Setúbal — Sevilla.
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neralkonsulat) unterhält Deutschland in
Belgrad.
Finanzen. Nach dein Budget für
1880 betragen die Einnahmen 16 Mill.
Mk., davon Personalsteuer 8,a, Zölle 2
9m m. ; bk Wussten 15,6 WtQ. ÜRi.
Eine Staatsschuld wurde infolge des
Kriegs 1876 kontrahiert, sie beträgt 28
Mill. Mk.
Kreditwesen. Seit 1869 ist eine
Kreditanstalt in Belgrad gegründet und
danach der hypothekarische Zinsfuß ans
6 Proz. normiert worden. Der gesetz
liche unb landesübliche Zinsfuß ist aber
12 Proz. ; zu diesem Satz wurden auch
Wechsel diskontiert, seit 1863 aber gewöhn
lich zu 6 Proz. Der Zinsfuß auf Grund
von Schuldscheinen oder Wechseln beträgt
40—200 Proz. Das Handelsgesetz
buch (seit 1860 publiziert) enthält wesent
lich Bestiminungcn des Code de com
merce , in das Wechselrecht ist auch vieles
aus der deutschen Wechselordnung auf
genommen; sehr weniges ist eigentümlich.
Eine Börse oder ähnliches Institut existiert
nicht. Für Preise der Wechsel sind die
Wiener Kursnotierungen, noch mehr das
Lokalbcdürfnis maßgebend. Seit 1865
hat sich der früher fast verloren gegangene
Kredit des serbischen HandclSstands wie
der bedeutend gehoben, und die Zahlungs
fristen nähern sich iminer mehr den im übri
gen Europa üblichen. Der deutsche Kauf-
mann pflegt sich über den Rechnungsbe
trag ein Accept auf kürzere oder längere
Frist geben zu lassen. Während aber der
Belgrader Großhändler in Triest per comp-
lant kauft und sonst Wechsel auf 3—6 Mo
nate gibt, muß er dem Abnehmer im In
nern in der Regel bis ein Jahr kreditieren.
Geld, Maße und Gewichte. In S.
herrscht Doppelwährung. Durch das Ge
setz vom 10. Dez. 1878 wurde die Geld
rechnung nach Steuer- und Handelspia-
stern abgeschafft und das Dinar- (Fran
ken-) System alö definitiv gültig erklärt
sowie die Prägung der Goldmünzen zu
20 und 10 Dinar und der Silbermünzen
&u 5, 2, 1 und 0,50 Dinar verordnet. Die
Herstellung der Münzsorten hatte nach
dem Vertrag vom Juni 1879 der Credit
foncier de France bis Ende 1879 über
nommen Papiergeld wurde in Ab
schnitten zu 100, 20, 10, 5 und 1 Dinar-
Anfang 1877 ausgegeben; die gesamte
Emission soll 6 Mill. Dinar betragen.
Dieses Geld hat ZwangSnmlanf und soll
bei allen Staatskassen, Zollämtern rc. bei
Zahlungen Annahme zum Nennwert fin
den. Maße sind meist die nretrischen:
der Arschin bat 71 cm; für Getreide hat
die Okka 1,28 kg. Der Tovar von 100
Okka ist Hauptpreisnorm für Gewichtswa
ren ; er ist auch die sogen. Pferdelast, der
Warentransport wird nämlich meist auf
Pferden bewerkstelligt.
Setubal (St. Ubes), Hafen- u. Han
delsstadt in der portug. Provinz Estre-
madnra, 30km südöstlich von Lissabon, an
der Mündung des Sado in die Bai von
S. und an der portugiesischen Südbahn
(Lissabon-Barreiro-S.); 20,000 Einw.
Deutsches Vicekonsulat (Amtsbezirk: das
Küstenland südlich bis Sines einschließ
lich). S. ist das Emporium des portugie
sischen Salzhandels. 1880 luden hier 8
deutsche Schiffe von 2553 Ton. Salz.
Severn (spr. ssihw'rn), Fluß in England,
entspringt in Wales und mündet nach 299
km langem Lauf tu großen: Busen in den
Kanal von Bristol. Bei Welshpool, 244
km oberhalb seiner Mündung, wird er für
Barken fahrbar; bis Gloucester gelangen
Seeschiffe voit 350 Ton. Die Flut geht
bis Shrewsbury hinauf und steigt ai: der
Mündung zuweilen 18 m. Durch Kanäle
ist der S. mit der Themse, dem Trent,
Humber und Mersey verbunden.
Sevilla (spr. ssewilja), Hauptstadt der
gleichnamigen span. Provinz (Andalu
sien), am Guadalquivir, der bis hierher
für Seeschiffe fahrbar ist, durchEisenbahn
mit Cadiz, Cordova und Huelva verbun
den, mit (1877) 133,938 Einw. DetttscheS
Konsulat für die Provinz S.; Münzstätte;
Banco de España Suc., Banco de S. - -
Eisengießerei, Maschinen- und Porzellan-
fabrikation, Baumwoll- und Scidcnmann-
faktnr, Salpetersiederei, Fabrikation voit
Schokolade, Amidon, Pasta, PiattinoS, La
kritzen , Schnupftabak (Spaniol von S.),
Korkstöpseln. — AlsHattdelsplatz hat
sich S. in jüngster Zeit außerordentlich ge
hobelt. 1878 war der Wert aller über das