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Hawaii — Helder.
Baumwolle, Farbholzextrakt, lithogra
phische Steine, Steinkohle (zusammen
30Mill. kg).— Über H. wanderten 1880
direkt 10,757 Deutsche aus. — Wcchsel-
und Geldkurse wie in Paris; H. notiert
auch einen Kurs auf New Pork.
Hawaii (Sandwichinseln), unab
hängige Gruppe im nördlichen Großen
Ocean, 17,008 qkm (309 OM.) mit (1878)
57,985 Einw., bestehend aus:
QKiloin. QM. Bewohner
Hawaii . . . 11350 206 17034
Oahu .... 1680 23 20236
Kauai. ... 1418 30 5 634
Maui .... 1268 26 12109
ferner Molokai, Lanai, Niihau. Die Cinge-
bornen (»Kanaka«) zahlen 44,088 (1872:
49,044), Chinesen 5916,Amerikaner, Eng
länder, Portugiesen, Deutsche rc. zusam
men 4561. — Handelsartikel sind in der
Einfuhr: Maschinen undGeräte, Provisio
nen, Kleider rc.; in der Ausfuhr(1878):
Zucker 38431458 Pfd.
ilici 3 . 5552659 -
Wolle 522757 -
Häute 89834000 Stück
Talñ. . 239941 Pfd.
Pulu. . 212740 -
Mit den Vereinigten Staaten besteht ein
Rcciprocitätsvertrag. Es liefen 232 Han
delsschiffe von 163,400 Ton. ein, davon
3 deutsche von 2408 T.; die Handelsflotte
zählte 55 Schisse (5 Dampfer) von 8000
T. Die Walfänger zählten 27 Schiffe
von 8239 T. — Zwei Eisenbahnlinien
sind vollendet: auf Hawaii 8 km, auf
Mani 4,8 km, auf letzterm die Telegra
phenlinie Wailuku-Lahaina 64 km. Die
Post beförderte 1878—79: 101,512 an
gekommene interne und 89,054 abgegan
gene internationale Sendungen. — Fi
nanzen. Der Staatshaushalt 1878 zeigte
in Einnahme 4,606,852 Mk., Ausgabe
4,441,888 Ws., @t<wtëfcWb 1,779,200
Mk. — Hauptstadt ist Honolulu (s. d.).
Hayti, Negerrepublik auf der westlichen
kleinern Hälfte der Insel H., 23,911 qkm
(434,25 QM.) mit ca. 550,000 Einw., da
von 8 /io Neger. — Produktion. Die
einst blühende Plantagenwirtschaft und die
Viehzucht sind sehr hcrnntcrgekommcn, die
Mineralschätze liegen brach, und der große
Waldreichtum wird nur ungenügend aus
gebeutet. Der Gewerbsleiß ist sehr unbedeu
tend. Gebaut werden: Kaffee, Kakao und
Baumwolle. Ausgeführt werden: nament
lich Kaffee (Ernte 1876—77: 620,000
Ctr.), Blauholz, Mahagoniholz, auch Ka
kao, Baumwolle, Häute, Honig, Wachs.
Es wertete 1877: die Einfuhr 32,3, die
Ausfuhr 31,8 Mill. Mk. Eingeführt
werden namentlich Lebensmittel und Jn-
dustrieerzeugnisse, beides in wachsender
Menge von den Vereinigten Staaten.
Die hervorragendsten Häfen sind: die
Hauptstadt Port au Prince, Kap Hay-
tien, Aux Cayes, Gonaives und Iac-
mcl. 1879 liefen in sämtlichen Häsen
ein: 1028 Schiffe von 628,432 Ton.,
davon 503 Dampfer von 518,712 T.,
aus: 1038 Schiffe von 624,495 T., da
von 510 Dampfer von 512,359 T. —
Konsuln. Das Deutsche Reich unterhält
einen Berufskonsul in Port au Prince,
zu dessen Ressort die Konsulate von Aur
Cayes, Kap Hayticn, Gonaives, Jacmcl
und die Konsnlaragentur zu Port de Pair
gehören. — Die Fi nanzen haben sich ge
gen früher gebessert, stehen aber keineswegs
gut. Die Einnahmen betrugen 30. Sept.
1877:16,7 Mill. Mk., davon Einfuhrzölle
4,9, Ausfuhrzölle 6 Mill. Mk.. die Aus
gaben: 16,i Mill. Mk.; die Schuld betrug
56 Mill. Mk. (davon 28 Mill, für Papier
geld und 28Mill. für eine französische An
leihe). — Geld. Mau rechnet nach Pesos
oder Piastern; die Landeövaluta ist durch
amerikanische Silbcrstücke zu V-Doll. und
darunter vertreten. Im großen Handel
stellt man die Preise in spanischen Silber
piastern (—4,sMk.). DasWechselrecht
ist das französische.—Maßen.Gewichte
sind die alten Pariser, für Flüssigkeiten das
englische Gallon; auch sind das englische
Pard und die Brabantcr Elle im Gebrauch.
Heidelberg, Hauptstadt des gleich
namigen bad. Kreises, am Neckar und der
H.-Würzburger und Mannheim-Baseler
Eisenbahn (durch Tunnel verbunden);
(1880)24,530 Einw. Handelskammer; Gc-
werbebank (eingetragene Genossenschaft),
Rheinische Kreditbankfiliale; bedeutende
Bierbrauereien, Fabriken für Tabak, Ul
tramarin, Leder rc., lebhafter Buch-, Wein-,
Tabak- und Hopscnhaudel.
Helder (de Helder), Stadt auf der
äußersten Spitze der uiederläud. Provinz