Full text : Lexikon der Handelsgeographie

42  Bayonne
989,720  internationale.  Die  Gesamtzahl
aller  Verkehrsstellen  (Eisenbahnen,  Post,
Telegraphie)  war  1879:  2873  mit  18,462
Beamten.  Für  die  einzelnen  Anstalten  belief ­
  sich  1879  (in  Mark):
Einnahme  Ausgabe
Eisenbahn  .  .  .  78285060  47509430
Post  9299031  8853839
Telegraph  .  .  .  982359  1075121
Ludwigskanal.  .  109452  330963
Bodensee.  .  .  .  576817  334345
Zusammen:  89252  719  58103  707
Konsulate  haben  in  Augsburg:  Argentinien, ­
  in  München:  Belgien,  Italien,
Sachsen,  Türkei,  Vereinigte  Staaten,
Württemberg,  in  Nürnberg:  Argentinien,
Belgien,  Italien,  Niederlande,  Portugal,
Schweden  und  Norwegen,  von  deutschen
Staaten:  Sachsen  und  Württemberg  in
München.
Finanzen.  Der  bayrische  Staat  hat
einen  großeil  Domänenbesitz,  die  Einnahmen ­
  daraus  für  1881  sind  angeschlagen
alls  33,902,510  Mk.,  aus  Staatsregalicn
und  Anstalten  101,670,691  Mk.;  die  gesamten ­
  Einnahmen  für  jedes  Jahr  der
15.  (zweijährigen)  Finanzperiode  (1880—
1881)  fiiib  220,581,122  9)%.,  bic  9Wgaben
  221,741,445  Mk.,  davon  für  die
Staatsschuld45,8,  für  Matrikularbciträge
20,149,588  Mk.  Die  Einnahmen  und
Ausgaben  für  die  bayrische  Armee,  welche
aus  der  Reichskasse  überwiesen  lverden
(42,030,614  Mk.  für  1880-81  gegen
42,158.603  Mk.  für  1879-80),  sind  in
diesen  Beträgen  nicht  enthalten.  —  Die
Staatsschuld  belief  sich  Ende  1879
auf  1,320,470,288  Mk.  Von  der  4'/-proz.
Eisenbahnschuld  (1879:940,316,706  Mk.)
wurden  1.  Jan.  1880  ca.  330  Mill.  Mk.
in  eine  4proz.  konvertiert  und  dadurch
jährlich  2  Mill.  Mk.  erspart.  —  Kreditwesen. ­
  Von  Banken  sind  zu  nennen:
Bayrische  Hypotheken-  und  Wechselbank
(R(#a(:  34,285,714  m.),  malmte
Vereinsbank  (9  Mill.  Mk.),  Bayrische
Handelsbank  (24  Mill.  Mk.),  Süddeutsche ­
  Bodenkreditbank  (24  Mill.  Mk.),  alle
inMünchen,  und  die  Nürnberger  Vereinsbwif
  (6,544,620  9Rf.).
Bayonne  (spr.  bajbnn),  feste  Seehaudelöstadt
  im  franz.  Departement  Niederpyre-—

  Beirut.
näen,  ail  dem  Zusammenfluß  der  Nive
und  des  Adour,  3,7  km  von  der  Bai  von
Biscaya;  (wo)  22,307  Einw.  Handelskammer, ­
  Handelsgericht;  Börse,  Banque
de  France,  Société  generale.  Von  Wichtigkeit ­
  ist  die  Fabrikation  von  Branntwein
(Ean  de  vie  d’Hendaye)  und  Likör.
Schokolade,  Glas  rc.  Der  Handel  vertreibt: ­
  Korn,  Kork,  Wachs,  Öl,  besonders
aber  Wein  (der  beste  der  Jurançon  blanc),
Wolle  und  Bayonner  Schinken  nach  Spanien ­
  und  Nordeuropa.  Bedeutend  sind  die
Schiffswerften;  der  Hafen  ist  sicher  und
besucht,  doch  schwer  zu  erreichen.
Beauraire  (spr.  bokahr),  Stadt  im  franz.
Departement  Gard,  am  Rhone  und  an
den  Eisenbahnen  nach  Nîmes,  Marseille
und  Avignon  solvie  am  Kanal  von  B.
nach  Aigues-Mortes,  wodurch  der  Rhône
mit  dem  Canal  du  Midi  verbunden  wird;
(1876)  7956  Einw.  —  B.  ist  berühmt  durch
die  hier  22.-28.  Juli  jährlich  stattfindcnde
  Messe  (»Magdalenenmesse«),  die
von  etwa  100,000  Kaufleuten  aus  Europa ­
  und  dem  Orient  bezogen  wird,  die
größte  von  ganz  Frankreich.  Die  Waren
von  Lyon,  aus  der  Schweiz,  aus  Deutschland, ­
  Italien,  Spanien  und  der  Levante
fließen  hier  zusammen,  und  der  Umsatz
beläuft  sich  auf  24-30  Mill.  Mk.
Beirut,  wichtigster  Hafeuplatz  und
Hauptstadt  des  gleichnamigen  türk.Sandschaks
  inSyrien,  amMittelmeer;  Station
der  Dampfer  des  Österreichisch-Ungarischen ­
  Lloyd,  der  Nederlandschc  Stoomboot
Maatschappij,  Messageries  maritimes,
Russischen  Dampfschiffgcscllschaft;  (1878)
ca.  80,000  Einw.  (davon  V»  Mohammedaner, ­
  die  übrigen  Christen  der  verschiedensten ­
  Bekenntnisse  und  Israeliten).
Deutsches  Bcrufskousulat  (Amtsbezirk:
Syrien  südlich  bis  zum  Ras  en  Natura,
die  Küste  des  Wilajets  Adana  bis  Tarsus
sowie  Cypern);  Imperial  OttomanBank;
Handelsgericht;  in  Handelssachen,  bei
denen  beide  streitende  Parteien  Europäer
sind,  entscheiden  die  betreffendenKonsulate.
—  Die  Einwohner  betreiben  starke  Baumwoll-
  und  Scideuzucht  nebst  Seiden-  und
Baumwollwebcrei,  fabrizieren  Gold-  und
Silberarbeiten,  kühl  haltende  poröse  Töpfergeschirre ­
  ,  ferner  die  in  ganz  Syrien
            
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