Full text : Lexikon der Handelsgeographie

Österreich  -  Ungarn  (Ackerbau).

361

Weizen  .
Roggen  .
Gerste.  .
Hafer  .  .
Mais  .  .
Halbfrucht
Buchweizen  u.  Hirse
Zusammen

Österreich  Ungam  Zusammen

12,3
24.8
15.9
29.9
5.2
3.2

19.4
15.4
10.4
12.5
16,8
3,5
0,8

91,8

78,8

31.7
40,2
26.8
42,4
22,0
3,5
4,0
170,1

In  Kroatien  und  Slawonien  soll
Ņļiniinalernte  betragen:
Weizen  .  .  .  601700  Hcktol.

Roggen
Gerste.
Hafer.
Mais.

344400
307500
639600
1476000

Zusammen:  3369200  Hektol.
Danach  ist  das  Produktionsquantum  in  der
westlichen  Hälfte  größer  als  in  der  östlichen,
und  auch  die  relativen  Bodenerträge  sind  in
Österreich  erheblich  höher  als  in  Ungarn;
aber  dennoch  bezieht  die  dichtere  industrielle
Bevölkerung  Österreichs  namhafte  Beträge
von  der  agrikolen  Bevölkerling  Ungarns.
Darüber  hinaus  sind  aber  in  der  "Regel
Überschüsse  zur  Ausfuhr  ins  Ausland  geblieben ­
  ;  1874  zeigte  allerdings  einen  Mehrimport ­
  von  5,838,000  Etr.  Ein  Mehrimport ­
  von  Roggen  und  Mais  hat  auch
ziemlich  häufig  stattgefunden.  1871  hatte
der  Umsatz  im  Getreidehandel  164,6  Mill.
Mk.  betragen,  drei  Jahre  später  war  derselbe ­
  auf  290,67  Mill.  Mk.  gestiegen  und
erreichte  1880  den  Wert  von  372,a  Mill.
Mk.  und  zwar  (in  Millionen  Mark):
Einfuhr  Ausfuhr
Getreide  und  Hiilfcnfriichtc  104,9  150,o
Mahlprodukte.  ...  .  22,5  94,o
Zusammen:  127,4  244,9
Diese  Werte,  welche  eine  Einfuhr  von
8.306,726,  eine  Ausfuhr  von  8,719,292
Etr.  repräsentieren,  verteilen  sich  auf  folgende ­
  Hauptposten  (in  Millionen  Eentìì^v):
  Einfuhr  Ausfuhr

Weizen.  .  -
Roggen  .  .
Gerste  .  .  .
Hofer  .  .  .
Mais  .  .  .
Mahlprodukte

2,94
1,09
0,34
0,18
2,63
0,8«

1,89
0,64
2,22
0,71
0,53
1,41

Zusammen:  7,98  7,4o

Die  Ausfuhr  nach  Deutschland  auf  der
Donau  und  Eisenbahn  ist  eine  sehr  beträchtliche. ­
  Allerdings  besteht  dieselbe  nicht
allein  in  den  Produkten  des  Landes,  sondern ­
  auch  in  den  Ernteergebnissen  der
untern  Donauländer.  Eine  Specialität
Österreich-Ungarns  aber  ist  der  Mehlhandel,
  indem  es  durch  seine  vorzüglichen
Mahlprodnkte  auf  allen  Märkten  erfolgreich ­
  aufzutreten  vermag.  Der  Handel  mit
Deutschland,  welcher  gegen  die  Vorjahre
sehr  bedeutend  gefallen  war,  betrug  1880
(mio,met):  sw#,
Weizen  17705  83263
Roggen  13133  63420
Gerste  1942  151473
Hafer  4729  57474
Mais  427  19472
Hlllsenfriìchte  ...  1046  15619
Mehl  30944  22616
Malz  375  33428
Reis  undMaiö  werden  am  meisten  in  Ungarn ­
  und  Kroatien-Slawonien  gebaut.
—  Hinsichtlich  des  Kartoffelbaus
nimmt  Ö.  unter  den  europäischen  Staaten ­
  die  vierte  Stelle  ein;  die  Ernte  von
1878  berechnet  man  auf  91,8  Mill.  hl.
Die  Sudetenländer,  Galizien,  Niederösterreich, ­
  Nordungarn  sind  die  vornehmsten
Produktionsgebiete.  Indessen  deckt  der
Ertrag  den  Bedarf  doch  nicht  immer,  und
eine  Mehreinfuhr  findet  statt;  1880  aber
betrug  die  Einfuhr  139,047,  die  Ausfuhr
127,928  Etr.
Flachs  und  Hanf  werden  in  allen
Ländern  der  Monarchie  gebaut,  doch  ist
im  österreichischen  Staatsgebiet  der  Flachs,
im  ungarischen  der  Hanf  überwiegend.
Mit  Flachs  waren  1878  bestellt  94,431  ha,
welche  einen  Ertrag  von  40,630  Ton.
gaben.  Diese  Produktion  genügt  den  Bedürfnissen ­
  der  Industrie  nicht,  welche  sich
namentlich  in  Böhmen  (im  Reichenberger
Handelskammerbezirk,  auf  den  63  Proz.
aller  Spindeln  des  Reichs  einfallen)  stark
entwickelt  hat;  Trautenau  ist  dort  Centralpunkt. ­
  So  wurden  1880  noch  236,645  Etr.
Flachs  importiert  und  nur  44,181  Etr.
exportiert.  Die  Hanfspinnerei  wird  in  der
Regel  in  den  Flachsgarnspinnereien  betrieben, ­
  doch  spielt  diese  Industrie  in  Triest
eine  wichtige  Rolle,  und  für  Jute  besteht
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.