VT
Vorwort
in seinen letzten Abschnitten nicht auf ganz sicheren Füssen
stünde, nicht unterbleiben. Im Übrigen einigten sich die
Herausgeber darin, dass in der Darstellung soweit als mög
lich der gewerblichen Zustände auch von Reval und Dorpat
gedacht werden sollte und dass man sich nicht auf die Heraus
gabe der Schrägen der Handwerksämter beschränken wollte,
sondern auch die Schrägen der in dem öffentlichen Leben
Rigas eine so grosse Rolle spielenden Gilden mit in den Kreis
der Betrachtung ziehen müsste. Auf diese Weise durfte man
hoffen, ein über dieses wichtige Gebiet der städtischen Ge
schichte vollständig Auskunft gebendes Werk zu schaffen, das
sowohl zur Fortsetzung der wissenschaftlichen Arbeit als auch
zur Belehrung über diese interessante Partie der Vergangen
heit dienen könnte.
ln die Arbeit theilten sich nun die beiden Unterzeichneten
wie folgt : Mettig übernahm die von Stieda begonnene Samm-
lung zu vervollständigen, auch die von diesem gemachten
Abschriften zu collationiren sowie nach einheitlichen Editions
grundsätzen zu redigiren. Ferner entfiel auf seinen 1 heil die
Abfassung der Einleitung zum zweiten I heil, die zur Orientirung
über die Principien der Edition und den Charakter der Hand
schriften dienen soll, dann die Aufstellung des Glossars und
der Register. Stieda verjiflichtete sich dagegen zur Nieder
schrift der Darstellung. Diese wurde von Mettig im Manu
skripte durchgelesen und an einigen Stellen nach Rücksprache
mit ihm geändert. Besonders die Abschnitte über die ICnt-
stehung der Ämter und die Bedeutung der Kreyge’schen Sera
sind erst nach wiederholter Überlegung und Berathung mit
Mettig in der jetzigen Fassung von Stieda niedergeschrieben
worden. Die Abschnitte über das Brauerei wesen nach 1428