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Kaiserslautern — Kalkutta.
den; (1877) 327,462 Einw. (darunter ca.
20,000 Fremde). Deutsches Berufskousu-
lat; Münzstätte; gemischtes Handelsge
richt; Zollamt (seit März 1831); Anglo-
Egyptian Banking Co., Bank of Alexan
dria, Bank of Egypt, Banque Ottomane,
Credit Lyonnais. Die Hafenstadt ist Bu
la k. — Platz geb räu ch e. Die Verkäufe
erfolgen fast nie auf bare Zahlung, oft auf
6 Monate Kredit und in Form von Kon
trakten auf Stempelpapier; doch werden
die stipuliertcn Termine sehr häufig nicht
eingehalten. Die Verkäufe ansässiger eu
ropäischen Kaufleute werden durch Mäkler
betrieben (1 Proz. Courtage).
Kaiserslautern (Lautern), Bezirks
stadt in der bahr. Rheinpfalz, an der Bahn
Mannheim-Neunkirchen; (isso) 26,378
Einw. Handelskammer; Hauptzollamt;
Reichsbanknebenstelle. GroßeKammgar»-
fpinnerei (28,000 Spindeln), Baumwoll-
und Buntweberei, Kattnndrnckerei u. a.
Kalamata, Hauptstadt der griech.Nom-
archie Messenien, 2 lem vom Busen von Ko-
ron, Station der Dampfer des Österreich.-
Ungar. Lloyd; (mo) 6327 Einw. Deut
sches Konsulat (Amtsbezirk: K. nebst dem
sndl. Peloponnes, Spezzin undNauplia);
Griech. Nationalbank. Ein- und Ausfuhr
balancierte in 5,5. Mill. Mk. 1879 ver
kehrte hier 1 deutsches Schiff von 380Ton.
Kale Sultanie, türk. Hafenstadt in
Kleinasien, an der Dardanellenstraße;
Station der Dampferlinien: Österreich.-
Ungar. Lloyd, Comp. Fraissinet (Genua),
Russ.Dampfschiffahrtsges. (Odessa), Mes
sageries maritimes; ca. 4000 Einw. Deut
sches Bernfsvicekonsnlat (Amtsbezirk:
beide Ufer der Dardanellen von Nagara-
Point im N., auf der anatolischen Seite
bis zurBesikabai undTcnedos). 1879 pas
sierte hier ein deutsches Schiff von 813 Ton.
Kalkutta, Hauptstadt'des englisch-ost-
ind. Kaiserreichs sowie insbesondere der
Präsidentschaft Bengalen, links am Hugli,
dem westlichen Hauptarm deö Ganges,
etwa 180 km vom Meer und an der
K. - Lahorbahn; Station der Dampfer-
linien: Österreich.-Ungar. Lloyd, Penin
sular and Oriental Co., British India
Steam Navig. Co., Messageries mariti
mes, Società Nubattino; (1877) 794,645
Einw. Deutsches Konsulat (Amtsbezirk:
die Präsidentschaft Bengalen, die Nord
westprovinzen und die Provinz Andh);
Handelskammer; Börse, Bank of Bengal,
Chartered Bank of India, London and
China, Chartered Mercantile Bank of
India, London and China, Comptoir
d'EScompte de Paris, Dehli and London
Bank, Hongkong and Shanghai Banking
Co. — K. ist Sitz einer bedeutenden In
dustrie; in und um K. sind nicht weniger
als 280,000 Menschen an 4800 mechani
schen Webstühlen beschäftigt, welche ca.
500,000 Ton. Rohmaterial verbrauchen.
An Iutemanufakturen führte K. 1876
für 26,644,000 Mk. aus, während an
roher Jute gleichzeitig für 57,494.00«>Mk.
exportiert wurde. Der Wert des Handels
betrug (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
1875: 381,0 555,0
1876 : 361,1 653,2
Von'Edelmetallen wurden im letztgenann
ten Jahr für 48,3 Mill. Mk. ein- und für
26,8 Mill. Mk. ausgeführt. 1876 waren
bei der Einfuhr Hauptposten: Baumwoll-
gewebe (194,6 Mill.), Robmetalle (27,6
Mill.), Baumwollgarne (22,8 Mill. Mk.),
demnächst geistige Getränke, Salz, Woll-,
Metall-, Seiden- u. Leinenwaren. Haupt-
auSfuhrartikel waren (inMillionenMark):
Opium .
Reis . .
Ölsaaten
Jute . .
Thee
118,7
68.0
58.0
57,4
52,8
Indigo.... 48,2
Bnuinwollwaren 33,i
Jutewaren . . 26,o
Kuhhäute . . . 22,5
Weizen.... 21,2
Der Hafen an der Mündung des Hugli
ist Diamond Harbour; die Schiffahrt des
Flusses ist aber schwierig und die Lotsen
gebühren bis zur Stadt hoch, doch hat die
Regierung viel für die Verbesserung der
Flußschiffahrt, Anlage von Landungs
plätzen re. gethan. 1876 gingen (zum
größten Teil unter britischer Flagge)
ein . . 1342 Schiffe von 1214718 Tonnen
aus. . 1355 - - 1206643
Die deutsche Flagge, früher ziemlich zahl
reich vertreten, ist aus den Schisfslisten
geschwunden. Mit dem Innern ist K. durch
zwei Bahnen und die Dampfer ans dem
Ganges und Brahmaputra verbunden,
welche die Landesprodukte nach K. bringen.