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bie Aufzucht von Jungvieh und zur Gewinnung
guter Milch und Milchprodukte sind die Alpweiden
unersetzlich. Sic haben für die Bergbewohner und
für das ganze Land den größten Wert. Der Weide
betrieb ist außerdem überall da am Platz, wo ein
geringwertiger Boden eine intensive Ausnutzung
nicht zuläßt, wo stark geneigte Halden den Gebrauch
der Maschine und der Sense erschweren und da,
wo die Arbeitskräfte fehlen.
Viele Sümpfe sind trockengelegt und zu Wies-g^„,^„
land umgewandelt worden. Immerhin werden die
bräunlich-grünen, eintönigen Sumpfflächen nicht
ganz aus dem Landschaftsbilde verschwinden, da sie
ein geschätztes Streuematerial liefern. Bei dem Rück
gang der Strohgewinnung und bei der wachsenden
Bedeutung der Viehzucht machen die Streuewiesen
einen unentbehrlichen Bestandteil der landwirtschaft
lich benutzten Bodenfläche ans.
Viehzucht und Milchproduktion. Der Bichzuqr
Futterbau ernährt einen stattlichen Viehstand, mit
dem die Schweiz unter den europäischen Ländern
einen hohen Rang einnimmt. Die Zunahme des
Grasbaues und die stärkere Ausnützung des Bodens
machen es erklärlich, daß die Zahl der Tiere bestän
dig anwächst. Innert 20 Jahren stieg der Wert
des Viehstandcs um die Hälfte. Daran ist außer der
Vermehrung besonders die höhere Qualität betei
ligt, die durch Prämierungen, Viehmärkte und Aus
stellungen ständig gefördert wird. Bei den hohen
Milch- und Fleischpreisen gewinnt die Rindvieh
zucht für den Wohlstand des Landes einen Wert,
der von der gesamten übrigen Tierhaltung bei wei
tem nicht erreicht wird. Der Wert des schweizerischen
Viehstandes steht bei 700 Mill. Fr. Davon fallen
auf das Rindvieh allein mit l 1 /» Mill. Stück rund
drei Viertel. In der Ostschweiz wird Braunvieh ge-
halten: der Westen des Landes züchtet zwei Arten