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Njassñ — Norwegen
dit Lyonnais. — Wichtiges Entrepot für
Olivenöl; 1879: Umsatz 11,s Mill. Mk.,
Export nach Deutschland 151,000 kg. —
Bedeutende Fabrikation von Essenzen
(Ausfuhr 1879: 487 kg), daher starker
Blnmenbau. — Einfuhr von Getreide,
Vieh, Butter, Wein (11 Mill. Lit.), Wei
zen (20 Mill, kg), Holz für Fässer und
Steinkohle (15 Mill. kg). 1878 wertete
die Einfuhr 12,8 Mill., die Ausfuhr 12
Mill. Mk. - 1879 liefen 1406 Schiffe
bon 188,659 Ton. ein, 1306 Schiffe von
130,750 T. aus. Zum Hafen gehören 99
Fahrzeuge. — Platzgebräuche. Die
Preise der Ausfuhrwaren verstehen sich
»frei in See«, bei Mandeln für brutto
50 kg, bei Öl für netto 50 kg.
Njassa(Njandscha), Süßwassersee in
Südostafrika, umfaßt bei einer größten
Breite von96 km und einer Länge von ca.
580 km ein Areal von 42,000 qkm (763
OM.). Sein Abfluß ist aus einer südöst
lichen Bucht dcrkataraktcnreichcSchire, ein
Nebenfluß deö Sambesi. Seit 1875 verkehrt
auf ihm ein englischcr(Missions-)Dampfer.
Nordhausen, Kreisstadt int preuh. Re
gierungsbezirk Erfurt (Provinz Sachsen),
an der Halle-N.-Kasseler Eisenbahn, von
welcher hier Linien nach Erfurt und
Northeim abgehen; (isso) 25,900 Einw.
Handelskammer; Produktenbörse; Haupt-
steueramt. — Berühmt sind die B raunt-
w e in b r e n n e r e i c n (69 entrichteten 1879
an Stenern 153,992 Mk.), bedeutend eben
falls die Brauerei (17 Brauereien pro
duzierten 69,695 hl Bier), die Tabak-,
namentlich Kantabakfabrikation, welche
irr 12 Etablissements 1052 Arbeiter, und
die Tapetcnfabrikation, welche 200 Arbei
ter beschäftigt.—Verkehr. Mit der Halle-
Kasseler mid N.-Northeimer Linie wurden
1879:152,642 Ton. Güter cnlpfangen und
69,975 T. versandt, auf der N.-Erfurter
Bahn eillpfailgen 8323, versandt 14,106
T. ohne den Transitverkehr. Die Post be
förderte :2,721,780Bricfpostsk,ldungcn, 59
Mill. Mk. in Briefen und Paketen mit
Wertangabe, 15,3 Mill. Mk. in Postan-
weisullgen.—Kreditwesen. Die Rcichs-
banknebenstelle hatte 1880 einen Gesamt
umsatz von 108,6 Mill. Mk., davor: Wech
selverkehr 40,5 Mill., Giroverkehr 63,6
(Areal, Bevölkerung).
Mill. Mk. Getreide verkauft man für 50
kg, Rüb- und Leinkuchen für das Schock.
Norfolk, Seestadt im nordamerikan.
Staat Virginia, an der Mündling des
Elisabcthslusses in den Jamcöfluß, 11 km
oberhalb der Hampton Road der Chesa-
peakbai gelegen, vermittelst eines durch den
Dismal Swamp führenden Kanals mit
dem Albemarlesnnd und mehreren Eisen
bahnen verbnndcn; (wo) 19,229 Einw.
Ressort des deutschen Konsuls in Rich
mond. Die Ausfuhr (Baumlvolle, Ge
müse, Obst, wilde Enten, Geflügel, Au
stern n. a.) wertete 1876: 28 Mill. Mk.,
die Einfuhr nur 85,600 Mk.
Norrköping (spr. Iiörrdschöping), Fabrik
stadt in Schweden, Ostgotland, unweit des
Meerbusens Braviteli am Motalastrom,
dem Abfluß des Wctterseeö; Station der
Schwedischen Dampfschisfgesellschaft zu
Lübeck; (wo) 27,387 Einw. Deutsches
Konsulat (Amtsbezirk: Provinz Ostgot
land); Akt. Bol. Norrköpings Folkbank,
Dürrfö)). (Suff. @r., ©hub. ßrcb. m. W.
A. K. — Große Schiffswerften mit me
chanischen Werkstätten (hier siild die schwe
dischen Monitoren, die neuen Dampfkano-
ncnbootc und eine Menge andrer Dampf
schiffe gebaut worden); Baumwollspinne
reien und-Webereien, Zucker-, Tabak-und
Papierfabrikeil re. - N. besitzt28 Fahrzeuge
(9 Dampfer) für inländische Fahrt. 1878
liefen ein: 275 Schiffe von 52,914 Ton.
(34 Schiffe von 4026 T.), aus: 248 Schiffe
von 47,814 T. Die Einnahme der Zoll-
station betrug 1877:1,082,202 Mk. Ein
geführt werden: Baumwolle,Kaffee,Zucker,
dann Reis, Tabak, Wolle, Wein re.; Aus
fuhr : Hafer,Planken,Zündhölzer, dannEi-
sen, Stahl, Kupfer, Bier, Baumwollgewebe.
Norwegen (Norge), Königrelch, mit
Schweden (s. d.) unter Einem König
vereinigt, hat ein Areal von 318,195 qkm
(5778 OM.) mit (W5) 1,806,900 (Hmr.,
für Ende 1878 auf 1,891,000 berechnet.
Es hat somit die geringe Volksdichtigkeit
von nur 316 auf I QMeilc. Die Aus
wanderung ist eine außerordentlich
große und zunehmende; es wanderten aus
1836—45 : 6200 | 1856—65: 33350
1846-55: 32270 | 1866-75: 125000
1876 : 4355, 1877 : 3229, 1878: 4818