gun g gelang, diese Erfolge zu erringen. Das Gleiche gilt
auch von anderen Industrien und Gelverben. Der Stickereiverband
hat so recht eigentlich den von Adam Smith —
der auch in seinen Verirrungen groß ist — aufgeworfenen,
und nachher von Basttat und Anderen angenommenen Satz
„von der natürlichen Harmonie aller Interessen" zum greifbaren
Bewußtsein gebracht. Sh ne das Vorhandensein dieser
natürlichen Harmonie hätte der Verband zum „bloßen tönenden
Erz und zur klingenden Schelle" werden müssen. Anderseits
zeigt aber die Verbandsgeschichte auch wieder den grenzenlosen
Irrthum, welchen die Patriarchen der freien Konkurrenz
mit der Annahme begingen, diese freie Konkurrenz werde
gleichsam von selbst die natürliche Harmonie aller Interessen
zum Ausdruck bringen. Unter der freien Konkurrenz
herrschte in der Stickerei die völlige Disharmonie der Interessen,
und das Resultat war ein Hernnterschinden aller Jntercssentengruppen.
Erst dem Verbände ist es gelungen, die
vorhandene innere Harmonie zur äußerlich fühlbaren Entfaltung
zu bringen. Wäre die Nutzanwendung, welche Adam
Smith aus jenem Satze ableitet, richtig, so müßte man
übrigens auch Abschaffung von Kirche und Staat postuliren,
denn es ist auch eine innere Harmonie der Interessen in der
sittlichen Weltordnung vorhanden. Würde diese sich nur
so von selbst verwirklichen, so wären Kirche und Staat, die
berufenen und unerläßlichen Organe ihrer äußeren Entfaltung,
sehr entbehrlich. Aber auch jene Schule — die Einen nennen
sie wirthschaftlich liberal, die Anderen liberalkonservativ -
wird von der Verbandsgeschichte dementirt, welche mit Roscher,
Röster, Mangold it. A. die einseitige, fakultative Klassenassoziation
im Vereine mit dem Gemeinsinn für genügend
erachtet, die Schattenseiten der freien Konkurrenz auszuwischen,
von der auch sie zugeben, daß sie fessellos sei und in ihren Endpunkten
auf die Erdrückung des Schwächeren von Seite des
Stärkeren hinauslaufe. Es klingt zwar sehr schön, wenn