Full text : Lexikon der Handelsgeographie

24

Aralsee  —  Argentinische  Republik.

Aralsee,  nächst  dem  Kaspischen  Meer
der  größte  Binnensee  Asiens,  östlich  von
senem,  im  turkistanischen  Tiefland,  450
km  lang,  220—300  km  breit;  Flächeninhalt ­
  66,998  qkm  (1217  QM.).  Im
Winter  soll  der  See  nicht  selten  ganz  mit
Eis  bedeckt  sein.  Die  seichten  Küsten  sind
der  Schiffahrt  sehr  nngünstig,  weshalb
der  See  nur  zu  Negierungszwecken  mit
kleinen  Dampfern  befahren  wird.
Arbroath  (spr.  ärbrohth),  Seestadt  in
der  schott.  Grafschaft  Forfar,  an  der  Nordsee ­
  und  an  der  Caledonian-Eisenbahn;
(1875)  20,169  Gimo.  Deutsches  Vicekonsulat:
  Bank  of  Scotland,  Royal  Bank
of  Scotland;  Segeltuch-,  Horn-  und
Lederfabriken,  Schiffbau.  1879  verkehrten
hier  17  deutsche  Schiffe  von  2526  Ton.
Einfuhr  von  Flachs  aus  den  Ostseehäfen.
Archangel,  Hauptstadt  des  gleichnamigen ­
  russ.  Gouvernements,  an  der  Dwina,
45  km  von  ihrer  Mündung  ins  Weiße
Meer;  (i872)  18,268  Gimo,  (davon  94
Proz.Russen).  Deutsches  Konsulat  (Amtsbezirk: ­
  das  Gouvernement  A.);  Kontor  der
Staatsbank;  Handelsgericht.  —  Der  Hafen ­
  ist  durchschnittlich  191  Tage  mit  Eis
bedeckt,  die  Geschästssaison  daher  eine
kurze;  aber  während  derselben  bewegt  auf
dem  Strom  sich  dann  einnngchenrerMenschen-nnd
  Warenverkehr  demHafenzu,  der
seinen  Sammel-  und  Ausgangspunkt  zunächst ­
  in  Ustjug  Wcliki  (an  derMündnng
des  Jug  in  die  Ssuchona)  hat.  Zn  derselben ­
  Zeit  kommen  auch  die  großen  Seeschiffe
nach  A.,  welches  dann  dasLeben  undTreiben
  einer  großen  Seehandelsstadt  zeigt.
1880  verkehrten  hier  757  Schiffe  (107
Dampfer),  davon  137  deutsche.  Am  bedeutendsten ­
  ist  der  Handel  mit  England,
nächstdem  mit  Deutschland  und  Norwegen  ;
1880  war  der  Wert  der  Einfuhr  2,oi,  der
Ausfuhr  34,02  Mill.  Aik.  Hauptposten
bei  der  ersten:  Fische  (%  des  Gesamteinfuhrwerts),
  Maschinen,  Öl,  Salz,  Thee,
Wein.  Aus  Deutschland  kommen  namentlich: ­
  Öl,  Wein,  Kaffee,  Petroleum  (zusammen ­
  für  2,51  Mill.  Mk.).  Hauptartikel
der  Ausfuhr  sind:  Holz  (1879  für  4,5
Mill.  Mk.),  Hafer  (710,000  hl),  Flachs
(9  sm.  kg),  #c#cbc  (5  gm.  kg),
Lein-  und  Hanfsame,  Mehl,  Öltreber  u.a.

Nach  Deutschland  gehen:  Hafer,  Thran.
Teer,  Pech,  Felle.  Wechselkurse,  Platzgebräuche ­
  rc.  wie  in  Petersburg.
Arendal,  Hafenstadt  im  norweg.  Stift
Ehristiansand,  der  Insel  Tromsö  gegenüber; ­
  (1876)  4132  Gimo.  Deutsches  Konsulat ­
  (Amtsbezirk:  Zollstättedistrikt  A.).
In  der  Nähe  Eisengruben.  Holzhandel.
A.  besaß  1876  eine  Handelsflotte  von  365
Segelschiffen  von  139,295  Ton.  und  8
Dampfern  von  568  T.  Es  liefen  1879  ein:
33  deutsche  Schiffe  von  1914  T.
Arenöburg,  befestigte  Hafenstadt  der
russ.  Insel  Ösel  (Livland);  (1867)  32  56
Gimo.  Deutsches  Vicekoufulat  für  Öfel.
Arequipa  <spr.  -kihpa),  Stadt  in  Peru,
wichtig  für  den  Transithandel  mit  dem
peruanisch-bolivian.  Hinterland,  meist  in
Händen  europäischer  Kaufleute,  an  der
Eisenbahn  Mollendo-Puno;  (i876)  29,237
Gimo.  Sitz  eines  deutschen  Konsuls  und
der  Banco  del  A.  Seehäfen  für  A.  sind
Mollendo  und  Islay.  Die  Wechselkurse ­
  auf  London  (90  Tage  nach  Sicht)
richten  sich  nach  den  Silberpreiscn,  da  die
Eingebornen,  welche  ausschließlich  die
Wolle  liefern,  Banknoten  nicht  nehmen.
Platzgebräuche  rc.  wie  in  Lima.
Arezzo,  Hauptstadt  der  gleichnamigen
ital.  Provinz,  an  der  Bahnlinie  Florenz-Nom;
  (1878)  39,194  Gimo.  Ressort  des
deutschen  Konsuls  in  Florenz;  Seidenzucht
und  Manufakturen,  Nach  Deutschland
gingen  1879:227,379  kg  Kolonialwaren.
Argentinische  Republik  (früher  Bereinigte ­
  Staaten  des  Rio  de  la
Plata),  südamerikan.  Staatenbund.  ca.
2.258.000  qkm  (41,000  22)1.),  in«.  Patagonien ­
  3,051,706  qkm  (55,422  QM.),  mit
zusammen  (i860)  1,877,490  Gimo.;  doch
schätzt  man  jetzt  die  Bevölkerung  auf
2.400.000  Seelen.  Die  Ein  w  ande  r  u  n  g
ist  fortwährend  eine  starke  gewesen,  1873
erreichte  sie  die  höchste  Ziffer  mit  76,332
und  fiel  dann  bis  1877  auf  29,000;  1878
hob  sie  sich  wieder  auf  38,875  und  1879
auf  50,205.  Die  Zahl  der  Fremden
schätzte  man  1877  auf  385,000,  davon:

Statten:  .  188000
Spanier  .  70500
Franzosen.  60000
Briten  .  .  18500

Schweizer.  10600
Deutsche  .  7500
Österreicher  1600
Andre  .  .  33000
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.