Bereinigte Staaten (%#%!#: 0nU(r, ^(e, &Me).
eingeführt, 1879 allein nach San Fran
cisco 21 Mill. Strick. 1880 war der
Wert des Imports von Nohjute 21 Mill.,
von Fabrikaten 7,2 Mill. Mk.
Die wichtigern Produkte der Landwirt
schaft, deren Exportwerte vor anderir her
vorragen, sind: Baumwollsamenöl, wo
von jährlich für 9-10 Mill., Sämereien,
wovon 9 Mill., Hopfen, wovon 8—9
Mill., und Obst (namentlich Apfel), wo
von jährlich für ca. 6 Mill. Mk. ausge
führt werden.
2) Viehzucht. Nach einer amtlichen
Schätzung von 1879 war der Viehbestand:
Pferde 10938700
Maulesel .... 1713100
Rinder 33234500
Schafe 38123800
Schweine .... 34766100
' so daß also auf 1000 Einw. 653 Rinder,
764 Schafe und 690 Schweine entfallen;
Nordamerika ist alsoverhältnismäßiaweit
reicher an Vieh als alle europäischen Staa
ten, in denen auf 1000 Bewohner nur
310 Rinder, 682 Schafe und 156 Schweine
kommen. Und gerade diejenigen Teile der
llnion, welche die schwächste Bevölkerung
haben, zeigen den bedeutendsten Viehstand,
denn auf 1000 Einw. kommen in Texas
4000 Rinder und 2000 Schweine, in Illi
nois lOOORinder u. ebenso viele Schweine,
in Iowa 1000 Rinder und 2000 Schweine,
in Missouri550Rinder u. 1500 Schweine.
Ähnlich stehen die Verhältnisse in Colo
rado, Kansas, Nebraska u. a. Außer den
von den Ansiedlern gezogenen Viehherden
schwärmen nach Horace Greeleyö Angabe
im W. große, bis u00,000 Haupt zählende
Lüffelherden umher.
In Amerika richtete man sehr bald sein
Augenmerk darauf, den zunehmenden Über
schuß in marktfähigem Zustand nach Eu
ropa zu führen. AufJmporte von gesalze
nem Fleisch folgten Versendungen von
Fleisch 1875, das man durch Refrigera
toren frisch erhält, und lebendem Vieh, das
man durch eigens dazu gebaute Dampfer
nach Liverpool bringt. Aber obschon die
Zahl der lebend hinübergeführten Tiere
m starkem Maß zunimmt, so verringert
flch doch die Thätigkeit der großen Schlcicht-
und Verpacknngöanstalten in Chicago,
New Bork, Boston, Baltimore, Cincinnati,
St. Louis, Milwaukee, Louisville und
Indianapolis keineswegs; 1875—76 wur
den in diesen Städten allein 9,169,451
Schweine geschlachtet und verpackt, 1877
bis 1878 aber 12,301,589 Schweine. Der
Wert der Vieh- und Fleischausfuhr stieg
von 173 Mill.Mk. in 1874-75 auf 495
mn. m. in 1879-80.
Speciell in dem letzten Jahr wertete
die Ausfuhr (in Millionen Mark) :
Rinder 56,4
Schafe 3.7
Schweine 1,7
Frisches Rindfleisch.... 31,2
Gesalzenes Rindfleisch... 12, i
Speck und Schinken . . . 214,1
Fleischkonserven 33,1
Schweinefleisch 24,8
Frisches Hammelfleisch . . 0,7
Schmalz 117,2
Die Butterbereitung ist besonders
stark in New York, Pennsylvanien, Ohio,
Illinois, während für Kä se die wichtigsten
Staaten New York und Ohio sind. Dabei
bestehen großartige Kunstbutter- (Oleo-
margarin-) Fabriken, welche die Quanti
täten des Exports schwellen. Diese Aus
fuhr geht zum bei weitem größten Teil
nach England, doch hat amerikanische
Butter ihren Weg auch schon nach Deutsch
land gefunden; 1880 wertete die Ausfuhr
von Butter 28,9 Mill. Mk., von Käse
51,i 9WK. Ms.
Häute bilden trotz des großen Vieh
reichtums einen hochwichtigen Artikel der
Einfuhr; so wrirden 1880 für 126 Mill.
Mk. eingeführt, während nur für gegen
4,5 Mill. Mk. Häute ins Ausland gingen.
Ein sehr großer Teil wird aber in verar
beitetem Zustand exportiert, namentlich hat
die Ausfuhr von Sohlleder großartige Di
mensionen erreicht. Dann bestehen Fabri
ken von Schuhzeng, deren Fabrikations
wert 1870 auf 597 Mill. Mk. geschätzt
wurde, in Massachusetts, Philadelphia,
New York u. a. Der Export der einhei
mischen Industrie wertete 1880 (in Mil
lionen Mark):
Feines Leder 2,8
Sohlleder u. a. ... • • 21,4
Schuhwcrk 1,8
Andre Lederwaren .... 2,4