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Saint-Pierre et Miquelon — Samanà.
Samt-Pierre et Miquelon lspr.ssäng
pj'ir e inik'lüiiñ), franz. Fischereiniederlas
sung nn südlichen Neufundland; 235 à
(4,3 QM.) mit (1877) 53 38 Einw., wäh
rend des Stockfischfangs (15. März bis 15.
Nov.) über 15,000 Seelen. Die meisten
der von Frankreich eingeführten Waren
werden mit Stockfisch bezahlt; Einfuhr
1877: 7,a, WuSf# 9,2 WW. m.; (g Iic=
feit ein : 1527, aus: 1497 Schiffe. Von
Münzen laufen nordamerikanische und
spanisch-amerikanische um.
Saint-Quentin (spr. ssäng - kangtäng),
Arrondlssementshauptstadt im franz. De
partement Aisne, an der Somme und
am Kanal S., Station der Nordbahn
(Pariö-Brüssel); (mo) 37,980 Einw.
Handelskammer; Filiale der Bank von
Frankreich. S. ist eine der gewerbreichsten
Städte des nördlichen Frankreich und be
schäftigt als Centrum einer ausgebreiteten
Manufaktur-industrie ungefähr 130,000
Arbeiter in ca. 800 Betriebsstätten. Na-
mentlich werden fabriziert: Woll- und
Baumwollgarne und Gewebe, auch Kncker,
Maschinen rc. Ansehnlicher Handel mit
dleseil Erzeugnissen sowie mit Leinen,
Garn, Kurz-, Eisen-, Blech- und Kupfer
waren, Schlachtvieh, Pferden, Getreide rc.
Saint Viuceut (spr. sscnnt wimĢt), brit.
Insel der Kleinen Antillen, 381 qkm
(0,M QM.) mit (1871) 35,688 Eimv. Pro
dukte: Zucker, Rum, Arrowroot, Kakao,
Kaffee, Baumwolle. Wert der Ausfuhr
1878 (worllnter 129,390 Ctr. Kucker)
3,231,140 9%f., bst 3,007,940
Mk. ; Schiffsverkehr 42,000 Ton. Das
Kolonialbudget zeigte eine Einnahme von
576,840, eine Ausgabe von 695,800 Mk.
. Salavcrry, Ausfuhrhafen für Zucker
ui Peru, wovon 1877 exportiert wurden
28 Mill, kg; die GesamtauSfnhr wertete
24,9 Mill.Mk., die Einfuhr 320,392 Mk.,
davon deutsch 30,552 Mk. Schiffsverkehr
311 (4 deutsche) Schiffe von 246,731 Ton.
Salerno, Hauptstadt der gleichnami
gen ital. Provinz, am Nordende des nach
ihr benannten Golfs des Mittelländischen
Meers, durch Eisenbahn mit Neapel ver
bunden; (1878) 30,993 Einw. Ressort des
deutschen Konsuls in Neapel; Handels
kammer, Hauptzollamt; Filiale der Na
tionalbank; Baumwollspinnerei und -We
berei und lebhafter Handel. 1875 liefen
eilt und aus: 272 Schiffe mit 21,637 Ton.
Salomon8insclii(Nengeorgia).I»-
selgruppe im StillenOcean,'zu Melanesien
gehörig, anü sieben großen nnd einerMcngc
kleinerJnseln bestehend, insgesamt43,900
qkm (797,2 OM.) mit ca. 350,000 Einw.
Hauptprodukte sind: Palmen, Brotfrucht,
Zuckerrohr, Harze, Gewürze, wilde
Schweine, Schaltiere, etwas Gold.
Saloniki, Hauptstadt des gleichnami
gen türk. Wilajets im Hintergrund des
Meerbusens von S., an der Bahnlinie S.-
Mitrowitza; ca. 80,000 Einw., worunter
6—8000 Griechen und 50,000 Fildcn (spa
nischer Abkunft). Nächst Konstantiiiopel
und Smyrna ist S. der tviclnigste See
handelsplatz der Türkei. Der Hafen ist
sicher und groß und wird von Schiffen
aller Nationen besucht. Den Handel mit
dem Ausland vermitteln namentlich die
Dampfer der Nederl. Stoomboot Maat-
fWi, bc9 Ößemi^^is^^:U„üar. ^b,
Messageries maritimes, Società Florio
und eine Hamburger Linie. 1874—75
liefen 4397 Schiffe von 253,385 Toil, ein
lind ans. Die Einfuhr, welche früher
noch .bedeutender war, berechnete mail
damals auf 49 Mill. Mk, die Ausfilhr
(Getreide, Baumwolle, Wolle, Seide. Ta
bak rc.) auf 24,7 Mill. Mk.
Salzburg, Hauptstadt des gleichnami
gen Herzogtums im Erzherzogtum Öster
reich ob der Enns, an der Salzach und beit
Eisenbahnen S.-München und S.-Linz,'
(mo) 22,825 Einw. nebst 3400 Mann
Militär. Haiidels- lind Gewerbekammer,
Merkailtil- und Wechselgericht; Gewerb
licher Borschußverein. Die Industrie ist
durch 22 Fabriken, meist in der Umgebung
der Stadt, vertreten. Die wichtigsten voit
ihnen erzeugten Artikel sind: musikalische
Instrumente (Orgclii), Eisenwaren, Mar
morgalanteriewaren, Cement u. a. Der
Handel mit diesen Produkten ist bedeutend.
Samanà, Hafenstadt der westind. Jn-
el Santo Domingo, an der Nordostküstc,
Station der Dampfer der Hamburg-Amc-
rikan. Dampfschiffges. und der Royal Mail
Steam Packet Eo.; 2000 Einw. Ressort
deö deutschen Konsuls in Santo Doniingo.