei  Macina  der  sich  gegen  NW.  also  schon  das  1.  Gebiet
wendet,  an  der  Grenze  dieses  Gebietes  plötzlich  verschwindet,  so  daß  wie
bereits  früher  erwähnt  die  Linie  längs  der  Chaussee  Gorliceàigrüd  einer
Verwerfung  gleicht.
            
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