Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Philippinen — Pisa. 
von Provisionen mit nahezu gleichem 
Wert. In Bezug auf deu Wert uehmeu 
unter den Verkehrsländern die ersten Stel 
len ein bei der Einfuhr: Belgien, Franzö- 
sisch-Westindicn, England, Italien, Cuba, 
Venezuela ; bei der Ausfuhr : England, Bel 
gien, Italien, Cuba, Portugal.—Der Ge 
samtumsatz im Clearinghousebetrugl878: 
6650,70 Mill., 1879: 8420,16 Mill. Mt. 
Philippinen, die nordöstlichste Insel 
gruppe des Ostindischeu Archipels, etwa 
1200 Inseln mit einem Gesamtareal von 
295,585 qkm (5368 D9R.) mit 7,450,000 
Einw., wovon ca. 170,600 qkm (3098 
QM.) mit 1,232,544 Einw. im Besitz der 
Spanier sind. Unter den Einwohnern be 
finden sich 7000 Spanier und Kreolen, 
12.000 Chinesen, 20,000 spanische und 
240.000 chinesische Mestizen. Etwa 5 Vs 
Milt, sind Christen. Deu eigentlichen Kern 
der Inselgruppe bildet die Insel Luzon, 
nächst dieser Mindanao. Hauptpro 
dukte sind: Reis, Zucker, Tabak, Kaffee, 
Manilahanf, Baumwolle, Zimt, Pfeffer, 
Indigo. Gold und Eisen sind überall vor 
handen, auch Steinkohle, Schwefel, Queck 
silber. Ein lebhafter Küstenhandel wird 
von Chinesen betrieben. Der Außenhandel 
nimmt seinen Weg über Ma ni la (s. d.). 
Phönixinseln, s. Polynesien. 
P iarcnza (spr. -tschenndsa), Hauptstadt der 
gleichnamigen ital. Provinz, nahe dem rech 
ten llfer des Po, an derMailand-Ancona- 
bahn; (1878) 31,544 Einw. Ressort des 
deutschen Konsuls in Mailand; Filiale der 
Nationalbank. P. ist wichtig alsEisenbahn- 
station, da sich hier die Bahnen aus deu in 
dustriellen u.volkrcichenOrtcudcrLombar- 
dei, Piemonts und Liguriens zu der großen 
mittelitalienischen Bahnlinie vereinigen. 
Pilla», Vorhafen für Königsberg, El 
bing und Brannsberg, wo die nach ge 
nannten Plätzen bestimmten Seeschiffe 
bleiben oder durch Leichterschiffe gelöscht 
tverden müssen; (i880) 3222 Einw. 1879 
liefen ein : 2147Schiffe von 1,243,112 cbm, 
davon 730 Dampfer von 897,323 cbm; 
aus: 2034 Schiffe von 1,219,954 cbm, 
davon 714 Dampfer von 859,668 cbm. 
Pilsen, Hauptort einer böhm. Bezirks 
hauptmannschaft, an der Mündung der 
Rad busa in die Mies (Beraun), der Böh 
mischen West-, Franz-Josephs-, P.-Pricsc- 
ner und P.-Klattauer Bahn; (isso) 37,593 
Einw. (Deutsche und Tschechen). Han 
delskammer; Filiale der Österr.-Ungar. 
Bank und der Böhm. Eskomptebank. — 
1870 bestanden in P. 703 Gewerb - und 
45 Fabrikunternehmungen, welche 35 
Dampfmaschinen von 406 Pferdekräften 
besaßen, 7211 Arbeiter beschäftigten und 
einen Produktionswert von 21 Mill. Mk. 
ergaben. Zwei berühmte Bierbrauereien 
erzeugen jährlich mehr als 300,000 hl 
Bier, das nach allen Richtungen exportiert 
wird. P. hat vier stark besuchte Messen: 
18.9mg, 1.3»Ii, 26. Mmg., 18. 9tou., 
letztere mit Wollrnarkt, und betreibt Han 
del namentlich mit: Wolle, Bettfedern, Le 
der, Manufakturwaren, Kurz-und Wirk 
waren, Pferden und Hornvieh. 
Pinang (Penang) oder Prince of 
Wales-Insel, zu der britisch-i»d. Ko 
lonie Strait Settlements gehörige Insel, 
an der Westküste der Halbinsel Malakka, 
mit (wo 61,797 Einw., mit Einschluß der 
gegenüber auf dem Festland liegenden Pro 
vinz Wellesley 133,230 Einw., meist Ma 
lay en und Chinesen. Hauptort und Frei 
hafen ist Georgetown auf P. Deut 
sches Konsulat; Chartered Mercantile 
Bank of India, Chartered Bank of India, 
Australia and China. 1879 wertete die 
ems# 87,49m (bw# 692,202)91(5, 
die Ausfuhr (Zinn, Zucker, Pfeffer, Mus 
katnüsse, Nelken, Tapioka, Stuhlrohr, 
Häute, Kautschuk ». a.) 94,-, Mill. Mk. 
Es liefen 1716 Schiffe (27 deutsche) ein 
und 1707 (26 deutsche) aus. 
Piräeuö, der Hafen von Athen (s. d.), 
am Golf von Ägina, Station der Dam 
pfer des Österreich.-Ungarischen Lloyd, 
Messageries maritimes, Società Florio, 
Frayssinet, Khedivie (ägypt.) ; (is7o) 21,618 
Einw. Deutsches Vicekonsulat; Börse. 
1879 verkehrten hier 7657 Schiffe von 
864,610 So». (iW. 183,528%., fm»g. 
161,724 %., ößm'.=u»oar. 108,390 %.). 
Die Lloyddampfer brachten 1879 für 5,i 
Mill. Mk. Waren. Der Verkehr nimmt 
rasch zu, da die Bedürfnisse immer weni 
ger durch Zwischenhändler aus Syra, son 
dern durch direkte Zufuhren gedeckt werde». 
Pisa, Hauptstadt der gleichnamigen
	        
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