411
Rhone.
wichtigste Strom Europas, vou der Quelle
bis zur Mündung 1000 km lang, wovon
auf Deutschland 694,6km kommen. Schiff
bar für Kähne wird der R. schon bei Chur;
alle Schiffahrt wird aber durch den Rhein
fall bei Schaffhansen unterbrochen nub ist
bei dem Kleinen Laufen nur zur Zeit nie
drigen Wasserstands möglich; den Höllen
haken oberhalb Rheinfelden müssen Schiffe
mit größter Vorsicht passieren. Später
stehen der Schiffahrt keine Hindernisse im
Weg; die früher alö gefährlich geltenden
Stellen: Bingerloch, Wilde Gefährt (zwi
schen Bacharach und Kaub) und die Bank
(bei Goar) sind durch Sprengungen ihres
den Verkehr hindernden Charakters be
raubt worden. Für Verbesserungen aller
Art wurden 187o von den einzelnen Ufer-
staaten 4,334,284 Ark. verausgabt und
zwar von Baden 748,424, Elsaß-Lo
thringen 963,840, Bayern 381,170, Hes
sen 121,442, Preußen 1,090,779 und den
Niederlanden 1,028,629 Mk. Die Tiefe dcü
Rheinsbeträgt im normalen Zustand indcr
oberrheinischen Tiefebene 1,5—6, zwischen
Mainz und Köln 4—5, bei Düsseldorf so
gar 16 m. Das ganze deutsche Rheinge
biet ist für die Schiffahrt nutzbar wie folgt:
Bezeichnung der Wasserstraße
chlsfbarc
Strecke
Rhein (von Konstanz bis Bimmen) . .
Rechtsseitige Nebenflüsse (Neckar, Main-
Linksseitige 'Nebenflüsse (III. Mosel). .
Elsaß-Lothringische Kanäle
Nhcingebiet:
Rheinhäfen sind im Deutschen Reich:
Kehl, Maran, Leopoldshafen, Germers
heim, Speier, Mannheim, Ludwigshafen,
Worms, Rosengarten, Gernsheim, Gu
stavsburg, Mainz, Biebrich. Schierstein,
Bingen, Oberlahnstein, Koblenz, Köln,
Neuß, Düsseldorf, Hochfeld, Duisburg,
Ruhrort, Wesel; in den Niederlanden:
Arnheim, Utrecht, Amsterdam, Nim
wegen, Tiel, Bommel, Dordrecht und
Rotterdam. Die Mehrzahl derselben sind
zugleich Winterhäfen. Die Schiffahrt hat
sich seit der Aufhebung sämtlicher Ab
gaben auf dem R. sehr bedeutend gehoben.
Am 23. Juli 1868 trat auf Anregung
Preußens die RheinschiffahrtS-Ceñ
ir alkvm mission in Mannheim zu
sammen, und 17. Okt. 1868 wurde von
den Bevollmächtigten der Uferstaaten eine
Akte unterzeichnet, nach welcher die Schiff
fahrt auf dem R. und seinen Neben
flüssen von Basel bis ins offene Meer,
aufwärts wie abwärts, den Fahrzeugen
aller Nationen gestattet ist. Die Mitglie
der dieser Kommission sind Bevollmäch
tigte von Baden, Bayern, Elsaß-Lothrin
gen, Hesse», Niederlande, Preußen. Der
Davon befahrbar mit Tiefgang von
1,8 m Im 0,75 m
unter
0,75 m
In Kilometern
004.6
1107,o
617.7
370,5
2780,8
436,1
5,2
20,2
63,8
534,8
62,7
387,3
312,8
306,7
1060,0
68,7
804.6
101,4
474,7
127,1
400,6
174,8
711,8
Verkehr auf dem R. ist fortwährend, im
3# 1878 geme» 1877 »m 13,870,425
Ctr. und, wenn der Verkehr der unmittel
bar am R. bei Duisburg gelegenen Fabri
ken für 1878 mit einbegriffen wird, sogar
um 17 Mill. Ctr., gestiegen, d. h. beträgt ca.
168 Mill. Ctr. Der Verkehr aus Deutsch
land nach den Niederlanden und Belgien
bezifferte sich 1878 auf 40,354,831 Ctr.
und umgekehrt 22,739,634 Ctr. Auf dem
N.verkehrten 1880:2820Segelschiffe und
Schleppkähne, davon 1305 deutsche mit
einer Tragfähigkeit von 5,993,504 Ctr.,
1425 niederländische (4,371,054 Ctr.),
74 belgische (245,809 Ctr.). 10 englische
(19,190 Ctr.),zusammen 10,642,555Ctrg
außerdem 294 Dampfschiffe (155 deutsche,
112 niederländische, 27 belgische). Der
Gesamtverkehr einschließlich der Flöße be
trug 1878: in deutschen Häfen 98,316,814
Ctr., in niederländischen 66,550,936 Ctr.,
an der preußisch-niederländischen Grenze
63,094,475 Ctr. und in den Häfen zu
Mannheim 19,154,145 Ctr. über den N.-
Nhönekanal s. Rhöne.
Rhône, Fluß in der Schweiz und Frank
reich, 812krnlang, entspringt im schweizer.