Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Sauft  Thomas  —  San  Lucar  de  Barraineda.

32,399  männlichen  und  8756  weiblichen
Arbeitern,  welche  jährlich  Waren  im  Wert
von  268,2  Mill.  Mk.  produzierten.  —
Die  Bedingungen  für  den  Verkehr.sind
von  Natur  nicht  günstig.  Größere  Schiffe
müssen  in  Kronstadt,  dem  eigentlichen
Hafen  der  Stadt,  bleiben,  da  S.  nur  einen
kleinen  Hasen  für  Kauffahrer  mit  nicht
über  2,3  m  Tiefgang  hat.  Die  Waren
werden  daher  in  Kronstadt  auf  Lichterschiffe
  verladen.  Die  Regierung  unternahm ­
  1874  den  Bau  eines  Seckanals
vom  südlichen  Kronstädter  Fahrwasser  in
gerader  Richtung  zum  Westende  der  Stadt,
von  dessen  Gesamtlänge  von  30  km  über
17  km  auf  den  offenen  Seeteil  desselben
entfallen.  Die  Kosten  waren  auf  19,5
Mill.  Mk.  berechnet,  und  die  Arbeiten  sollten ­
  binnen  sechs  Jahren  beendet  sein.  In
entgegengesetzter  Richtung  soll  daun  auck
die  Krümmung  abgeschnitten  werden,
welche  die  Newa  in  ihrem  untern  Lauf
macht,  und  endlich  ist  durch  die  Gesellschaft ­
  für  das  Entrepot  von  Waren  mit
einem  Gründungökapital  von  18,4  Mill.
Mk.  ein  neuer  Hafen  eingerichtet  worden.
In  der  Stadt  selbst  konzentriert  sich  der
Handel  in  den  Kaufhöfen  (»Gostinnoi-,
Apraxin-,  Tschukin-Dwor«),  im  »Kruglij-Rynvk«
  (runder  Markt)  an  der  Moika,  im
>>Pustoj-Rynok«(leercrMarkt)cnnLitcinij,
im  »Nikolskij-Rynok«  bei  der  Nikolaikirche
und  in  dem  Hauptviktualienmarkt,  der
»Sennaja«  (Neumarkt).  Ein  Pferdeeifenbahunetz
  dehnt  sich  über  die  Inseln  und
selbst  die  weniger  bewohnten  Gegenden  aus.
In  S.  und  Kronstadt  kamen  1880  an:
2889  Schiffe  (1701  Segelschiffe  und  1188
Dampfer),  davon  783  britische,  692  deutsche, ­
  290  dänische,  404  norwegische,  304
schwedischere.,  außerdem  535  Küstenfahrer
(276  Segelschiffe  und  259  Dampfer).  Der
Gesamtwert  der  Einfuhr  wurde  1874  auf
308,5  Mill.  Mk.,  der  Ausfuhr  cuts  86,4
Mill.  Mk.  berechnet.  Seitdem  ist  die  letztere ­
  bedeutend  gestiegen;  1880  waren
Hauptposten  derselben:  Roggen  4  Mill,
kl,  Weizen  0,36,  Hafer  6,7,  Leinsamen  1,8
Mill,  kl,  Flachs  und  Flachshede  37,7
Mill,  kg,  Hanf  3,8,  Ölkuchen  10,9  Mill,
kg,  außerdem  Borsten,  Bretter,  Matten
u.  a.  Eingeführt  wurden  1879  :  Steinkohle

577,6  Mill,  kg,  Eisen  115,2,  Bessemer
schienen  17,5,  Baumwolle  9,3,  Leuchtöl
8,i,  Salz  11,2,  Heringe  6,5  Mill,  kg,  ferner ­
  Wein,  Thee,  Kaffee,  Soda  u.  a.  —
Kreditwesen.  Außer  der  rtissischen
Reichsbank  bestehen  hier:  die  Petersburger
Diskontobank,  Petersburger  Privathan
delöbank,  Russ.  Bank  für  auswärtigen
Handel,  Banque  Internationale  de  Commerce, ­
  Credit  Lyoiluaiö,  Wolga-Kama-Kommcrzbank.
  —  Platzgcbräuchc.
Direkte  Geschäfte  mit  dem  Ausland  sind
selten;  auöläildischc  Kaufleute  halten  hier
Kontore,  welche  Bestellungen  voiil  Auöland
  kommissionöiveise  vollziehen  und  für
Rechnung  russischer  Kaufleute  importieren. ­
  Einfuhnvaren  verkauft  man  gegcil
Wechsel  von  2—12  Monaten,  Ausfuhrwaren ­
  gegen  bar.  Wechselkurse  notiert
man  auf  Amsterdam,  Antwerpen,  Brüssel,
Hamburg,  London,  Paris,  Augsburg,
Konstantinopcl,  Smyrna,  Wien',  Triest
3  Monate,  Berlin  15  Tage  dato.  Amtlich^ ­
  Notierungen  Dienstag  und  Freitag.
SanktThomas.dänisch-westind.Jnsel,
86  qkm  (1,5?  OM.)  mit  (wo)  14,007
Eulw.,  einer  der  Hauptstapelplätze  Weftindienö
  und  Kreuzungspnukt  der  Dampferlinicn:
  Hamburg-Amerikau.  Dampfschiffahrtögesellschaft,
  Compagnie  generale
transatlantique,  Harrifon-Linie  nndWesiindia
  Pacific  Steamship  Co.  (Liverpool),
Royal  Mail  Steam  Packet  Co.  —  1879
liefen  2316  Schiffe  (414  Dampfer)  mit
910,138  Ton.  ein,  davon  201  deutsche  (83
Dampfer)  von  13,042,662  T.  Die  Einfuhr, ­
  welche  gegen  das  Vorjahr  um  beinahe ­
  ein  Drittel  zurückgegangen,  wer-Wel880:
  553,570  Wh,  'bevon  bei#
44,824  Mk.  —  Hauptstadt  ist  Charlotte ­
  -  Amalia.  Deutsches  Konsulat
für  S.  und  Ste.  Croix;  Bank  of  S.,  Colonial ­
  Bank.  —  Mau  rechnet  im  Handel
nach  Pesos;  Wechselrecht,  Maße  und
Gewichte  sind  die  dänischen.  Wechselkurse ­
  notiert  man  ans  London,  Paris,
Bordeaux,  Hamburg,  Kopenhagen,  Amsterdam ­
  90,  New  Pork  60  Tage  nach
Sicht.  Einfuhrwaren  werden  auf  Kredit,
Ausfuhrtvaren  gegen  bar  verkauft.
'  San  Lürar  de  Barramkda,  Hafenstadt ­
  in  der  span.  Provinz  Cadiz,  unweit  der
            
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