Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Emmerich — Erie. 
Seeschiffe fahrbaren Kanal mit der Stadt 
tn Verbindung steht,und der Eisenbahnlinie 
Münster-E.; (isso) 13,634Einw. Konsu 
late für: Belgien, ilèiederlande, Rußland; 
Handelskammer, Hauptzollamt; Reichs 
bankstelle (1880: Gesamtumsatz 45,8 Mill. 
Ark.), Eindener Genossenschaftsbank. — 
Unter den Erwerbszwcigcn steht der See- 
handel obenan. E. besaß 1879 selbst 84 
@#e W,i 8278 Zou. 1879 minien mit 
labmig 385 Schisse voit 31,204 T. ein, 
17 4 Schiffe von 8353 T. aus, dazu 
Welcibcnc im @¡«9(11,3 73 @d)iüc üo,t 
oi nife îm Ausgang 231 Schiffe von 
t;o076 T. Dre Stadt vermittelt die Hälfte 
des Verkehrs von ganz Ostfriesland und 
lleht noch außerdem mit den Niederlan 
den, Belgien, Hamburg, Bremen im Ver 
kehr. Ansgesiìhrt werden namentlich: Ge- 
notiert Kurse nach den Normen von Vcr- 
lln auf: Amsterdam, London und Paris. 
uiib der Lune Oberhauscn-E. dcrKöln- 
Mlndencr Bahn; (isso) 8671 Einw. Em- 
ncricher Kreditbank; Hauptstencramt. 
Sķâ« 
^35 Do» 1,128,9821. 
lebhafter Handel mit Kaffee imb Käse. 
_ Estts, Küstenfluß im nordwestlichen 
Deutschland, 330 km lang, davon 270,0 
km schiffbar unb zwar 82,6 km für Fahr 
zeuge unter 75 m Tiefgang, 90 km für 
solche von 1 in, 98 km für solche von 1,5 
m - Seeschiffe gehen bis Halte, d. h. bis 
zur Flutgrenzc, hinauf. 1877 gehörten 
@. (i,m. æ^K) 187 Griffe üo» 
¿/25 Ton., darunter 3 eiserne Dampfer, 
ş on Kanälen bestehen die von Papen 
burg und der Trekschuitenkanal zwischen 
Zurich und Emden schon längere Feit. 
der E.-Vechtckanal ist neuern Datums, 
ş,. Şngrlholm, Hafenstadt in dem schwed. 
sollt Christiansand, am Kattegat und dei 
chn E.-Landskrona; (i878) 2056 Einw. 
putsche Konsularagentur. Skänes Ensk. 
k >à Kontor. Lachsfischerei. 
Englisch-Indisches Kaiserreich, s. 
Ostindien. 
Handelsgeographie. 
177 
und Hauptstapelplatz der Champagner 
weine. Das Gebiet der Stadt umfaßt allein 
329 lia, Weinland. In den ungeheuren 
in Kalkfelsen gehauenen Kellern liegen 
jährlich ca. 5 Mill. Flaschen aufgespeichert 
(davon 800,000 vom städtischen Gebiet). 
Jährlicher Umsatz 14—15 Mill. Mk. 
Erfurt, Hauptstadt des gleichnamigen 
Regierungsbezirks in der preuß. Provinz 
Sachsen, an der Thüringer unb Nordhau 
sen-Erfurter Bahn; (isso) 53,272 Einw 
Handelskammer; Reichsbaukstelle (1880- 
Gesamtumsatz 161,2 Mill.Mk.), Erfurter 
Vorschußbauk. — Außer zahlreichen In 
dustrien ist E. besonders hervorragend durch 
seine G a r t e n k u l t u r, die von 37 Knnst- 
und Handelsgärtnern (davon 27 Engros 
händler) auf 1701mbetriebcnwird. Jähr 
lich fommen im Durchschnitt 300,000 Ka 
taloge zur Versendung, deren Druck einen 
Kostenaufwand von ca. 42,000 Mk. erfor- 
^ŗt- Die Blitineukultur erstreckt sich auf 
220 Morgen Land; Astern und Levkojen 
werden mit Vorliebe gezogen; 150,000 
Topfe liefern jährlich 25,000 Lot Samen 
im Wert von 137,800 Mk. Außerdcnl 
werden jährlich 150,000 Stück junge Geor- 
glncn, 160,000 Nelken, 120,000 Edclrosen 
und andre Blumcn, wie Orchideen. Pe 
largonien, Vcrbeuen rc., in Millionen 
versandt. Für Leinen- und Papierbeutel 
zur Sämereicnversendung werden jährlich 
32,000 Mk. ausgegeben, getrocknete Blu 
men in Bouquets nach allen Weltteilen, 
namentlich nach Südamerika, exportiert. 
Die Gemüsegärtnerei versorgt Hatte, Leip 
zig, Berlin, Magdeburg, Dresden, Kassel 
ii- a. jährlich mit über 10,000 Schock Blu 
menkohl, 50,000 Bündelchen Bruuuen- 
We, 21,300 @cW%ßMm9 , 380 Gtr. 
Spargel, 50,400 Schock Gurken. 
Eric, der südlichste der fünf großen 
kanadischen Seen in Nordamerika, an der 
Nordgrenze der Vereinigten Staaten gegen 
Oberkanada, 395 km lang, 100 km breit 
28,400 qkm (515 OM.) groß. Die Schiff 
ahrt ist wegen der großen Anzahl von Fel 
sen gefährlich; auch fehlt es au guten Häfen. 
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