schaffen hat, so hat die Gläubigerdiktatur kein Recht mehr, diese neu—
geschaffenen Werte zu beschlagnahmen. Sie hat auch kein Interesse
daran, weil die Produktivität der Volksdienstpflicht nur dann gewähr⸗
leistet ist, wenn die Ergebnisse dem eigenen Volke zugute kommen.
Die Gläubigerstaaten können nur ein Interesse haben, daß Deutsch—
land durch Mehrung seines Wohlstandes zahlungsfähig bleibt.
Ein Zugriff nach den Erträgnifsen der Volksdienst-—
oflicht wäre ein Griff in das Leere.
Feinobunoͤstaaten und Volksdienstpflicht
Gegen die Einrichtung der Volksdienstpflicht wird vielfach ein—
gewendet, daß die Feindbundstaaten sie aus militärischen Gründen
nicht zulassen würden. Als Grund wird der Verdacht angeführt,
daß Deutschland diese Organisation seiner wehrhaften Jugend als
Vorstufe für die Wiederaufstellung seines Heeres benutzen würde.
Diese Vorwürfe werden zweifellos von den erbittertsten Gegnern
Deutschlands erhoben werden. Das Deutsche Reich kann diese Vor—
würfe ertragen.
In der Errichtung einer solchen Volksdienstpflicht
liegt der größte Angriff gegen den Militarismus der
Siegerstaaten.
Wenn Deutschland den Geist der Dienstpflicht in das friedliche
Ergebnis umsetzt, wird es die Sympathien aller wahren Friedens⸗
freunde gewinnen. In Wirklichkeit kann der Militarismus der Sieger—
staaten keinen größeren Stoß erleiden, als durch die Ver kündigung
der Volksdienstpflicht. Diese setzt die Unproduktivität der militärischen
Dienstpflicht in helles Licht.
Die Prunkheere der militaristischen Staaten ver—
lieren ihren Sinn gegenüber den sichtbaren Erfolgen
des deutschen Arbeitsheeres.
Wioerstände im Innern
Der jungdeutsche Kampf für die Volksdienstpflicht erbrachte be—
reits ein Bild über die Widerstände, die im Innern des Volkes der
Verwirklichung ihres Problems im Wege stehen. Unter den Geanern
168