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rung ber Schichten nicht ganz normal ist, es ließen sich sogar einige Ver
werfungen feststellen.
Schon ein Blick auf die geologische Karte genügt um zu erkennen,
baß diese alteren Schichten die weitere Fortsetzung desselben Zuges bilden,
dessen Sattel südlich von Grybów bei Strzylawka, Cieniawa und Ptasz-
kowa, sichtbar ist. Allein zum vollständigen Verständnisse und zur Erklä
rung der Tektonik dieses nördlichen Abhanges der Rosochatka, genügt das
Studium der Umgebung von Stara-wies nicht.
Zu diesem Zwecke ist die Beobachtung einiger parallelen Durchschnitte,
die senkrecht auf den Rücken des Rosochatka-Berges stehen, unbedingt
nöthig, was durch einige tief eingeschuittene Bäche sehr erleichtert wird.
Wenn wir uns gegen SW. von Kruxlowa längs eines Baches, an
dem die Schächte der Kruxlowaer Gesellschaft gelegen sind, begeben, so
sehen wir zu unterst Ropianka-Schichten mit der rothen Thonen. Darauf
erscheinen bereits in der Thalsohle großplattige eocene Sandsteine, so daß ~
alle Schächte dieses ganze System von tauben Sandsteinen durchfahren
müssen, bevor sie zu den Ropianka-Schichten gelangen. Die letzteren ent
halten naphtaführende Sandsteine, und zeigen hier zahlreiche Oel-
spuren, denn an vielen Punkten genügt es mit dem Stocke in dem Bach
bette zu rühren, um die Wasseroberfläche mit einer Naphta-Schichte zu
überziehen. Das Eocen zeichnet sich durch einen großen Wassergehalt
aus, was für die Bergbaue sehr lästig ist. Diese Erscheinung hat ihren
Grund in dem Umstande, daß die eocenen Schichten auf den rothen wasser
dichten Thonen liegen, auf denen sich somit alle Tagwässer ansammeln.
Weiter oben sehen wir, daß die rothen Thone, bedeutende Flächen
einnehmen und das Hangende der oberen Ropianka-Schichten bilden, wie
man es in dem Schacht der „KruLlowaer Gesellschaft" beobachten kann.
Dieser unglückliche Schacht bewegt sich in den flötzleeren mergeligen Schie
fern, und die Hoffnung, diese Gesteine bald durchzuteufen, ist sehr gering,
wenn man bedenkt, daß die Schichten hier steil aufgerichtet sind.
Oberhalb dieses Schachtes sieht man einen mächtigen Sandstein, mit
schönen Raphta-Spuren, in dem ein rationell angelegter Schacht ziem
liche Aussichten auf Erfolg haben dürfte. Der Schacht der Kruxlower
Gesellschaft trifft jedoch diesen Sandstein nie, indem die Schichten wider-
finnisch gegen den Berg zu einfallen.
Die Feststellung der Mächtigkeit der oberen Ropianka-Schichten im
Schachte der Kruxlower Gesellschaft, würde für den südlichen Abhang
ber Rosochatka die Frage der Schürfungen auf Naphta endgiltig lösen.
Etwas höher endigen die Ropianka-Schichten und die rothen Thone
und an ihre Stelle treten eocene nicht sehr mächtig entwickelte Sand
steine auf. Bald verschwinden auch diese, und es erscheint ein Menilit-
Das Petrolcumgrbict. 4