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Aden
Oriental Co. und der Orientlinie; (mo)
33,250 Einw. Deutsches Konsulat; Handelskammer;
Börse, Bank of Australasia,
Bank of South Australia, Union Bank of
Australia,English,Scottish and Australian
Chartered Bank, Bank of A., Commercial
BankingCo.ofSydncy. DentscheZeitung.
Aden, brit. Stadt an der Südküste
Arabiens, auf einer seit 1839 den Engländern
gehörigen, 20 qkm (0,86 QM.)
großen Halbinsel; Freihafen, Station der
Peninsular and Oriental Co., des Österreichisch-Ungar.
Lloyd, der Brit. India
Steam Navigation Co., Messageries maritimes,
Società Rubattino; (1872) 22,707
Einw. Deutsches Konsulat (auch für
Dschidda). Durch Kabel ist A. mit Suez
und Bombay und seit 1879 über Sansibar
auch mit Natal und dem Kap verbunden.
Erporthafen für arabischen Kaffee
(1875—76: 68,972Ctr. meist nach Frankreich
und England). 1879 wertete die Einfuhr
6,8Mill. Mk., davon englisch 6,6 (Telegraphendraht
4,6) Mill. Aik.; die Ausfuhr
nach Englandl,i (Kaffee 2) Mill.Mk.
1880 legten hier 9 deutsche Schiffe an.
Adra, Hafenstadt in der span. Provinz
Almeria; (E 11,320 Einw. Deutsches
Vicekonsulat (ressortiert von Almeria).
Reiche Bleigrub en.
Adrianö-kl, Hauptstadt der gleichnamigen
türk. Provinz, an der schiffbaren
Maritza und der Eisenbahnlinie Konstantinopel-Philippopel;
65 — 68,000 Einw.
(darunter 22 —23,000 Mohammedaner,
cci. 30,000 griechisch-orientalische Christen,
7—8000 spanische Inden, 5—6000 gregorianische
Armenier, 400—500 Katholiken,
140 Protestanten und einige Hilndert
heidnische Zigeuner). Deutsches Vicekonsulat;
Agentur der Ottomanischen Bank. —
A. ist Ccntralsitz des thrakischcn Handels
mit lebhafrer Industrie, die namentlich
Seidcngewebe, Saffian, Rotgarn, Parfümerien,
Rosenwasser uiib Rosenöl produziert.
Auch Qilitten, Ouittenkonfette
und Wein bilden Haiidelsartikel.—Platzgebräuche.
Die Warenverkäufe erfolgen
gewöhiilich auf 61, 91 oder 121 Tage Kredit,
selten gegen bar. Verkaufskomniission
2 Proz., Courtage 2 Proz., Lagermiete '/«
Pro;.; man steht nicht Delcredere.
Afrika.
Afghanistan, der nordöstliche Teil des
vordcrasiat. Plateaus von Iran, 721,664
qkm (13,106 QM.) groß mit ca. 4—6
Mill. Bewohnern, ein nach W. zu sich abdachendes
Hochland, im N. voii dem Hindukusch
nmschlosscn; gegen Indien reichen
der Sulcimaii Koh und daö Chondgebirge
bis zii 3500 m. Hauptpässe gegen
N. : der Chawak und der Kuschan; gegen
O gewähreii derKabul-, Knrum- undGomalstrom
alleili einen AuSwes) nach Jndieu;
der Chaiberpaß ist der kiirzeste und
am meisten benutzte. Bon beit Flüssen ist
nur der in den Indus fließende Kabulstrom
in seinem untern Latif nach dem
Austritt ans dem Gebirge schiffbar. Die
Bodenschätze sind noch nicht anSgebeutet.
Die Pflanzenwelt ist sehr reich an Arten;
auch wachsen hier Trauben. Aprikosen,
Äpfel, Birnen, Walnüsse. Die bedeutendsten
Orte sind: Kabul, Chulum und
Maimene, jeder mit 60,000, Kandahar
mit30,000,Herat mit50,000Einw.
Unter geordneten Verhältnissen müßten
diese Orte bedeutende Handelsplätze werden,
gehen aber statt dessen zurück. Wie
groß der Umsatz ist, läßt sich nicht beurteilen.
Durch Peschawar und den Chaibcrpaß
ziehen jährlich 2000 Kamellasten im
Wert von 600,000 Mk. Von Karatschi auf
dem JuduS bis Schikarpur oder über Kelat
nach Kandahar gehen 4000 Kaniellasten.
Mehr als die Hälfte der Waren (Jiidigo,
Baumwolle, Zucker, Musseline, Zitze, Brokat,
Gewürze, blaue Turbane) geht weiter
nach Turkistan, Herat und Persien. Die
Auöfubr nacb Indien besteht in Obst,
Pferden, Krapp, Asa fötida u. a.; doch
beträgt sie nur die Hälfte der Einfuhr.
Die Beteiligung am Handel auf den russischen
Märkten Centralasiens ist zissermäßig
nicht zu geben; daß aberdieserHandel
auf Kosten des indischen zilnehmeii
wird, läßt sich mit Bestimmtheit voraussagen.
A. gehört zum Weltpostverein.
Afrika,' der Größe nach der dritte
unter den Erdteilen, mit den Inseln
29,909,444 qkm (543,187 OM.) groß,
wovon auf die Inseln nur 626,054 qkm
(11 370 QM.) entfallen, mit zusammen
ca. 205,679,000 Bewohnern. Dieses Areal
verteilt sich wie folgt: