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Punkte. Es ist nämlich ganz natürlich, daß bei einer zusammengeschobenen
Synklinale die größte Unregelmäßigkeit dort entsteht, wo die zwei
entgegengesetzten Kräfte, d. i. Druck und Gegendruck, sich begegnen, und
dieser Punkt befindet sich eben in der Mitte der Mulde.
Indem wir also das Vorhandensein des Menilit-Schieferzuges festgestellt
und seine Lagerung betrachtet haben, wollen wir noch sein Liegendes
und somit auch sein Verhältniß zu anderen Schichten kennen lernen.
Zu diesem Zwecke begeben wir uns hinter dem Viaducte in eine
Schlucht, die gegen Strzylawka hinauffiihrt. Anfangs bewegen wir uns
noch immer in dem mächtig entwickelten System des Menilit-Schiefers, der
hier in seiner typischen Ausbildung zur Entwickelung gelangt.
Unterhalb des Bräuhauses bei der Attinenz Strzylawka endigen die
Menilit-Schiefer, und es erscheint in ihrem Liegenden eine kleine Schicht dünngebänkter
Sandsteine, die wie wir es gleich sehen werden nur Eocen sein können.
Vor Allem wollen wir hier des besseren Verständnisses des Baues
dieser Schlucht halber in Erinnerung bringen, daß in dem Orte, wo die
Mulde aufhört, zwei Fälle eintreten können: 1. entweder erhebt sich das
ganze Schichtensystem, um die nächstfolgende Antiklinale zu bilden, oder
2. verschwindet der obere Theil dieser Antiklinale und bildet auf diese
Weise einen Lnftsattel.
Hier tritt eben dieser zweite Fall ein (was übrigens bei den Me
nilit-Schiefern oft geschieht), nämlich die Menilitschicfer verschwinden in
unserem Profil. An ihrer Stelle beobachten wir in ihrem Liegenden in
der Nähe des Bräuhauses unsere rothen Thone in einer mächtigen Entwickelung.
Dieser Punkt ist in unserem Durchschnitte sehr wichtig. Denn
in den höheren Partieen der rothen Thone zeigt sich hier unser Nummuliten-Sandsteiir,
der an dieser Stelle seinen Namen im vollen Maße verdient,
indem er ziemlich gut erhaltene Exemplare von Niunmiilites Lucasana
(Defr.), Nummulites irregularis (d’Orb.) und andere in großer Jndividuenanzahl
führt.
Die rothen Thone bilden mit dem Nummuliten-Sandstein das Liegende
des bereits erwähnten dünnplattigen Sandsteins und somit auch der
Menilit-Schiefer, wir haben es also hier noch immer mit dem südlichen
Flügel der Grybower Mulde zu thun.
Noch höher treten die unteren Ropianka-Schichten in Gestalt echter
Strzolka zu Tage. Hier fanden wir noch im Vorjahre ein unbestimmbares
Bruchstück eines Ammoniten. Diese Ropianka Schichten, die zuerst
unter die rothen Thone concordant einfallen, zeigen in einiger Ent
fernung ein entgegengesetztes Verflächen, welcher Umstand beweist, daß
die Grybower Synklinale hier endigt und dem nächstfolgenden correspondirenden
Sattel Platz macht.