Santo Domingo
ns, spanische u. nordamerikanische Plätze
60 Tage nach Sicht und kurze Sicht.
Santo Domingo (Dominikanische
Republik), der östlich gelegene der bei
den Freistaaten auf Hayti, 53,344 qkm
(968,7 QM.) mit ca. 250,000Einw. (meist
Mulatten). — Die wichtigsten A u s f u h r -
Produkte sind: Tabak, Zucker, Kaffee,
Honig, Wachs, Mahagoniholz und andre
Rutz- sowie Farbhölzer. 1879 betrug der
Wert der Ausfuhr 4, nr Mill. Mk., dcrEin-
ftthr 4,88 Mill. Mk. Der Handel geht über
die beiden Häfen Puerto Plata (s. d.) und
Santo Domingos), unten). — Die Finan
zen sind in sehr ungeordnetem Zustand;
nach einem Budget von 1875 balancieren
Einnahmen und Ausgaben mit 3,583,667
Mk. Eine 1869 in London kontrahierte
Schuld von 15,154,0002Jif. ist 1870 repu-
diiert worden. — Banken existieren nicht.
Das Wechselrecht ist das französische.
Man rechnet nach Pesos — 4 Mk. ; eignes
Geld wird nicht geprägt, es laufen meist
amerikanische Münzen um. Maße und Ge
wichte sind die alten Pariser; bei Jmport-
waren und Zöllen gelten die englischen.
— Die gleichnamige H anptst adt auf der
Südküste der Insel ist Station der Royal
Mail Steam Packet Co., hat ca. 20,000
Einw. Deutsches Konsulat für das Land
südlich des Gebirges Cibao und die Bai
von Samana; Zollhaus. 1879 liefen 141
Schiffe (62 Dampfer) von 63,501 Ton.
ein und aus (darunter 5 deutsche). Die
Einfuhr wertete 2,323,300 Mk., die Ans-
fuhr (die obengenannten Produkte der
Insel nebst Kakao, Häuten unb Ochsen)
1,563,209 m.
Santos, Hafenstadt in der brasilischen
Provinz São Paulo, auf der Insel São
Picente; Station der Dampferlinien:
Hamburg-Südamerikanische Dampfschiff-
fahrtögesellschaft, Norddeutscher Lloyd,
Royal Mail Steam Packet Co., Société
Ehargeurs réunis; ca. 10,000 Einw. Deut
sches Konsulat; English Bank of Rio deJa-
"eiro, New London and Brazil Bank. S. i)t
der Hafen von São Paulo und nächst Rio
de Janeiro der wichtigste Ausfuhrhafen
für Kaffee (1879: 1,170,895 Säcke), wel
cher besonders nach Deutschland (328,432
Säcke) und England geht. Deutsche Schiffe
> — Sardinien. 453
liefen hier 1879 ein: 81 (58 Dampfer)
und aus: 77 (57 Dampfer).
Santo Stefano, s. Porto Santo
Stefano.
São Francisco do Sul (wr.ssäung-),Ha
fenstadt ill der brasil. Provinz Santa Ca
tharina; 8600 Einw. Deutsche Konsn-
laragentur (ressortiert von Blumenau).
Sao Luis de Maranhão (spr. stau»g
lms de maraiijâung), Hafenstadt in der bra
sil. Provinz Maranhão; 40,000 Einw.
Deutsches Konsulat (Amtsbezirk: die Pro
vinz Maranhão); New London and Brazil
Bailk, Banque de Maranhão.
Saône (spr. ssohn), Fluß in Frankreich,
entspringt auf den Monts Faucilles (Vo
gesen) und fällt nach einem Laufe von 455
km, wovon 365 schiffbar, bei Lyon rechts
iil den Rhone. Sie wird bei Port sur S.
für kleinere Fahrzeuge sowie bei Cha
lón für Dampfboote schiffbar unb steht
durch den Kanal bu Centre (bei Chalón
abgehend) mit der Loire sowie durch ben
Kanal von Burgund und den Rhöne-
Rheinkanal (ersterer bei St. Jean de Losne,
letzterer bei St. Symphorien abgehend)
mit Seine und Rhein in Verbindung.
São Paulo tspr.sssung), Hanptstadr der
gleichnainigen brasilischenKüstenproviiiz;
(1872) 25,000 Einw. (darunter ca. 1000
Deutsche). Deutsches Konsulat; New
London and River Plate Bank. Der
Hafen der Stadt ist das 74 km entfernte
Santos (s.d.), über welches fast der ganze
Export geht. Die Einfuhr deutscher Artikel
beziffert sich auf höchstens i Mill. Mk.
Saragossa (Zaragoza), Hauptstadt
der gleichnamigen span. Provinz, rechts
am Ebro sowie am Kaiserkanal und den
Eisenbahnlinien Madrid-Barcelona und
Bilbao-S.; (1877) 84,575 Einw. Filiale
der Bank von Spanien, Banco de Credito
de S. Die früher blühende Jndnstrie ist
sehr heruntergegangen, doch ist der Han
del recht lebhaft.
Sarawak, Landschaft auf der Nord-
lvestküste de.r Insel Borneo (s. d.) von
3580 qkm (65 OM.). Die gleichnamige
H a u p t st a d t hat 15,000 Einw.
Sardinien, zum Königreich Italien
gehörige Insel im Mittelländischen Meer,
367 km lang, 101 — 144 km breit;