G6
sein, welche ihren Stickern gemacht würden. Weniger aus
Grundsatz als vielleicht aus einem Gefühle der Uebersättigung
in dieser Frage, beschloß die Kaufmannschaft am 29. Oktober,
am bisherigen Provisionsverfahren festzuhalten, dagegen die
Abzugsbetheiligung der Fergger zu unterstützen. Wohl aus
einem ähnliche:: Gefühle befürwortete eine Versammlung der
Maschinenbesitzer lind Fergger am 12. November ebenfalls
Verwerfung des Prozentnalshstems bei der Provision und
gleichzeitig — freilich mit ganz kleiner Mehrheit — auch die
Verwerfung der Abzngsbctheilignngder Fergger, -vie i elegirte»
Versammlung vom 14. November stellte sich ans den gleichen
Standpunkt und verwarf die proponirten Reformen. Auch
bei ihr mochten die Motive zur Verwerfung welliger sachlicher
Natur sein, sondern dem Gefühle der Ermüdung dieser Frage
gegenüber entspringen. So ist jener Beschluß alv eine bloße
Verschiebung der Angelegenheit, nicht aber als definitive Er
ledigung derselben zu betrachten. Die mäßige Betheiligung
des Ferggers an Abzügen wird je länger je mehr als durch
lind durch gerechtfertiget betrachtet, sowohl vom Standpunkt der
Industrie überhaupt, als auch von jenem der Arbeitgeber und
-Nehmer.
Wirkungen. Die Regelung der Ferggerfrage war eine der schwierigsten
Aufgaben des Verbandes; sie ist verhältnismäßig ziemlich
gut gelungen mid hat wesentlich zur bedingungslosen Rc-
spektirnng ' der Verbandsidee und zur Kräftigung der Dis
ziplin beigetragen. Ans diesen: nnkrantreichen Acker ist Vieles
gesäubert worden, was ohne Verband heute ärger als je znin
Schaden des Arbeitnehmers fortwucherte. Bei gutem Geschäfts
gänge freilich, wenn der Fergger froh um den sticker sein
und ihn so sorgfältig behandeln muß, wie ein dünnschalige^
(¿i, esìsti rte eine Ferggerfrage in ihrem Verhältnisse ziiin
Arbeitnehmer auch bei Verbandslosigkeit nicht. -v>n de: alle
Jahre eintretenden und aus natürlichen Gründel: so:t:vährelid
eher länger dauernden Saison morte aber, in welcher der