Contents: Zur wirtschaftlichen Förderung des Handwerks

Einleitung, 
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Die sozialistischen Revolutionäre, die Bolschewisten, behaupten 
weiter, daß nur ihr Programm dem wirklichen Menschen ent- 
spreche. Ihre Arbeit, ihre Herrschaft befreie die Menschheit von 
allen Illusionen, allen Täuschungen, denen sie bisher im Interesse 
einiger kleiner egoistischer Gruppen zum Opfer gefallen sei. 
Nur der Mensch, der sich ausschließlich für das Diesseits, für die 
Wirtschaft, für die Gesellschaft interessiere, sei der wirkliche 
Mensch. Die Religion mit ihrem Jenseitsglauben gehöre zu den 
Mächten, welche den Menschen von seinen Aufgaben ablenken. 
Es sei daher nötig, daß die Religion verschwinde, um eine gerechte 
Gesellschaftsordnung zu ermöglichen. Ja, man könne sogar sagen, 
daß diese gerechte Gesellschaftsordnung so lange nicht Wirklich- 
keit werden könne, als es noch eine vom Diesseits. ablenkende 
Religiosität gebe. Diese Revolutionäre sind also nicht nur Poli- 
tiker, die sich mit Machteroberung begnügen; sie fühlen sich als 
Träger einer Heilslehre, welche der Menschheit die wahre Er- 
lösung von ihren Nöten, den Unvollkommenheiten ihres irdischen 
Daseins bringen soll. 
Gerade darin besteht die Überlegenheit des Bolschewismus über 
eine skeptische, relativistische, rein taktische politische und wirt- 
schaftliche Haltung, wie sie in der nichtbolschewistischen Welt 
vielfach sich zeigt. Er tritt auf im Namen unwandelbarer Grund- 
sätze, Wenn er auch das irdische Dasein, die wirtschaftliche und 
gesellschaftliche Organisation als letzte Bestimmungen des mensch- 
lichen Lebens ansieht, so tut er das doch mit einer Inbrunst, die 
ihn als eine Religion (wenn auch natürlich als eine falsche Reli- 
gion) erscheinen läßt, vor der sich viele zu nichts verpflichtenden 
Lobpreisungen der geistigen Freiheit und Würde des Menschen 
als nichtig und eitel erweisen. Daher ist es nicht möglich, den 
Bolschewismus nur taktisch zu bekämpfen. Daher ist es nicht 
möglich, ihn nur mit Aufzählungen von bisherigen Mißerfolgen 
und Fehlergebnissen wirksam zu kritisieren. 
Da kann er sich einfach auf seine Jugend berufen, darauf, daß 
er sich bisher in einer Übergangszeit befinde, in der er erst zu 
lernen und Erfahrungen zu sammeln habe. Werden nicht seine 
schlimmsten Mißgriffe gerade durch seine eigene Selbstkritik ent- 
hüllt? Da kann er sich auf seine Lehre berufen, aus der hervorgeht, 
daß nichts in der Geschichte sich auf einmal, in reiner Vollkommen- 
heit ergebe, Da kann er den ihm vorgehaltenen Unvollkommen- 
heiten die. Unvollkommenheiten der nichtbolschewistischen Welt 
Entgegenstellen. Ist nicht tatsächlich die Weltwirtschaftskrise mit 
ihren Folgeerscheinungen die wirksamste Werberin für ein poli-
	        
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