5087 Protestanten, 498 Juden, 49,466
andre. Von 18,082 Europäern waren
Italiener 6990, Franzosen 2647, Spanier
1699, Deutsche 1672.
In dem oben Küstenstrich liegen die
Handelsstädte; angebaut ist der Westabhang
der Andes, auf dem kalten Hochland
wird Bergbau betrieben, auf dein unbebauten
fruchtbaren Osthang gewinnt man
Chinarinde und Koka. Die Industrie ist
nicht nennenswert. Sehr wichtig ist aber
der Bergbau auf Edelmetal le. Von
1833—75 wurden Gold und Silber im
Wert von 6,076,264,500 Mk. gewonnen,
davon Silber 5,619,960,000 Mk. Vornehmlich
wichtig sind die Silberminen
bou Cerro de Paseo; andre Metalle sind
Kupfer und Quecksilber, weit wichtiger
aber sind Salz, Salpeter und Guano.
Die beiden letzten Produkte bilden jetzt den
wertvollsten Teil der Ausfuhr. Der Handel
befindet sich durchaus in fremden
(vielen deutschen) Händen. Mit Ausschluß
von Salpeter und Guano wertete
1877 (in Millionen Mark):
Einfuhr . . 96,7, davon deutsch 11,i
Ausfuhr . . 126,6, - - 7,9
Die Ausfuhr von Salpeter betrug
4,580,357 Ctr. (1878: 5,909,113 Etr.),
die von Guano 279,983 Ton. im Wert
von 32,»Mill.Mk. Andre Hauptauöfubrartikel
waren 1877 : Zucker (54,7 Mill,
kg), Baumwolle, Metalle, Salz, Wolle,
Reis und Chinarinde. Der Wert der Ausfuhr
(außer Salpeter imb Guano) verteilte
sich auf nachstehende Hauptgebiete
(in Millionen Mark):
England . . 80,7 I Frankreich . . 13,o
Chile.... 17,o I Deutschland . 7,9
Guano wurde vornehmlich exportiert (in
Millionen Mark) nach:
England . . 12.2 I Deutschland. . 2,6
Belgien ... 4,3 I Verein. Staaten 2,i
Die Einfuhr aus Deutschland besteht vornehmlich
in Baumwott- und Wollwaren,
Bier, Stearinlichten, Lebensmitteln, Mobilicu
und fertigen Kleidern, Steinkohle,
x. - BmicWc
Häfen sind (dem Rang nach): Callao,
%Tica,3q^^^qne,Woacnbo,@d(^bcm),Şu
sagua. In alle 37 Häfen Perus liefen 1877
ein: 9176 Schiffe (5503Da»iPfer) von 7 210 383 Ton
aus: 8696 - (6267 - ) - 7034353 -
unter deutscher Flagge 177 ein, 152 aus;
von deutschen Häfen kamen 35, nach deutschen
Häfen gingen 19 Schiffe. Die Handelsflotte
zählte 1876:147 Schiffe von
49,860 Ton. — Die Länge der Eisenbahnen
1878 war 1852 km; nach Vollendung
des geplanten Netzes wird dieselbe
2740 km betragen. Die Länge der Telegraphenlinien
war 2336 km. '— Deutsche
Konsulate (keine Berufskonsnln) residieren
in: Arequipa, Callao, Jquique,
Tacna; Konsularagentcn in Arica und
Islay. — Banken sind: Banco del Arequipa,
Banco del Callao, Banco Nacional
de Peru, Banco Garantizado, Banco de la
Providencia, Banco de Piura, Banco de
Tacna, von auswärtigen die London Bank
of Mexico and South America. Die erstgenannten
fünf einheimischen Banken
wurden 1875 ermächtigt, ihren Notenumlauf
von zusammen 9,100,000 Soles
(36,4 Mill. Mk.) auf 15 Mill. Soles und
1875 abermals um 5,333,333 Soles zu
vermehren. Die 1878 angefangene Verbrennung
von Papiergeld wurde bald sistiert.
DasWechselrech t basiertauf dem
spanischen. — Die Finanzen, schon vorher
in trauriger Lage (der Staatsbankerott
wurde nur abgewendet durch den Ertrag
der teils verpachteten, teils in Regie
verwalteten Guano - und Salpcterlager),
sind durch den Krieg mit Chile vollends zerrüttet
worden. Nach einer Abrechnung von
1876 betrugen dieCinnahmen266,406,656
m., bie %'nanabcii 260,252,488 3Rf., bie
Staatsschuld 855,530,752 Mk., davon innere
99,8 Mill., äußere 663,7 Mill. Mk.
(wofür Zinsen schon seit 1876 nicht mehr
gezahlt wurden), schwebende 92 Mill. Mk.
Seitdem hat sich der Stand der Schulden
bedeutend erhöht. — Münzen. Mau
rechnet nach Soles zu 100 Centavos; der
Sol — 4 Mk. 20 Pf. Papiergeld sind die
seit Ende 1878 unter Verantwortlichkeit
des Staatsschatzes ausgegebenen Noten
für 81,333,332 Mk., doch werden diese
Noten von den Eingeborncn statt des
Silbergcldö nicht genommen. Das Wert-Verhältnis
zwischen Münzen und Papier
war 1878: nordamerikan. Doppel-Eagle