Österreich - Ungarn (Ackerbau).
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Weizen .
Roggen .
Gerste. .
Hafer . .
Mais . .
Halbfrucht
Buchweizen u. Hirse
Zusammen
Österreich Ungam Zusammen
12,3
24.8
15.9
29.9
5.2
3.2
19.4
15.4
10.4
12.5
16,8
3,5
0,8
91,8
78,8
31.7
40,2
26.8
42,4
22,0
3,5
4,0
170,1
In Kroatien und Slawonien soll
Ņļiniinalernte betragen:
Weizen . . . 601700 Hcktol.
Roggen
Gerste.
Hafer.
Mais.
344400
307500
639600
1476000
Zusammen: 3369200 Hektol.
Danach ist das Produktionsquantum in der
westlichen Hälfte größer als in der östlichen,
und auch die relativen Bodenerträge sind in
Österreich erheblich höher als in Ungarn;
aber dennoch bezieht die dichtere industrielle
Bevölkerung Österreichs namhafte Beträge
von der agrikolen Bevölkerling Ungarns.
Darüber hinaus sind aber in der "Regel
Überschüsse zur Ausfuhr ins Ausland geblieben
; 1874 zeigte allerdings einen Mehrimport
von 5,838,000 Etr. Ein Mehrimport
von Roggen und Mais hat auch
ziemlich häufig stattgefunden. 1871 hatte
der Umsatz im Getreidehandel 164,6 Mill.
Mk. betragen, drei Jahre später war derselbe
auf 290,67 Mill. Mk. gestiegen und
erreichte 1880 den Wert von 372,a Mill.
Mk. und zwar (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
Getreide und Hiilfcnfriichtc 104,9 150,o
Mahlprodukte. ... . 22,5 94,o
Zusammen: 127,4 244,9
Diese Werte, welche eine Einfuhr von
8.306,726, eine Ausfuhr von 8,719,292
Etr. repräsentieren, verteilen sich auf folgende
Hauptposten (in Millionen Eentìì^v):
Einfuhr Ausfuhr
Weizen. . -
Roggen . .
Gerste . . .
Hofer . . .
Mais . . .
Mahlprodukte
2,94
1,09
0,34
0,18
2,63
0,8«
1,89
0,64
2,22
0,71
0,53
1,41
Zusammen: 7,98 7,4o
Die Ausfuhr nach Deutschland auf der
Donau und Eisenbahn ist eine sehr beträchtliche.
Allerdings besteht dieselbe nicht
allein in den Produkten des Landes, sondern
auch in den Ernteergebnissen der
untern Donauländer. Eine Specialität
Österreich-Ungarns aber ist der Mehlhandel,
indem es durch seine vorzüglichen
Mahlprodnkte auf allen Märkten erfolgreich
aufzutreten vermag. Der Handel mit
Deutschland, welcher gegen die Vorjahre
sehr bedeutend gefallen war, betrug 1880
(mio,met): sw#,
Weizen 17705 83263
Roggen 13133 63420
Gerste 1942 151473
Hafer 4729 57474
Mais 427 19472
Hlllsenfriìchte ... 1046 15619
Mehl 30944 22616
Malz 375 33428
Reis undMaiö werden am meisten in Ungarn
und Kroatien-Slawonien gebaut.
— Hinsichtlich des Kartoffelbaus
nimmt Ö. unter den europäischen Staaten
die vierte Stelle ein; die Ernte von
1878 berechnet man auf 91,8 Mill. hl.
Die Sudetenländer, Galizien, Niederösterreich,
Nordungarn sind die vornehmsten
Produktionsgebiete. Indessen deckt der
Ertrag den Bedarf doch nicht immer, und
eine Mehreinfuhr findet statt; 1880 aber
betrug die Einfuhr 139,047, die Ausfuhr
127,928 Etr.
Flachs und Hanf werden in allen
Ländern der Monarchie gebaut, doch ist
im österreichischen Staatsgebiet der Flachs,
im ungarischen der Hanf überwiegend.
Mit Flachs waren 1878 bestellt 94,431 ha,
welche einen Ertrag von 40,630 Ton.
gaben. Diese Produktion genügt den Bedürfnissen
der Industrie nicht, welche sich
namentlich in Böhmen (im Reichenberger
Handelskammerbezirk, auf den 63 Proz.
aller Spindeln des Reichs einfallen) stark
entwickelt hat; Trautenau ist dort Centralpunkt.
So wurden 1880 noch 236,645 Etr.
Flachs importiert und nur 44,181 Etr.
exportiert. Die Hanfspinnerei wird in der
Regel in den Flachsgarnspinnereien betrieben,
doch spielt diese Industrie in Triest
eine wichtige Rolle, und für Jute besteht