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Die gesaminte Organisation erwies sich als eine im Ganzen
glückliche, speziell in der Anlage der Sektionen geradezu als
vorzüglich. Der Apparat arbeitete sehr leicht, sicher und —was
bei solchen Dingen wesentlich mit in's Gewicht füllt — billig.
In Bezug auf den letzteren Punkt sei erwähnt, daß der Ver-
Wub im WR' 1880 mi Molten 8000 hiitte,
an Sitzungsgeldern Fr. 2000 (Fr. 5 äaggeld), sin da<-> Fach
gericht'Fr. 1852, für Bureauauslagen Fr. 3483. Die Ge
ringfügigkeit dieser Summen erhalt ihre richtige Beleuchtung
durch die von der Zentralleitung zu bewältigende Arbeit. So
z. B. umfaßte deren Korrespondenz in jenem Jahre 12,00u
Nummern und beanspruchte 0 Kopirbücher mit 4031 Seiten,
ferner kamen 11,831 Drucksachen zum Versandt. Das Zeutral-
komite hatte in 17 Sitzungen 180 Traktanden und der Zentral
ausschuß in 28 Sitzungen 942 Traktanden zu erledigen. Vier
Kreisschreiben nmrden erlassen, in 35 offiziellen Mittheilungen
111 Verfügungen und Beschlüsse den Mitgliedern zur Kenntniß
gebracht und 1740 Monatsrapporte der Sektionen entgegen
adornine,,. Die bet Cnimúinlimi würbe bi# bie
Erfahrung erhärtet, daß sie einen ungemein raschen Vollzug
aller Verbandsvorschriften im ganzen Gebiete und eine wirk
same Kontrole darüber ermöglichte.
Das Kontrolwesen funktionirte im Ganzen ebenfalls vor
züglich und zwar die Sektionskontrolen ebenso sehr wie die
Zentralkontrole, obwohl sich auch mehrmals einmal Vcängei
zeigten. Die 170 Sektionsvorstände standen qualitativ nicht
alle ans gleicher Höhe. Es gab zu schneidige und auch wieder
zu laxe, ztvei- oder dreimal auch eigentlich renitente gegenüber
der Zentralleitung, aber eine eigentliche Störung des Kontrol-
apparates kam nicht vor, und das ist der Punkt, ans welchen
es ankommt. Das letztere läßt sich auch von der Zentral
kontrole sägen, obwohl auch sie oft einer scharfen Kritik aus-
gesetzt war, welche den Vorwurf erhob, daß im Verband nur
die kleinen Diebe gehängt würden, daß man gegen Sticker