Deutschland (animalische Nahrungsmittel; Fischerei). 131
in Preußen waren 1867: 22,261,330,
1875: 10,624,758 @c#c. 3» Bager»
stinc; der Bestand 1863 bis 1873 von
2,040,372 auf 1,342,190 zurück und
ln demselben Verhältnis in allen andern
Staaten. Immerhin hat aber daö Deutsche
Reich mit 60,o Schafen und 38,4
ändern pro 100 Einw. einen Überfluß
und steht in Bezug auf seinen Reichunn
an Rindern nur Skandinavien, den
untern Donauländern und der Schweiz
"ach, während es hinsichtlich der Schafe
"on Dänemark, Rumänien, Serbien,
Spanien, Griechenland, von England,
Frankreich und Rußland überragt wird.
Die für die Ernährung der Bevölkerung
hochwichtige Schweinezucht ist dagegen
stets ungenügend für die gestellten Anforderungen
gewesen. Man sieht, wie die
Einfuhr fast das Vierfache der Ausfuhr
^îŗägt. In D. koinmen 17,4 Schweine
auf 100 Einw. Allerdings steht es in
dieser Hinsicht nur Serbien, Rumänien,
Österreich-Ungarn, der Pyrenäischen Halbesel
nach. Seinen Bedarf bezieht es aber
aus den östlichen Grenzländern. Der
Viehhandel betrug von 1859—80:
Pferde
Rinder
Schafe
Schwei-Einfuhr
1201264
4118022
5147196
18860855
Ausfuhr
504270
4728881
20437219
4933161
Mehr
610859
15290013
Weniger
696985
14927694
Ein großer Teil des Schlachtviehs wird
zur Mästung eingeführt. Aber abgesehen
von einigen reichen Weiden im N.
und NW., beschäftigt sich D. weniger mit
der Heranziehung von Großvieh, während
allerdings die Mästung der eingeführten
Schweine eine ganz besonders starke Beschäftigung
ist. Für 1879 war der Wert
des Handels (in Tausenden Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Pferde . . . . 65500 34000
Rinder .... 37590 45350
Schafe .... 7780 37600
Schweine . . ■ 72680 24090
Zusammen: 183550 141040
3" diesem Handel mit lebendem Vieh
stîsellt sich der mit der Vervollkommnung
0er Transportmittel und verbesserten Konserviernngsmethoden
zunehmende Umsaß
in frischem und gesalzenem Fleisch, Schinken,
Speck, Würsten. Extrakten, wovon
1880 die Einfuhr 23,962 Ton., die Ausfuhr
nur 5645 T. betrug. Einen sehr
wichtigen Handelsartikel bildet die Butter.
Hier sind namentlich Mecklenburg
und Holstein produzierende Distrikte, und
eine lebhafte Ausfuhr geht von dort nach
England. Aber amerikanisches Fabrikat
findet seinen Weg schon in bedeutender
Menge (darunter auch die sogen. Kunstbutter)
nach D. ES betrug (in Tonnen):
1879 1880
Einfuhr . . . 9337 5 001
Allsfuhr . . . 12780 12465
Der Handel mit diesem wichtigen Nahrungsmittel
ist innerhalb der letzten 20
Jahre enorm gestiegen und bildet jetzt
eine wichtige Einuahmeguelle, die sich innerhalb
dieses Zeitraums von der bescheidenen
Summe von 260,000 Mk. pro Jahraus
nahe an 2Vr Mill. Mk. jährlich gesteigert
hat; 1879 wurde für 14 Mill. Mk.
ein- und für 22 Mill. Mk. ausgeführt.
Schmalz wird dagegen in noch weit bedeutenderm
Maß importiert und zwar
vorzugslvcisc von Nordamerika. Der Gesamthandcl
war (in Tonnen):
1879 1880
Einfuhr . . . 53645 54599
Ausfuhr... 1942 38
Eier werden in großen Mengen exportiert,
namentlich nach England; aber der Import
ist ein erheblich größerer. Es betrug
(in Tonnen): 1879 i860
Einfuhr. . . 26081 15439
Ausfuhr. . . 10530 2671
Zu diesen bedeutenden Umsätzen der
Viehzucht mögen wir die weniger wichtigen
in Wildbret und Geflügel rechnen; besonders
aber müssen wir der Produkte der
Fischerei gedenken, welche bei der Ernährung
des deutschen Volks eine hervorragende
Rolle spielen. Die Seefischerei
war einst weit bedeutender als jetzt. Zwar
liefert die Nord- und Ostsee noch immer
Schellfische, Dorsche, Sprotten, Heringe,
die Ostsee viele Aale; allein es ist dies fast
nur noch Küstenfischerei, an der Großfischerei
beteiligt sich D. fast gar nicht, und
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