Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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Suezkanal  -
ches  hier  in  den  Golf  von  S.  ausläuft,
und  an  der  Mündung  des  Suezkanals  in
denselben;  Station  der  Dampferlinien:
Österreichisch-Ungar.  Lloyd,  Nussische
Dampfschiffgesellschaft,  Peninsular  and
Oriental  Co.,  Messageries  maritimes,
Società  Nubattino;  ca.  10,000  Einw.
Deutsches  Kousnlat;  Crédit  Lyonnais,  Ottoman ­
  Bank.  1877  gingen  ein  und  aus:
1936  Schiffe  von  2,084,858  Ton.,  davon
beladeil  1918  Schisse  von  1,066,583  T.
Suezkanal,  der  das  Mittelländische
und  das  Rote  Meer  verbindende  Schisffahrtskanal
  von  Suez  nach  Port  Saio,
welcher  16.  Nov.  1869  nach  zehnjähriger
Arbeit  eröffnet  wurde.  Die  Lange  des  Kanals ­
  beträgt  160  km,  die  Breite  am  Wasserspiegel ­
  58—100  m,  an  der  Sohle  22  m,
die  Tiefe  8  m.  Die  effektive  Durchfahrtözeit
  betrug  1879  im  Mittel:  17  Stunden
12  Minuten,  mit  der  Anlegefrist  bei  Tag
und  Nacht  40  Stunden  30  Minuten.  In
das  Mittelmeer  bei  Port  Sard  sind  zwei
ungeheure  Molen  von  2300  und  1600  m
Länge  hinausgebaut.  Die  Gesamtkosten
für  den  Bau  und  die  erste  Einrichtung  des
Kanals  betrugen  bis  Ende  1876:  397,5
Mill.  Mk.,  von  denen  256  Mill.  Mk.  durch
Aktienzeichilnngen  ailfgebracht  wurden,
während  der  Chedivc  den  Nest  deckte.  Letzterm ­
  kaufte  England  1875  die  übernommenen, ­
  noch  unplacierten  Aktien  (177,602
Stück  im  Wert  von  70  Mill.  Mk.)  ab.
Der  Wert  der  Gebäude  und  des  Inventars
wurde  Ende  1874  auf  16,4  Mill.  Mk.  angeschlagen. ­
  Seit  1872  haben  sich  beständig
Überschüsse  ergeben;  1879  betrugen  die
Einnahmen  24,7,  die  Ausgaben  22,4  Mill.
Mk.  Die  Einnahmen  werden  statutenmäßig ­
  folgendermaßen  verteilt:  cs  fallen
nach  Zahlung  von  5  Proz.  Zinsen  für  das
Aktienkapital  71  Proz.  auf  die  Aktionäre,
15  Proz.  an  die  ägyptische  Regierung,  10
Proz.  an  die  Gründer  der  Gesellschaft  und
je  2Proz.an  dieDirektion  uilddas  Personal
der  Gesellschaft.  Es  passierten  den  Kanal
1878:  159.1  Schiffe  mit  1291535  Tonne»
1879:  1477  -  -  3236942
1880  :  2017  .  -  4378964
Von  den  1879  durchpassierten  Schissen
toaren  :  1035  Handelödampfer,  298  Postdampfer,
  55  Transportschiffe,  32  Schlep-•

  Sunderland.
per,  1  Segelschiff,  11  Korvetten,  3  Kanonenboote, ­
  14  Avisos,  7  Kreuzer,  7  Jachten,
4  Bagger.  An  Personen  gingen  42,75a
Mann  Truppen,  26,697  Eiviliften  und
12,672  Pilger  dlirch  den  Kanal.  Nach
den  Flaggen  war  die  Frequenz  1880:
Schiffe  Tonnen
England  1579  2247306
Frankreich  ....  103  177701
Holland  69  124083
Österreich-Ungarn.  .  60  75820
Italien  52  71009
Spanien  05  50245
Deutschland  ....  08  08162
Viel  unbedeutender  waren  Zahl  undTonnengehalt
  türkischer,  ägyptischer,  russischer, ­
  norwegischer,  dänischer,  portugiesischer ­
  und  andrer  Fahrzeuge.
Suliiiamündung,  s.  Donau.
Sumatra,  die  größte  derSundainseln,
umfaßt  nebst  den  Inseln  der  Westküste
443.234  ,jkm(8049,oCm.)  mit  3,704,000
Einw.  —  Von  den  Produkte  n  der  Jusel
kommen  zur  Ausfuhr:  Reis,  Kaffee,  Tabak, ­
  Kassia,  Pfeffer,  Muskatnuß,  Indigo,
Sago,  Baitmwolle,  Kautschuk,  Kampher,
Ricinusöl,  Wachs,  eßbare  Vogelnester,
Elfenbein,  Nutz-  und  Farbhölzer;  von  Mineralien ­
  finden  sich  reichlich:  Gold,  Kupfer,
Zinn,  Eisen  und  Steinkohle.  Bis  auf
wenige  Landstriche  im  NW.  gehört  die  Insel ­
  den  Holländern;  ihr  Gebiet  umfaßt:
OKiloni.  QMeilen  Bewohner
Westküste  mit  Inseln  105559  2402  1979000
»ensillen  .  .  .  .24778  450  107000
Lampo»»  ....  20400  480  118000
Palembang  .  .  .  88101  1000  570000
Das  übrige  Gebiet,  168,366  qkm  (3057,7
QM.)  mit  900,000Einw.,  steht  unter  ein
heimischen  Fürsten.  Ausfuhrhäfen  find
Padang  und  PalembanA.
Sunderland  lfpr.  ffonnd'rland),  Seestadt
in  der  engl.  Grafschaft  Dllrham,  an  der
Mündung  des  Wear  in  die  Nordsee  und
au  der  Northeastern-Bahn;  (isso)  118,927
Einw.  Deutsches  Konsulat  ;NationalProvincial
  Bank  of  England.  —  Die  Stadt
hat  große  Schiffswerften  (2600  Arbeiter;
der  Bruttoraumgehalt  der  hier  1879  gebauten ­
  Schiffe  beträgt  90,583  Ton.),
Maschinenbauwerkstättcn,  Ankerschmieden
  K.  Zum  Hafen  gehörten  1879:  555
            
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