Stockholm — Stralsund.
483
Stockholm, Hauptstadt und wichtigste
Fabrik- und Handelsstadt Schwedens, am
Ausfluß des MälarseeS in die Ostsee, Endstation
der Bahnen nach Gotcnburg, Upsala,
Enköping; Station der Dampferlinien:
9feue Dampferkompanie (Ste
tin). Schwedische Dampffchisfgesellschaft
(Lübeck), Nederlandsche StoombootMaatschappij
, R. Sloman juu. (Hamburg),
Sbea Aktiebolag (hier domiziliert); (iwa)
173423 Ew. Deutsches (Berufs-) Generalkonsulat
(Amtsbezirk: Königreich Schweden,
engerer Amtsbezirk: Provinz S.);
Münzstätte; Großhandelssocietät, Manufakturgericht,
Handelskammer; Borse,
Sveriges Riksbanken, Aktiebolag S. Folksbank,
Mälareprovinsern Enskilda Baiik,
Skandin. Kredit Aktiebolag, Staues Enskilda
Bks. Afdel. Kontor. S. Enskrlda Bk.,
Snndsvall Ensk. Bks. Afdel. Kontor. —
Die Industrie ist lebhaft, die meisten
Gewerbe werden fabrikmäßig betrieben; es
bestehen mehrere Anckerrasfinerien, Tabak-,
Seiden- und Bandfabriken, mechanische
Werkstätten (drei große), Stearin- und
Talgfabriken, Lein- und Banmwollzeugwebereicn,
Lederfabriken, Eisengießereien re.,
1875 im ganzen 373 Fabriken (darunter 43
nicht im Betrieb), deren Fabrikate einen
bon 37,462,432 9%f. #ten.—%eij
kehr. Die innere Kommunikation wird
durch viele kleine Dampfschiffe, Ommbnfle
und Pferdebahnen besorgt. Mit Petersburg
sowie mit deil schwedischen Häsen ist S.
durch regelmäßige Dampferlinien verbunden.
1879 liefen 1264 Schiffe von 318,934
Ton. ein und 1210 Schiffe von 303,882
T. aus. Es liefen 103 deutsche Schisse,
darunter 41 Dampfer, von 21,776 T. ein
und!)8 ans. Die Handelsflotte der
Stadt zählte Ende 1879: 66 Segelschiffe
von 11,974 T. und 84 Dampfer von 17,411
T. Unter deli ausgeführten Wareil stehen
in erster Linie: Hafer 3,o Mill. Kubik,ich,
Bretter und Planken 299,712 Kubikfuß,
ferner Branntwein, Ölkuchen, Kupfer,
W;. Dk Gins"*):
nientlich in: Baumwolle, Garnen, Ölen,
@teinM)Ie, Wß, polle, (Sc
webeil, Roggen, Reis, Fellen, Heringen re.
— Plaszgebräuche. Man verkauft Ansfuhrwaren
gegen bar, Einfuhrwaren auf
3 — 9 Monate Kredit. Wechselkurse
notiert man auf Amsterdam, Berlin,
Hamburg, London, Paris, Petersburg 90
Tage nach Sicht und kurze Sicht, auf Kopenhagen
8, Lübeck 67 Tage dato.
Stockton on Tees (spr. fítócft’n onn tihs),
Hafenstadt in der engl. Grafschaft Durham
, an der Mündung des Tees in die
Teesbai und der Northeastern-Eisenbahn;
(1871) 27,738 Einw. Deutsche Konsularagcntnr;
Darlington Distriet Banking
Co., National Provincial Bank of England.
Anni Hafen gehörten 1876 : 28
Schisse von 3749 Ton. ES liefen 1876:
734 von 100,793 %. (in (1879:
5 deutsche). Die Einfuhr vom Ausland
tWetc 1879: 2,9 9mm., bie Mugs#
britischer Produkte dorthin 315,840 Mk.
Stornoway (spr. -ueh), Hafenstadt auf
der Ostküste der Hebrideninsel Lewis ;(i8?i)
2498 Einw. Deutsches Vieekonfulat für
Long Island; National Bank of Scotland.
1879 wertete die Einfuhr 46,360
Mk., die Ausfuhr 1,746,460 Mk.
Strait Settlements (spr. sstreht semmentr),
engl. Kolonie auf der Halbinsel
Malakka, bestehend aus den Gebieten Singapur,
Pinang mit Wellesley, Malakka;
3742 qkm (68 QM.) mit 350,000 Einw.
— Die A u s f nhr besteht in: Guttapercha,
Gambir, Pfeffer, Kautschuk, Hörnern
unb Lünten,
Tapioka, Gewürz, Farbstoffen, Thee, Kaffee,
üaW, »"b
1879: 317,i Mill. Mk., wahrend die Einfuhr
339,2 Mill. Mk. betrug. Schiffsverkehr
4,391,000Ton. — Finanzen. Nach
dem Kolonialbudget betrugen 1879 die
Einnahmen 7,746,260 Mk., die Ansgaben
7,679,000 9Rf. . ,
Stralsund, Hauptstadt des gleichnanngeil
Regierungsbezirks in der preuß. Provinz
Pommern, an der Vorpommerschen
(Älngermünde-Stralsnnd) sowie der Berliner
Nordbahn; (isso) 29,492 Einw. Konsulat
fürBelgicn; Handelskammer; Hauptzollamt.
— Die Industrie ist mannigfaltig,
doch nicht sehr bedeutend. — Die
Reederei umfaßte 1. Jan. 1880: 290
Schiffe von 47,164Ton. In der Seeschiff-31*