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San Luis Potasi — Sansibar.
Mündung des Guadalquivir; (is77) 22,177
Einw.DeutschesVicekonsulat.Weinhandel.
San Luis Potasi, Hauptstadt deö
gleichnamigen meritan. Staats; (isso)
45 000 Einw. DeutschesKonsulat; Han
del mit Vieh, Häuten, Talg.
San Marino, Republik inMcktellta-
Uen unter dem Schutz des Königs von
Italien, 02 qkm (1,12 QM.) mit (1874)
7816 Einw. Staatseinnahmen 1865—72
durchschnittlich 90,050, Ausgaben 87,730
Mk. ; eine Staatsschuld existiert nicht.
San Miguel, eine der Azoren (s. d.).
DeutschesKonsulat. Jährlich laufen ca.300
Schiffe an,1880:8deutsche von8559Tan.
Sannesund, s. Sarpsborg.
San Paolo de Loanda, portng. Be
sitzung in Angola, (Westküste von Afrika).
Deutsches Konsulat.
San Remo, Hafenstadt in der ital.
Provinz Porto Maurizio, an der Bucht
von Genua und der Eisenbahn Genua-
Nizza; (1871) 7927 Einw. Deutsches Bice-
konfulat (Amtsbezirk: das Gebiet zwischen
der französischen Grenze, Savona und
Cuneo); Hauptzollamt, Handelsgericht;
Banca de' Depositi e Sconti.
San Salvador, zwar die kleinste, aber
die am besten kultivierte und am dichtesten
bevölkerte der fünsRepubliken Centralame
rikas; 18,720 qkm (340 QM.) mit (iS78)
482,422 Einw. (Indianer und Mischlinge,
kaum 20,000 Weiße). — Hauptpro
dukte sind: Kaffee, Indigo, Tabak, Reis,
Balsam, Gummi, Käse. Bon Mineralien
gewinnt man Silber; auch Gold, Blei,
Eisen und Kohle finden sich. Wichtig war
früher die Kochenillezucht. — Der Handel
richtet sich hauptsächlich nach England,
Vereinigte Staaten, Frankreich, Deutsch
land. Die Haupthäfen sind: La Union,
La Libertad und Acajutla, welche 1879
von 94 Dampfschiffen von 83,299 Ton.
und 26 Segelschiffen (8 deutschen) von
9866 T. angelaufen wurden. 1879 wer
tete die Einfuhr 10,2 Mill., die Ausfuhr
16,5 Mill. Mk., davon Kaffee 8,7, Indigo
5,7, Rohsilber 7,8, Rohzucker 6,4, außer
dem Mnskovade, Balsam, Reis, Gummi,
Tabak, Silbererze. Bei der Einfuhr
sind Baumwoll- und Kurzwaren Haupt
posten. Der Einfuhrzoll betragt auf fast
sämtliche Waren 60 Proz. voin Werte
der Fakturen, die daher zu fniedrig an
gesetzt werden. Ein- und Ausfuhr gehen
meist nach England. — Ein deutsches
Konsulat besteht in der Hauptstadt
S. mit 20,000 Einw. Eine Bank exi
stiert nicht. — Die Einnahmen betrugen
1876: 7,8 3R(M., bic ÄuS#m 7,4 üm.
Mk. — Man rechnet nach Pesos—4 Mk.
Wechselrecht ist daö spanische, Maße und
Gewichte die alten spanischen: 1 Vara —
84 cm; 1 Quintal zu 4 Arrobas — 46
kg, 1 Fanega — 6 Quintals.
San Sebastian, Hauptstadt der span.
Provinz Guipúzcoa, am Biskayischen
Meerbusen und an der Bahn Palencia-
Bayonne; (is77) 21,355 Einw. Deutsche«
Konsulat; Banco de España Suee. Fa
brikation von Ankern, Segeltuch u. a.
Sansibar (Zanzibar), Sultanat an
der afrikan. Qstküste, umfaßt die gleich
namige Insel und den gegenüberliegen
den Küstenstrich von 10° südl. Br. bis
2° nördlich vom Äquator. Auf der Insel
wohnen 100,000 Einw., meist Neger;
herrschender Stamm sind die Araber.
Städte sind: Sansibar 80,000, Mom-
bas 13—15,000, Quiloa 10—15,000
Einw. — Der Handel derJnsel befindet sich
in den Händen englischer, französischer,
amcrikanischerund deutscherFirmen. Nach
den letzten Ausweisen von 1875 betrug
die Gesamteinfuhr (Manufatte, Metall-
und Baumwollwaren, Perlen, Waffen,
Pulver) 6,6 Mill. Mk., die Ausfuhr
(Elfenbein, Nelken, Sesamsamen, Haute,
Gummikopal, Kauris) 6 Mill. Mk. Hier
ansässige deutsche (Hamburger) Häuser
führten 1880 ein: Manufaktnrwarcn,
Waffen, Pulver, Perlen re. für 3,626,435
m., AM« füt 1,883,737 m. Skwou
waren Hauptposten in der Einfuhr: Ma
nufatte 2,113,335 Mk., Baumwollwaren
203,411 Mk.; in der Ausfuhr: Elfenbein
602,296 Mk., Nelken 316,360 Mk. Es
liefen 1880 ein: 102 Schiffe von 105,095
Ton., darunter 13 deutsche von 6065 T.
— Die S t adtS. an der Ostküste der In
sel ist Station der Union Steamship Co.
(Southampton) und hat 80,000 Einw.
Deutsches Konsulat. — Wechsel werden
aufBolnbay, Maskat undMokka gezogen;
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