Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Dänemark  (Ackerbau).

reu.  Diese  Mehrausfuhren  hatten  Werte
1874  von  34,5  Mill.,  1876  von  41,8  Mill.,
1878  von  26,6  Mill.  Mk.,  nämlich:
Einfuhr  Ausfuhr
Weizen  8,6  6,6
Roggen  6,8  3,2
Hafer  l,o  2,i
Gerste  0,7  20,5
Mais  4,6  0,2
Weizenmehl  ....  0,4  13,8
Roggenmchl  ....  0,2  2,3
Andres  1,3  1,5

Zusammen:  23,6  50,2
Unter  den  Ausfuhrländern:  England,
Deutschland,  Frankreich,  Belgien,  Holland, ­
  Schweden  und  Norwegen  re.  steht  das
erste  oben  an.  Es  entnahm  1878  außer  andern: ­
  für  2,25  Mill.  Mk.  Weizen,  für  15,9
Mill.Mk.Gerste,  für  6,8  Mill.  Mk.Weizenmehl,
  während  Schweden  für  5  Mill.  Mk.
Weizeilmehl  empfing.  Die  bedeutendsten
Zufuhren  kommen  aber  von  Deutschland.
Der  Getreidehandel  mit  letzterm  hatte  1878
nachstehende  Werte  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Weizen  7,3  1,4
Roggen  3,8  0,7
Gerste  0,3  1,3
Weizenmehl  .  .  .  —  0,1
Zusammen:  11,4  3,5
Der  Anbau  vonKartoffelnistcin  sehr
ansehnlicher,  indes  genügt  die  Produktion
(1877:  2,09  Mill,  hl)  den  Anforderungen
nicht.  Die  Einfuhr  von  Kartoffeln  betrug
1878:  587,233  Mk.,  die  von  Kartoffelmehl
und  Amidon  546,965  Mk.,  und  dieser  Einfuhr ­
  steht  eine  ganz  unbedeutende  Ausfuhr
gegenüber.  1878  vroduzierten  236  Brennereien ­
  (davon  59  in  Kopenhagen)  34Mill.
Lit.  Branntwein;  die  Branntweinsteuer
lieferte  3,6  Mill.  Mk.  Bei  dem  starken
Konsum  muß  aber  noch  viel  eingeführt  werden; ­
  auch  der  Import  von  Wein  ist  erheblich ­
  ;  nur  hie  dänischen  Brauereien  vermögen ­
  von  ihrer  Überproduktion  an  das
Ausland  abzugeben.  Der  Handel  mit  Getränken ­
  war  1878  (in  Tausenden  Mark)  :
Einfuhr  Ausfuhr
Wein  1565  143
Spirituosen.  .  .  1700  679
Bier  34  317
Met  2  1
Zusammen:  3301  1140

Zuckerrüben  werden  eben  falls  angebaut
llild  in  zwei  Fabriken,  zu  Odense  und  Höibygaard,
  verarbeitet;  im  ganzen  belief  sich
die  Rübenzuckerproduktion  1878  auf  2,6
Mill.  Pfd.  und  die  gezahlte  Steuer  auf
161,892  Mk.  Der  Handel  mit  Zucker  weist
aber  eine  erhebliche'Bilanz  gegen  D.  auf,
1878  ergaben  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Zucker  und  Kandis  .  .  13,89  1,70
Melasse  und  Sirup  .  .  0,28  0,i8
Zusammen:  14,17  1,07
Sonst  werden  von  Handclspflanzen  hauptsächlich ­
  gebaut:  Raps  (besonders  auf  Fünen), ­
  Flachs,  Hanf,  Tabak  (in  den  Ämtern ­
  Beile  und  Odense),  Hopfen  und
Kümmel.  Wie  sehr  aber  D.  in  Bezug
auf  diese  Artikel  vom  Ausland  abhängig
ist,  geht  aus  nachstehendem  hervor.  Es
betrugen  (in  Tausenden  Mark)  :
Einfuhr  Ausfuhr
Leinsamen  2055  29
Raps  757  44
Andrer  Same  ....  4661  876
Flachs  197  1
Hanf  1257  103
Hopfen  867  19
Rohtabak  .  .  ■  .  .  3507  59
Zusammen:  13301  1131
Dazu  kommen  noch  ansehnliche  Poste,l  von
Ölkuchen,  Früchten  (frischen  unb  getrockneten), ­
  Gartengewächsen,  wobei  überall
die  Ausfuhr  bedeutend  überwiegt.  Rechnen ­
  wir  noch  die  übrigen  wichtigern  Handelsobjekte ­
  dieser  Klasse  hinzu,  unter  denen
obenan  stehen  (Wert  in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Kaffee  ....  10,so  4,08
Thee  0,73  0,06
Reis.  .  .  ■  ■  2,oo  o,9o
zusammen:  13,53  5,04
so  sehen  wir,  wie  die  Handelsbilanz,
welche  durch  die  Mehrausfuhr  von  Getreide ­
  sich  ergibt,  durch  die  Mchreinfuhr
andrer  Bodenprodukte  und  Erzeugnisse
aus  denselben  bedeutend  heruntergedrückt
wird.  —  Kaffee  und  Tabak  bezieht  D.
namentlich  aus  Deutschland,  Zucker  aus
England  und  Ostasien,  Reis  aus  Ostasicn
und  Deutschland,  Thee  aus  England  und
Deutschland,  Wein  aus  Frankreich  und
            
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