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Dänemark (Finanzen, Konsulate rc.).
Pferdekräften eigentliche Handelsdampfschiffe.
Ein Rückblick auf frühere Jahre
ergibt, daß die Handelsmarine von 1866—
1877 jährlich zunahm, daß aber 1877 das
umgekehrte Verhältnis eintrat, indem damals
ein Rückgang von 2250 Ton. und
1878 von 851 T. stattfand. Dem Rang
nach nimmt die Handelsmarine unter den
Flotten Europas die elfte Stelle ein und
folgt gleich nach der von Rußland. Unter
den verschiedenen Seeplätzen nimmt
Kopenhagen die erste Stelle ein, seine
Handelsflotte beträgt 30 Proz. der Tragfähigkeit
der gesamten Handelsflotte; demnächst
kommen Svendborg mit 9,3, Fand
mit 7,r Proz., Marstal, Helsingör, Dragör.
Schiffsverkehr. Die Anzahl und
Tragfähigkeit der 1878 in gewöhnlicher
Auslandfahrt in dänischen Hafen ein-und
ausgegangenen Schiffe waren folgende:
Fahrzeuge
Eingang
-chisfc I Tonnen
Ausgang
Schiffe I Tonnen
Segelschiffe .
Dampfschiffe
Zusammen:
12773 728000
6541 1174677
1213V 718080
6286 1135133
19314 1902677
18425 1 853213
Die Gesamtzahl aller Schisfserpeditionen
belief sich daher auf 37,739 mit
3,755,894 T., die Beladung aber nur auf
1,432,737 T. Im Vergleich mit frühern
Jahren ist seit 1874 die Anzahl der Fahrten
geringer geworden, was allein den
Segelschiffen zur Last fällt, während die
Zahl der Dampfschiffe dauernd (seit 1874
im Eingang um 100,000, im Ausgang
um 50,000 Ton.) gestiegen ist. Der Nationalität
nach beteiligten sich an der ausländischen
Schiffahrt:
Nationalität
Deutsche .
Norwegische
Schwedische
Russische .
Britische .
Niederländische.
Andre. . . .
Segelschiffe
-chisfc Tonnen
3349
2274
7551
225
332
178
21
168411
205293
302909
48696
69568
18007
5366
Dampfschiffe
Schiffe Tonnen
719
263
1622
8
589
82
2
93011
44862
268553
2780
370307
42778
960
Das Verhältnis, in welchem Schiffe
fremder Nationen mit dänischen Schifseil
an der ausländischeil Schiffahrt teilnehmen,
gestaltet sich aber immer mehr zu
Gunsten der letzter«. An dem Umsatz
Dänemarks zur See partizipierten dänische
Schiffe 1874 erst mit 42,6 Proz.,
1878 schon mit 55,3 Proz. ; besonders stark
hervortretend ist die Beteiligung der dänischen
Dampfschiffe. An der inländischen
Fahrt (41,631 Schiffe mit 1,877,783 T.)
beteiligten sich neben der dänischen auch
die deutsche und schwedische Flagge. Durch
Gesetz vom 16.Juni 1879 ist dieSchisfSabgabe
(Staatöabgabc) in inländischer
Fahrt vom 1. Juli ab in Wegfall gekommen;
die auf ausländischer Fahrt
schwer lastende Schisssabgabe ist aber
geblieben. Die Staatöregicrung fordert
für den eventuellen Ausfall vom Folkething
eine Summe von 785,000 Mk.
Finanzen, Konsulate re.
Die Budgets der letzten Jahre ergaben
stets Überschüsse; nach dem voit 1880
bis 1881 waren dieEinnahmen 53,011,237
Mts., bie 911%^«: 46,673,442 m., so
daß sich ein Überschuß voit 6,348,095 Mk.
ergibt. Die Staatsschuld belief sich
am Ende des Finanzjahrs 1879 auf
195,730,554 m., «Wi#:
Innere Schuld .... 178508706 Mark
Äußere Schuld .... 17221848 -
Diesen Passiven stehen aber Aktiva entgegen
in Höhe von 107,583,031 Mk., so
daß sich ein eigentlicher'Schuldbcstaud ergibt
von 88,147,523 Mk. Für die Anlage
von Staatsbahnen waren bis 31.
WGra 1879: 71,395,845 m. ücnw0onbt.
—Deutsche Konsulate bestehen in: Kopenhagen,
Aalborg, Aarhus, Fanö, Frederikshavn,
Fredericia, Helsingör, Horsens,
Korsör, Nyborg, Randers, Ribe,
Ringkjöbing, Rönne, Thisted, Barde. —
Kreditwesen. Im ganzen Königreich
bestehen 32 Aktienbanken (7 in Kopenhagen
und 25 in den Provinzen), zusamnlen
mit einem Aktienkapital von 77,894,000
Mk. Zur Notenemission ist gesetzlich nur
die Nationalbank berechtigt. Dieselbe
wurde 1818 durch Umwandlung der 1813
gegründeten Königlichen Neichsbank in
ein Privatiustitut errichtet und ails 90
Jahre privilegiert. Aktionäre sind alle
Grundeigentümer, deren Anteil an der
Bank mindestens 100 Neichsthaler (à 2
Mk. 27 Pf.) beträgt. Das Aktienkapital