)38
Zuger See — Zwickau.
gei ber M QiHQm 1879 ein: 844,668
^/îMàngeN' 22,320 Sendungen mit
16,3(4,600 SÜft. Wert, aufgegebene Postanweisungen
2,555,065 Mk. Telegramme
wurden 1880 aufgegeben 19,566, es kamen
an 20,888. Die Oberlansitzcr Bank
(WM: 2,7 gm. giti.) batte 1880 einen
Umsatz von 155,4 Mill. Mk.
Zuger See, Sec in beit schweizer. Kantonen
Zug und Schwyz, 13,5 km lang, 4,5
km breit, 417m ü.M., mit 192 m größter
Trefe und 38,5 qkm Areal. Dampfschiffahrt
begann 1852; jetzt befahren den See
3 Dampfer von 112 Pferdekräften und
Raum für 1230 Personen zwischen Zug
und Arth, Eigentum derDampfbootgesellschaft
fürdenZ.S. inZug. SeitEröffnung
der ersten Rigibahn (Viznau-Knlm, 1871)
!stng diese Bedeutung zurück, bis auch die
Bergbahn Arth-Kulm eröffnet wurde.
Zürich, Hauptstadt des gleichnamigen
schweizer. Kantons, am Züricher See und
der hier aus demselben ausfließenden Limmat
sowie an der Vereinigten Schweizer,
Nordost- tlnd Ütliberg-Bahn; (isso) 25,102,
mit den Vorstädten 76,052 Einw. Deutsches
Konsulat (Amtsbezirk: die Kantone
Z., Schafshausen, Thurgau, Appenzell,
St. Gallen, Glarus, Schwyz, Zug, Unterwalden,
Uri und Graubünden); Handelskammer,
Handelsgericht, Getreidebörse
mit Schiedsgericht für Streitigkeiten
aus Getreidegeschäften, Kaufmännisches
Direktorium (eine Art Innung);
Schweizer Kreditanstalt, Züricher Kantonalbanr.
— Z. ist der Sammelpunkt der industriellen
und merkantilen Thätigkeit des
Kantons und Centrum des gesamten ostschweizerischen
Handels. Jährlich werden
hier zwei Jahrmärkte gehalten. Die sogen.
Frühlingömesse beginnt am dritten Donnerstag
nach Pfingsten, die Herbstmesse
am ersten Donnerstag nach Kirchweih.
Außerdem eine Ledermesse jährlich gegen
Ende August von dreitägiger Datier. —
Platzgebräuche. Verkäufe erfolgen auf
30 Tage Kredit mit 2 Pro;. Diskont. Bei
Bauntwolle bringt man 5 Proz. Tara in
Abzug. Wechselkurse notiert man wie
Basel auf Amsterdam, Augsburg, Belgien,
Frankfurt a. M., Berlin, Leipzig,
London, Paris, Lyon, Marseille.
Züricher Sec (Z ü ri ch sc e), See in den
schweizer. Kantonen Zürich, Schwyz und
St. Gallen, 39,7 km lang, fast 4,5km breit,
409rnü.M., mit 143 in größter Tiefe und
einem Areal von 87,78 qkm. Durch den
Eisenbahndamm von Rapperswyl nach
Httrden wird der noch immer mit Dampfern
befahrene Obersee vom nordwestlich
liegenden größern Teil abgetrennt. Am
Nordufer ist RapperswylKnotenpunkt für
mehrere Eisenbahnlinien, am Südnfer
läuft die Bahn von Zürich überHorgen und
Richterswyl nach Lachen. Dampfer verkehren
auf dem Z. S. seit 1835; jetzt besteht
die Flotte der Schweizerischen Vtordüstbahngesellschaft
zu Zürich ails 12 Dampfern von
558 Pferdekräftcn und Raum für 6150
Dampfern von 595 Pferdekräften.
Zwickau, Hauptstadt der gleichnamigen
sächs. Kreishauptmannschaft, an der
Mulde, wichtiger Knotenpunkt des fächsischen
westlichen Staatseisenbahnsystemö;
es steht durch eine Zweigbahn nach Werdau
mit der Sächsisch-Bayrischen Bahn (Leipzig-Hof)
in Verbindung, istKopfstationder
Z. - Chemnitz - Riesaer, der Z. - Schwarzenberger
und der Z.-Falkensteiner Eisenbahn
und hat zahlreiche Eisenbahnen nach den
umliegenden großen Steinkohlenbergwerken,
welche die Hauptquelle des Reichtums
der ganzen Gegend bilden. Z. zählte 1880:
35,135 Einw., hat ein Hauptsteueramt,
Reichsbanknebenstelle, Zwickaner Bank,
Vorschußverein (eingetragene Genossenschaft)
und treibt lebhaften Getreide-, Leinen-,
Woll- u. Steinkohlenhandel. Jährlich
werden zwei Wollmärkte gehalten: der
erste am Montag nach Rogate (im Mai
oder gegen Ende April), der zweite 15. Juni.