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Banda — Barbados.
tion von 3,215,789 Pfd. Garn und 17,191
Stück Tüchern), Seidenzwirncrei, Holz
schnitzerei il. «. Von großer Bedeutung
sind der Gemüse- und Hopfenbau sowie
der mit deren Produkten betriebene Han
del. — B. besitzt seit 1830 einen Frei
hafen; der Lndwigskanal hat hier seine
AuSmündung; 1878 kamen in der Rich
tung nach dem Main an 902 Fahr
zeuge mit 82,081,5 Ton. Gütern und 3404
Flöge, in der Richtung nach der Donau
gingen ab 362 Fahrzeuge mit 15,993 T.
Gütern und 102 Flöße, dazu eine Anzahl
unbeladener Fahrzeuge und Flöße. — Die
Eisenbahn hatte 1878 für den Gütertrans
port eine Einnahme von 1,284,264 Mk.
Banda (Bandainseln), niederlän
dische, zu den Molucken gehörige Gruppe,
44 qkm (0,8 QM.) mit ca. 6000 Einw.
Hauptkultur: Muskatnüsse; cs gab 1877 :
270,300 fruchttragende und 205,800 junge
Bäume, von denen man 210,175 kg Nüsse
und 38,487 kg Macis (Blüten) erntete;
Wert der Ausfuhr 4,336,078 Mk.
Bangka, niederländisch -ostind. Insel,
12,681 qkm (230 QM.) mit (we) 69,334
Einw. (darunter 19,532 Chinesen, 216
Europäer). Aus den sehr reichen Zinn-
gruben wurden 1877 durch 8302 Arbeiter
4,282,010 kg Zinn gewonnen, an Pfef
fer 1725 kg. Die Regierung zahlt auf
B. 32—34 Mk. für das Zinn und er
hält im Handel 120 — 140 Mk. dafür.
Bangkok, Hauptstadt des Königreichs
Siam, 63 km von dem Meerbusen von
Siam an beiden Ufern des Menam, Sta
tion der Dampferlinie Società Rubattino;
(1875) 600,000 Einw. (darunter fast die
Hälfte Chinesen, 120 Europäer und 40
Amerikaner). Deutsches Bernfskonsulat
(für das Königreich Siam) ; Börse, Char
tered Bank ofJndia, Australia and China,
Chartered mercantile Bank of India,
London and China, Hauptagentur der Nie
derländisch-Indischen Handelsbank. Der
Menam ist ivcgen einer Barre an seiner
Mündung fürSchiffe mit großemTiefgang
bis B. nicht fahrbar. Sie ankern bei Pak-
nam (ca. 7000 Einw.), wo jedes Schiff
einen Zollbeamten an Bord nehmen muß.
— Der Handel hat nach Abschluß des eng
lisch-siamesischen Vertrags enorm zuge
nommen; 1844 liefen 9,1858 schon 228
fremde Schiffe ein; 1879 liefen ein 565
Schisse von 230,086 Ton., während 566
Schiffe von 237,812 T. ausliefern Unter
den eingelaufenen Schissen waren 59 deut
sche von 29,655 T. mit einem Ladnngswert
von 0,7 Mill. Mk.. unter den ausgelaufenen
63 deutsche von 31,225 T., Ladungswert
5 Mill. Mk.; den größten Teil am Ver
kehr hat aber die englische Flagge, welche
fast die Hälfte des ganzen Tonnengehaltü
und weit über die Hälfte des Handels-
wertö vermittelt. Der Handel ist fast aus
schließlich in den Händen von Chinesen,
wenige Siamesen beschäftigen sich damit.
Die Handclsbewegnng war:
1878 1879
Einfuhr . . 24,4 21.8 Mill. Mark
Ausfuhr . . 87,2 42,8 -
Direkte Einfuhr ans Europa kommt nicht
vor, europäische Manufakte werden über
Singapur eingeführt. Diehauptsächlichstcn
Einfuhrwaren sind: Lcndentücher (2Va
Mill.Mk.), Schillings, andre Zeugwaren,
Bammvollgarn, Opium, Getränke, Mes
sing- und Kupferwaren. Ausgeführt wer
den Landesprodukte und zwar namentlich:
Reis, Zucker, Pfeffer, Sesam, Sapan-
holz, Häute, Kardamomen, ferner Roh
seide, Nutzhölzer, besonders Teakholz, Ko
kosnußöl, Baumwolle, gesalzene Fische,
Hirschgeweihe, Erbsen, Vogelnester, Elfen
bein. — Handelögcbräuche. Produkte
des Landes kauft man gegen bar; Ein
fuhrwaren verkauft man auf 3—4 Monate
Kredit. Siamesen und Chinesen sind aber
schlechte Zahler, obschon die (freilich schlep
pend gehandhabten) Schnldgesetze streng
sind. Ein gesetzlicher Zinsfuß besteht nicht ;
Siamesen und Chinesen berechnen bis 15
Proz., Europäer bis 12 Proz. Zinsen.
Barbados (Barbadoes), britisch-
westind. Insel, die größte und bevölkertste
derWindwardinseln;430 qkm (7,8QM.)
mit 0871) 162,042 Einw. (davon 16,560
Weiße und 145,482 Farbige). Von 1873
bis 1876 wanderten 10,046 Personen ein
und nur 5136 Personen aus. B. ist kahl
und der Boden keineswegs sehr fruchtbar,
es ist aber die gesündefteallerwestindischen
Znseln. — Ausfuhr: Zucker (1876 für
11,403,960 Mk. Rohzucker und 2,172,180