Object: Ferdinand Lassalle

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zu haben"? Sicher, hätte der Staatsanwalt diese An 
klage gewählt, ich würde ihm zu antworten gewußt 
haben! Heute hierauf einzugehen, wäre überflüssig, 
denn ich bin dessen nicht angeklagt, und diese Vertei 
digung würde ins Unendliche wachsen, wenn ich mich 
auch noch gegen die Vergehen verteidigen wollte, deren 
ich nicht angeklagt bin. 
Warum wählt aber der Staatsanwalt von allen un 
möglichen Anklagen gerade die unmöglichste? Warum 
vertauscht er nur das Objekt niemes Angriffs? Es weist 
jemand nach, daß das Dreiklassenwahlgesetz ein Unrecht 
sei, weil es die von ihm für völlig unverfänglich erklärten 
Unterschiede des tatsächlichen Besitzes zur rechtlichen Be 
dingung der politischen Herrschaft über den Staat macht 
— und es wird gegen ihn die vergiftete Beschuldigung 
geschleudert: die besitzlosen Klassen zum Hasse gegen 
die Besitzenden angereizt zu haben! 
Gibt es kein Mittel, meine Herren, gegen solche Ver 
unglimpfung des Namens und Leumunds vor allem Volke ? 
Kann man bei uns selbst nur sagen, daß die Einführung 
des Drciklassenwahlgesctzes den besitzenden Klassen, 
daßsiedemdeutschenBürgertu m zur Lastfalle? Von der 
französischen Bourgeoisie kann man Ähnliches sagen. Dort 
hat schon die revolutionäre ^.sssrnbläe oonstituanto den 
Zensus eingeführt. Nicht aber bis jetzt von der deutschen. 
Als durch die Märzrevolution des Jahres 1848 die 
preußische Bourgeoisie bei uns zur Herrschaft kam, 
führte sie durch Gesetz vonr 8. April 1848 das allgemeine 
gleiche Wahlrecht ein! 
Die deutsche Bourgeoisie in der Paulskirche zu Frank 
furt dekretierte das allgemeine gleiche Wahlrecht!
	        
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