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Weichsel — Weser.
mit England, mit welchem es durch die
nach Liverpool, Milford und Bristol führenden
Dampferlinien verbunden ist. 1879
wertete die Einfuhr 13,436,900 Mk., die
Ausfuhr britischer Produkte 147,580 Mk.
Weichsel, großer Fluß, der in Österreichisch-Schlesien
auf deu Beskiden entspringt,
durch Galizien, Polen u. Preußen
fließt und nach 1050 km langem Lauf bei
Neufahrwasser in die Ostsee mündet.
Schiffbar wird die W. nach Aufnahme der
Przemsa (auf der Greuze zwischen Polen
und Galizien) für kleine, bei Krakau für
mittlere Fahrzeuge, bei Zawichost, unterhalb
der Mündung des San, für größere
Fahrzeuge; Seeschiffe gehen bis Danzig.
Durch den Brombcrger (Netze-) Kanal ist
die W. mittelbar mit der Oder in schiffbare
Verbindung gesetzt. Die zu Preußen
gehörige Länge der W. und die schiffbare
Strecke der zu ihrem Gebiet gehörigen
Flüsse und Kanäle sind 438,1 km, davon
W. bis Meer 251,8 km, wovon 5,3 km
mit unter 0,75 m Tiefgang, 231,4 km
mit einem solchen von 1 m und 15,i km
mit einem solchen von 1,5 m befahrbar.
Die Nebenarme der Weichselmündung,
84,4 km, können nur einen Tiefgang von
unter 0,75 m vertragen. Die rechtsseitigen
Nebenflüsse und Kanäle haben eine Länge
von47,5km, die linksseitigen von 54,4km,
ohne deu Elbing-Oberländer Kanal(s.d.).
Der Bestand der zur W. gehörigen Schiffe
im preußischen Gebiet war 31. Dez. 1877 :
600 von 35,913 Ton., darunter 48 Dampfer
(47 eiserne) von 2027 T. Thorn
passierten 1878 zu Thal: 1900 beladene
Schiffe mit 204,535 T. und 290 Flöße
mit 952,168 T., außerdem 5 unbcladene
Schiffe und 2156 unbeladene Flöße; zu
Berg: 955 beladene Schiffe mit 55,286 T.
und 283 unbeladene. — Bon Deutschland
wurden 1880 nach Rußland eingeführt:
63,« Mill, kg Waren, davon Steinkohle
17,8 Mill., Schamottesteine 11,i Mill.,
Weifen 9,2 3RÍÍÍ., Goba 2,8 9%iK., @cment
3,7 Mill, kg, ferner Salz, Asphalt,
Harz, Steine re. Von Rußland kamen
72,900 Ton. Getreide, Holz, Feldsteine in
1483 Kähnen, außerdem 2205 Flöße.
Weimar, Haupt- und Restdenzstadt
ves GroßherzogtnmS Sachsen-Wennar-Eiscnach,
an der Jlin und an der Thüringischen
Eisenbahn mit Abzweigung nach
Gera; (i875) 17,522 Einw. Weiinarischc
Bank, Vorschußverein (eingetragene Genossenschaft).
—Märkte für Schafe, Wolle,
Vieh, Ölfrüchte u. Zwiebeln. Auf dein Wollmarkt
14. und 15. Juni werden nur nüttelfeine,
seine u. feinste Wollsorten zum Verkauf
gebracht. Vgl. Sachsen-Weimar.
Wellington, Haupt- und Hafenstadt
in Neuseeland, mit (1878) 18,953 Einw.
Sitz eines deutschen Konsuls; Bank of
Australasia, Bank of New Zealand.
Wentschau, Traktatshafen in der chines.
Provinz Tschikiang; 83,000 Einw. Ressort
deödcutschen Konsulats in Schanghai;
Seezvllamt. Die fremde Nettoeinfuhr betrug
1879:1,2 Mill. Mk., die einheimische
369,630 9Rf., bic Mnaf# 325,278 ^f.
1879 liefen ein: 60 Schiffe (52 Dampfer)
von 17,906 Ton. (6 deutsche von 810 T.).
Wesel, Stadt im preuß. Regierungsbezirk
Düsseldorf, am Einfluß der Lippe
in den Rhein, Knotenpunkt für die Oberhausen
- Arnheimer, Benloo - Hamburger,
W.-Bocholter und W.-Genneper Bahn;
(1880) 20,592 Einw. Handelskammer,
Hauptsteueramt; Niederrheinische GütcrassekuranzgescUschaft,
Agenturen der Kölnischen
u. Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft,
der Niederländischen Dampfschiffreederei
und der Amsterdamer Rhijn
Stoomboot Maatschappij. — Die Rheinbrücke
passierten 1878: 30,617 Dampfund
Segelschiffe und 75 Flöße. Bei dem
Hauptsteueramt wurden 67,957 Ctr. Güter
abgefertigt. In dem Hafen wurden
1878—79 angebracht zu Berg 219,815,
zu Thal 677,940 Ctr., abgefahren zu
Weg 62,653, gu 210,530 Gti\
Weser, einer der Hauptflüsse Deutschlands,
entsteht durch die Vereinigung der
Werra mit der Fulda bei Han'növersch-Münden
und fällt nach 451 km langem
Lauf unterhalb Bremerhaven in die Nordsee.
Bis Vegesack aufwärts ist die W. für
Seeschiffe fahrbar und trägt bis Münden
aufwärtsKähne von 200Ton. Doch ist sie
in ihrem obern und mittlern Lauf im Sommer
oft monatelang nicht zu befahren. Regelmäßige
Dampferfahrten finden jetzt nur
zwischen Karlshafcn undHameln und von