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Rhone.
wichtigste Strom Europas, vou der Quelle
bis zur Mündung 1000 km lang, wovon
auf Deutschland 694,6km kommen. Schiffbar
für Kähne wird der R. schon bei Chur;
alle Schiffahrt wird aber durch den Rheinfall
bei Schaffhansen unterbrochen nub ist
bei dem Kleinen Laufen nur zur Zeit niedrigen
Wasserstands möglich; den Höllenhaken
oberhalb Rheinfelden müssen Schiffe
mit größter Vorsicht passieren. Später
stehen der Schiffahrt keine Hindernisse im
Weg; die früher alö gefährlich geltenden
Stellen: Bingerloch, Wilde Gefährt (zwischen
Bacharach und Kaub) und die Bank
(bei Goar) sind durch Sprengungen ihres
den Verkehr hindernden Charakters beraubt
worden. Für Verbesserungen aller
Art wurden 187o von den einzelnen Uferstaaten
4,334,284 Ark. verausgabt und
zwar von Baden 748,424, Elsaß-Lothringen
963,840, Bayern 381,170, Hessen
121,442, Preußen 1,090,779 und den
Niederlanden 1,028,629 Mk. Die Tiefe dcü
Rheinsbeträgt im normalen Zustand indcr
oberrheinischen Tiefebene 1,5—6, zwischen
Mainz und Köln 4—5, bei Düsseldorf sogar
16 m. Das ganze deutsche Rheingebiet
ist für die Schiffahrt nutzbar wie folgt:
Bezeichnung der Wasserstraße
chlsfbarc
Strecke
Rhein (von Konstanz bis Bimmen) . .
Rechtsseitige Nebenflüsse (Neckar, Main-Linksseitige
'Nebenflüsse (III. Mosel). .
Elsaß-Lothringische Kanäle
Nhcingebiet:
Rheinhäfen sind im Deutschen Reich:
Kehl, Maran, Leopoldshafen, Germersheim,
Speier, Mannheim, Ludwigshafen,
Worms, Rosengarten, Gernsheim, Gustavsburg,
Mainz, Biebrich. Schierstein,
Bingen, Oberlahnstein, Koblenz, Köln,
Neuß, Düsseldorf, Hochfeld, Duisburg,
Ruhrort, Wesel; in den Niederlanden:
Arnheim, Utrecht, Amsterdam, Nimwegen,
Tiel, Bommel, Dordrecht und
Rotterdam. Die Mehrzahl derselben sind
zugleich Winterhäfen. Die Schiffahrt hat
sich seit der Aufhebung sämtlicher Abgaben
auf dem R. sehr bedeutend gehoben.
Am 23. Juli 1868 trat auf Anregung
Preußens die RheinschiffahrtS-Ceñir
alkvm mission in Mannheim zusammen,
und 17. Okt. 1868 wurde von
den Bevollmächtigten der Uferstaaten eine
Akte unterzeichnet, nach welcher die Schifffahrt
auf dem R. und seinen Nebenflüssen
von Basel bis ins offene Meer,
aufwärts wie abwärts, den Fahrzeugen
aller Nationen gestattet ist. Die Mitglieder
dieser Kommission sind Bevollmächtigte
von Baden, Bayern, Elsaß-Lothringen,
Hesse», Niederlande, Preußen. Der
Davon befahrbar mit Tiefgang von
1,8 m Im 0,75 m
unter
0,75 m
In Kilometern
004.6
1107,o
617.7
370,5
2780,8
436,1
5,2
20,2
63,8
534,8
62,7
387,3
312,8
306,7
1060,0
68,7
804.6
101,4
474,7
127,1
400,6
174,8
711,8
Verkehr auf dem R. ist fortwährend, im
3# 1878 geme» 1877 »m 13,870,425
Ctr. und, wenn der Verkehr der unmittelbar
am R. bei Duisburg gelegenen Fabriken
für 1878 mit einbegriffen wird, sogar
um 17 Mill. Ctr., gestiegen, d. h. beträgt ca.
168 Mill. Ctr. Der Verkehr aus Deutschland
nach den Niederlanden und Belgien
bezifferte sich 1878 auf 40,354,831 Ctr.
und umgekehrt 22,739,634 Ctr. Auf dem
N.verkehrten 1880:2820Segelschiffe und
Schleppkähne, davon 1305 deutsche mit
einer Tragfähigkeit von 5,993,504 Ctr.,
1425 niederländische (4,371,054 Ctr.),
74 belgische (245,809 Ctr.). 10 englische
(19,190 Ctr.),zusammen 10,642,555Ctrg
außerdem 294 Dampfschiffe (155 deutsche,
112 niederländische, 27 belgische). Der
Gesamtverkehr einschließlich der Flöße betrug
1878: in deutschen Häfen 98,316,814
Ctr., in niederländischen 66,550,936 Ctr.,
an der preußisch-niederländischen Grenze
63,094,475 Ctr. und in den Häfen zu
Mannheim 19,154,145 Ctr. über den N.-Nhönekanal
s. Rhöne.
Rhône, Fluß in der Schweiz und Frankreich,
812krnlang, entspringt im schweizer.