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urtheilten und Einstellung der Agitation forderten, weil sie
den Markt nur beunruhige. Zu diesen materiellen Differenzen
gesellten sich manche formelle, so z. B. über die Höhe des
eventuell zu schaffenden Minimallohnes und über die Ltnndendauer
des Normalarbeitstages. Dank der Energie, ja man darf
sagen der Begeisterung, der dem Verbandsgedanken von Anfang
an zugethanen Firmen errang der letztere einen durchschlagenden
Sieg, nachdem die Erregung am 10. Juli wieder einen ganz
bedenklichen Grad erreicht und die Verhandlungen einen stürinischen
Charakter angenommen hatten. Tie Kaufmannschaft
konnte sich schließlich auf einen Minimallohn von 33 Cts.
für und 28 Cts. für 6 / 4 einigen und auf den eilfstiindigcn
Normalarbeitstag für sämmtliche Sticker.
Ein weiterer Spahn kam an jener Versammlung der Kanfmannschaft
zum Allstrage. Er bestand darin, ob der Minimallohn
der Lohn sei. welchen der Maschinenbesitzer zu bekommen
habe, oder derjenige, ben der Kaufmann zu bezahlen habe.
mit andern Worten heißt das. ob der Arbeitgeber oder der
Arbeitnehmer die Ferggerprovision tragen müsse. Die Kaufleute
waren der letzter» Ansicht, und diese Ansicht siegte. Es
wurden auch Bedenkeil laut, daß im allgeregten Verballde dic
Kaufleute von den aildern Gruppen einfach sollten majorisirt
werden. Diese Befürchtnilgen beruhigte man mit der Zusicherung
einer Spezialvertretung der Kaufmannschaft im Zeiltralkomite.
Bezeichnend für die Stiinmnllg jener denkwlirdigen
Versammlllng ist vielleicht folgender Passus aus dem Votum
eines Redners, das die Gemüther beschlvichtigte:
„Die Bewegung ist erst im Werden begriffen. Es kann
sich also nicht darnnl handeln, jetzt schon ihre ganze Zukunft
bestimuren zll wollen. Vielleicht ist der Weg. ben wir einschlagen,
der rechte lücht. aber einen andereil weiß Niemand.
Stille stehen aber können wir nicht, beim das wäre ein Rückschritt,
dem wir nicht inehr zll ertragell vennöchten. Vergewaltiget
soll Niemand werden, dessen seien Tie sicher, aber die