Sabanilla — Sachsen.
439
33,755 Ton. n. 2807 unbetabene, zu Berg:
3400 belatene Schisse mit 57 7,530 T.
Sabanilla (Sabanilla, spr. -illja),
Hafenstadt in der südamerikan. Republik
Kolumbien, an der Mündnng des Mag-
dalenenstroms ins Karibische Meer und
der Bahn S.-Barranquilla; Station der
Dampferlinien: Hamburg-Amerikan. Pa-
ketsahrtaktienges., Royal Mail Steam
Packet Co., Comp, géilérale transatlantr-
gne, Harrison-Linie (Liverpool), Rotterda-
mer Lloyd, Westindia and Pacifie Steam
ship Co.: (1870) 11,595 Einlv.—Die Aus
fuhr wertete 1879: 41,c Mill. LNk. und
bestand in: Gold und Silber 13,9 Mstl.,
Chinarinde 11,8, Kaffee 5,9 Mill. Mt.,
Tabak, Häuten, Rindvieh u. a. Sie ging
meist nach London, New York, Bremen
(2,8 Mill.), Hamburg (1,4 Mill.); die
Ausfuhr nach Deutschland nimmt ab. Die
Einfuhr (gewebte Stosse, ^Nahrungsmit
tel, Spirituosen) wertete 1879: 33,i Mill.
Mk., davon deutsch 2,2 Mill. Mk. Die
Zölle sind kürzlich um 40 Proz. erhöht
worden. 1880 liefen 32 deutsche Schiffe
(23 Dampfer von 40,908 Ton. und 9
Segelschiffe von 2121 T.) ein.
Sachalin, rusf. Insel im Ochotökischen
Meer, vor der Mündung des Amurflns-
ses; 03,000 qkm (1155 QM.) mit (1878)
1000 Einw. Die Insel hat mächtige Koh
lenlager , der Ertrag an Getreide ist aber
unsicher und eine Zufuhr unerläßlich.
Sachsen, Königreich in Mitteldeutsch
land, seiner Bevölkerung nach der dritte,
seinem Flächeninhalt nach der fünfte
Staat des Deutschen Reichs; 14,993 qkm
(272,28 QM.) mit (isso) 2,970,220, da
gegen 1875: 2,760,580 Einw. ES hat
somit die dichteste Bevölkerung unter allen
deutschen Staaten (184 auf den QKilo-
meter). Dem Bekenntnis nach zählte
Man 1875: 2,604,341 Lutherische, 73,349
Römisch-Katholische, 9851 Reformierte rc.
In der nördlichen Lcuksitz wohnen noch
50.727 Wenden. Ausgewandert sind
1879:1689 Personen. — Produktion.
Vvn dem Gesamtareal sind 54,3 Proz.
Acker und Gärten, 13,5 Proz. Wiesen
"»b 2Beibe,i, 27,7 #03. %oi#nb iwb
nur 1,4 Proz. Ödland. Die L a n dw lr t -
schaft, gesördert durch fünf landwirt
schaftliche Kreisvereine und 400Zweigver
eine, steht ans hoher Stufe; bestellt waren
1878 mit Roggen 223,074 ha, mit Ha
fer 174,011, mit Kartoffeln 114,705, mit
Weizen 45,573, mit Gerste 35,408 ha.
Von Handelspflanzen nahmen Ölsaaten
5310 ha, Flachs 4904 ha ein. — Die
Viehzählung 1873 ergab: 115,607
mrbc, 647,074 Dünbcr, 200,830 Gd^ifc
und 301,091 Schweine. Ein Landgestnt be
steht zu Moritzburg, Stammschäfereien an
mehreren Orten ; doch ist dieSchafzncht sehr
heruntergegangen. Wollmärkte finden zii
Leipzig, Dresden, Bautzen und Reichen-
bach statt. — Das W a l d a r e a l (418,124
ha) ist zwar ansehnlich, doch bedarf S. be
deutender Einfuhren aus Böhmen (Elbe)
und Preußen. — Der Bergbau ist be
deutend. Von Steinkohlen (Becken von
Zwickau und Lilgau, Becken des Plaui-
schen Grundes) wurden 1879 gesördert
3,310,653 Ton. im Wert von 22,303,835
Mk., von Braunkohlen (Grimma, Oschatz,
Bautzen, Zittau) 580,335 T. im Wert
von 1,975,474 Mk. Doch wird sehr viel
Braunkohle aus Böhmen auf der Elbe
und Eisenbahnen eingeführt. Im Erzge
birge waren 1875: 2065 Torfstiche un
Betrieb, welche ca. 10 Mill. Stück Ziegel
ergaben. Vorzügliche Bausteine liefert das
Elbsandsteingebirge; dort gab es 1879:
64 Steinbruchkomplere und 539 Stein
brüche, auö denen jährlich 4 Mill. Ctr.
Sandstein (ca. 750,000 Mk.) verschifft
werden. Der Bergbau liefert ferner Wis-
muh, 8Iei=, @ifcn=, bo# met=
den auch viele fremde (spanische, chile
nische u. a.) Erze verhüttet; der Wert des
sasa
Schwefelsäure 487,102, Kupfervitriol
525,609 Mk. Von Eisenfabrikaten werte
ten Gilßwaren n. Schmelzung 7,410,320,
Schmiedeeisen n. Stahl 1,665,765, Fluß-
eisenfabrikate 1,705,560 Mk. Im Berg
bau, Hütten- und Salinenwesen waren
1875 beschäftigt 32,008 Personen, davon
19,981 in der Kohlenindnstrie. — Wichtig
ist die Fabrikation von Maschinen (Chem
nitz), Thonwaren, Chemikalien (Leipzig).
Obenan unter den Industrien steht in-