Deutschland (Urproduktion: Obstbau; Viehzucht).
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dcr Süden: die Bergränder der oberrheinischen
Tiefebene, der .Südfuß des Taunus,dieWetterau,Württemberg,besonders
Fuß der Alp, Frauken, Thüringen,
das Werrathal bei Witzenhausen, W
^ļbthal von Meißen bis Böhmen hinein,
vie Sandhügel der Lausitz, von Werder
hei Potsdam, auch Pommern (Stettin)
ş lern Obst, frisch und getrocknet, zurAuö-Aus
Hamburg tverdcn namentlich
Erdbeeren in großen Mengen nach Lonvon
exportiert. Doch ist der Obstbau in
vielen Gegenden der Entwickelung noch
l^hr fähig. Von 54,907 Gemeinden war
^ nur in 24,843 von örtlicher Wichtigkeit,
^lesc besaßen ca. 24V, Mill. Obstbäume
lint durchschnittlich 10 kg Obstcrtrag.
einem Gcsamtarcal von 35 Mill, ha
f°mmt daher 1 Obstbaum auf etwa IV,
% und auf dieselbe Fläche ca. 11 kg
s vst. Württemberg besitzt dagegen arcs
leinein Flächenraum von 1,848,000 ha
Wen 8 Mill. Obstbäume, die gegen 100
i o5'-kg Öbst geben. Es kommt dort also
1 Dbstbaum schon auf weniger als '/4 ha
^nd auf dieselbe Fläche, wie in Preußen,
liegen 80 Mill, kg Obst. Der Ausfuhr
steht eine weit stärkere Einfuhr gegenüber,
wobei die in immer höherm Maß konsumierten
Apfelsinen, Feigen, Pomeranzen,
Datteln, Granaten, Mandeln, Korinthen
und Rosinen mit bedeutenden Posten auftreten.
Der Handel mit diesen Produkten
betrug 1879 (in Tausenden Tonnen):
Einfuhr Ausfuhr
Obst, frisch und trocken . 43660 24874
Südfrüchte, frisch. . . . 7085 23
Korinthen und Rosine» . 15254 10
Andre Früchte u. Gewächse 57805 72023
.Ziehen wir, mit die Liste der Genußwittel
zu vervollständigen, noch den Ha nd
e l m i t K 0l 0 n i a l w a re n hinzu, unter
giteli Kaffee 1879 mit einer Einfuhr von
190 Mill. Mk. gegen eine Ausfuhr von
nur 110,000 Mk. obenan steht, während
eine Ncttoeinfuhr von 6,7 Mill,
zeigt und der Handel mit sonstigst
Kolonialprodukten in Ein- und Ausuhr
mit 18—19 Mill. Mk. balanciert,
w können wir 1879 den Handel mit
Rahrungs- und Gennßmittcln wie folgt
0 lsanunenfassen (in Millionen Mark):
Hn»delsx>coizmphic.
^ , Einfuhr Ausfuhr
Ģetrcidc, Fcldfrüchte, Mehl 668,0 350,1
Ge gome Getränke . . . 110,5 02’r,
Zucker, Hopfen, Kolonialwaren
230,o 122,5
Tabak und Tabakfabrikate 110,2 17,8
Sämereien, Obst, Südfrüchte
125,3 75,5
Zusammen: 1250,0 628,4
Rechnen wir hierzu noch die übrigen Produkte
des Landbaus: Flachs, Hanf und
Werg (Einfuhr 68 Mill., Ausfuhr 40,1
Mill. Mk.), Baumöl, Leinöl rc., im ganzen
in der Einfuhr ca. 116,6 Mill., in der
Ausfuhr 59,5 Mill. Mk., so erhalten wir
für den Gesamthandel mit Bodenprodukten
1879:
Einfuhr. . . 1366,0 Mill. Mark
Ausfuhr. . . 087,5 -
Zur intensivern Ausnutzung des Bodenö
führtD. jährlich ca.2V2Mill.Ctr.Guano
ein, 1879 für 21,o Mill. Mk., wovon nur
der geringe Wcrtbetrag von !,8oMill.Mk.
wieder exportiert wurde.
Welchen Einfluß ein erweiterter Handelsverkehr
auf deu Verbrauch solcher Gegeuständc
hatte, die nur vom Ausland erzeugt
werden,mag man daraus ersehen,daß
von rohem Kaffee 1859 nur 59,100 Ton.,
d.h. 1,75 kg pro Kopf, 1879 aber 111,000 T.
oder 2,51 kg pro Kopf verbraucht wurden.
Noch bedeutender ist die Steigerung beim
Thee, von dem der Konsum m denselben
Jahren von 487 T. auf 2100 T., d. h. pro
Kopf von 0,oi kg auf 0,05 kg, stieg. Au
geschältem Reis wurden 1859: 27,400 T.,
d. h. 0,8i kg pro Kopf, 1879: 81,400 T.
oder 1,84 kg verbraucht, an Mandeln,
Rosinen, trocknen Südfrüchten 1859:
7420 I., 1879: 19,0001.; bei- ßotifuiti
pro Kopf stieg also von 0,aa aus 0,43 kg.
Noch stärker wuchs der Verbrauch frischer
Südfrüchte, von 2450 auf 7960 T., also
pro Kopf von 0,07 auf 0,i8 kg.
15. Stichzucht.
Dieser Erwerbszweig steht im innigsten
Verband mit der Landwirtschaft. Die Zuvdcr
Abnahme des Viehstands wird sehr
wesentlich durch die größere oder geringere
Ausnutzung des Bodens bedingt. Unter
den deutschen Staaten zeigt sich seit 1861
in Preußen tut Umfang vor 1866 eine
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