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Kolumbien.
Rheinische Eisenbahn . . 690098 Tonnen
Köln-Mindener Eisenbahn 583562 -
Die Post beförderte: Briefpostgegenstände
24,562,126, Sendungen mit deklariertem
Wert von 351,114,654 Mk., Postanweisungen
im Betrag von 70,053,255 Mk.
Telegramme wurden ausgegeben 178,352,
empfangen 207,028. — Kreditwesen.
Die Reichsbankhauptstelle hatte 1880 einen
Gesamtumsatz von 1832 Mill. Akk., davon
Wechselverkehr 614 Mill., Giroverkehr
1186 Mill. Mk. Die Kölnische Privatbank
(Kapital 3 Mill. Mk.) hatte 1879
einen Geschäftsumsatz von 210,960,324
Mk., Notencirkulation 2,245,300 Mk.
Der Schaaffhausensche Bankverein hatte
einen Jahresumsatz von 491,3 Mill. Mk.,
die Kölnische Gewerbebank (eingetragene
Genossenschaft) von 82,258,266 Mk. rc.
Von andern Geldinstituten sind nennen:
Kölnische Wechsler- und Kommissionsbank,
Bank für Rheinland und Westfalen
, Rheinisch - Westfälische Genossenschaftsbank,
Rheinische Volksbank; Concordia
(Lebensversicherung), Colonia
(Feuerversicherung), Agrippina (Transportversicherung),
Rhcnania (Tranöportund
Unfallversicherung), Kölnische Hagelversicherungsgesellschaft.
— Platzgebräuche.
Man verkauft Getreide (nicht
Reis), Hü lsensrüchte, Samen, Rübkuchen,
Spiritus, Branutwein, Olivenöl (nicht
Provencer), Rüb-, Lein- und Hanföl,
Schmalz und Talg gegen bar, alles übrige
auf 2 Monate Kredit oder gegen bar mit 1
Proz. Diskont. Wechselkurse notiert
man auf: Amsterdam und Rotterdam,
Antwerpen und Brüssel, Augsburg, London,
New Pork, Paris, Wien.
Kolumbien (Vereinigte Staaten
von Colombia, ehemals Ncugranada),
Födcrativrepublik im nordwestlichsten
Teil von Südamerika, 748,850
qkm (13,600 OM.) mit (i870) 2,774,000
Cinw., itisi. Panamá (s. d.) 830,673
qkm (15,086 OM.) mit (1877) 2,999,000
Cinw. (1,600,000 Weiße und Mestizen,
500,000 Ladinos oder Mischlinge von
Weißen mit Indianern, 500,000 Zambos
oder Mischlinge von Weißen mit Negern,
500,000 wilde Indianer, Rest Neger).—
Von Produkten sind wichtig: Chinarinde,Kautschuk,
Brasilholz, vegetabilisches
Elfenbein,Gummiarten, Balsam,Vanille;
angebaut werden: Kaffee, Tabak, Kakao,
Zucker, Indigo, Baumwolle, von Mineralien
: Gold, Silber, Kupfer, Steinsalz.
An der Küste werden Perlen gewonnen.
Es finden sich viele Hirsche, Tapire, große
Herden verwilderten Rindviehs auf den
Llanos im O.— Von Industrien sind
nur daö Flechten von Panamahüten und
Hängematten sowie das Branntweinbrennen
nennenswert. Der Handel hat bei dem
Mangel an Straßen mit vielen Schwierigkeiten
zu kämpfen, weitaus der wichtigste
Handelsplatz ist Barranquilla (s. d.)
mit seinem Hafen Sabanilla. Mit Ausschluß
von Kolon u. Panamá wertete 1878 :
die Einfuhr 34,8, die Ausfuhr 49,9 Mill.;
die Einfuhr 1879: 45,4, die Ausfuhr
57,r> Mill. Mk. Davon waren 1878 die
wichtigsten Artikel (in Millionen Mark) :
Einfuhr Ausfuhr
Gewebe . . . 17,o Edelmetalle. . 13,3
Baumaterial . 10,s Chinarinde . . 8,9
Nahrungsmittel 9,8 Kaffee.... 6,o
Leuchtstoffe . . 4,8 Häute.... 3,2
Spirituosen . . 2,8 Tabak.... 2,2
Hausgerät . . 2,a Elfenbeinmasse. l,o
Von der Gesamteinfuhr käm von England
nahezu die Hälfte, nämlich für 16,2
Mill. Mk., von den Vereinigten Staaten
für 3,3 Mill., von Deutschland für 1,7
Mill. Mk. — Konsulate unterhält
Deutschland in: Bogotá (Berufskonsulat),
Barranquilla, Bucaramanga, Medellin,
Panamá,San Jose de Cucuta, ein Vicekonsulat
in Colon (Aspinwall). — Schiffsverkehr
1879: eingelaufen 833 Segelschiffe
von 47,425 Ton. und 459 Dampfer
von 538,148 T. Von Dampferliuien
verkehren in den Häfen Sabanilla, Colon,
Panama, Cartagena: die Hamburg-Amerikanische
Paketfahrt - Aktiengesellschaft,
Hamburg-Südamerikanische Dampfschissfahrtsgesellschaft,
Comp. Générale Transatlantique,
Harrison-Linie, Royal Mail
Steam Packet Co., Westindia and Paciste
Steamship Co. — Von Eisenbahnen
bestehen die Linien: Panamá-Colon
75 km und Sabanilla - Barranquilla
28 km. Die Post beförderte 1878—79
in 146 Anstalten 932,958Briefsendungen,