Full text: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

62 
Aehnlich sieht man auch auf der rechten Seite des Smolnikbaches bis 
zu der Mündung des Bierzwicki-Baches nur Menilit-Schiefer. 
Wenn wir in irgend einem Einschnitte zwischen Marcinkowice und 
Kleczany (auf der rechten Seite des Baches) einen Durchschnitt gegen S. 
machen, so finden wir Folgendes. 
Zuunterst — wie gesagt — Menilit-Schiefer mit dem Streichen h 12 
bei westlichen Einfallen hernach ändert sich die Richtung gegen 7 li. Die 
Menilit-Schiefer reichen sehr hoch hinauf, man sieht im Walde auf der 
Flur: „Pod Drzykowg" einige Halden alter Schachte, die ganz und gar 
ans den kaffeebraunen Schiefern bestehen. 
Oberhalb der Menilite erscheint eine kleine Partie von Sandsteinen 
(wahrscheinlich Eocen), und unmittelbar darauf zeigen sich die rothen Thone, 
so daß der Uebergang von den Meniliten zum letzteren Horizonte sehr plötz 
lich ist. Die rothen Thone besitzen eine geringe Mächtigkeit und fallen 
gegen NE. 
Darauf folgt ein ziemlich breiter Zug von Ropianka-Schichten. Die 
strzolkaartigen Gesteine sind hier selten, dafür sieht man mächtige Bänke 
eines gelblichen, grobkörnigen zerklüfteten Sandsteines, der schöne Naphta- 
Ausbisse zeigt. 
Es genügt, das Bachbett mit einem Stock zu beriihren, um große 
Oeltropfen auf der Wasseroberfläche zu bekommen. 
Aehnlich wie die Menilit-Schiefer im Smolnik-Thale die Fortsetzung 
der Menilite von Rdziostáw bilden, so ist auch der ganze soeben erwähnte 
Ropianka-Zug die Fortsetzung des Aufbruches, den wir auf der nördlichen 
Seite des Chelmecki-Berges kennen gelernt haben. Wir finden hier auch 
ganz analoge Lagerungsverhältnisse, nämlich einen breiten Sattel. 
Wir können nicht umhin die Bergbauunternehmer auf diesen 
Punkt aufmerksam zu machen, beim wohl die mächtige Entwickelung des 
ölführenden Sandsteines, als auch die Anwesenheit einer Antiklinale 
scheinen die Hoffnung auf günstige Naphta-Exploation zu berechtigen. 
Noch höher kommen wir auf eocene Sandsteine, wobei bemerkt 
werden muß, daß die rothen Thone, die den llcbergang herstellen, 
sehr schwach entwickelt sind. Daß auf der anderen Seite des Cietrzewina- 
Berges abermals die rothen Thone und die Ropianka-Schichten auf 
treten, ist uns bereits bekannt. 
Kehren wir jetzt in das Smolnik-Thal zurück, und betrachten die 
Verhältnisse von der Mündung des Bierzwicki-Baches bis zu dem Punkte, 
wo der Kltzczaner Bergbau gelegen ist. 
Sowohl an der Mündung dieses Baches, als auch überall oberhalb 
sieht man nur Menilit-Schiefer, die jeden Augenblick ihr Streichen und 
Fallen ändern.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.