Full text : Lexikon der Handelsgeographie

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tëcicn  —  Caldera.

3714  Handelsschiffe  (941,969  Ton.)  ein,
3702  (945,781  T.)  aus.  Von  dein  Tonnengehalt ­
  fallen  %  auf  die  Dampfer,
ebenso  */*  auf  die  spanische  Flagge  lind  Vio
auf  die  britische.  Deiltsche  Schisse  liefen
1879:  27  von  12.357  T.  ein.  —  Wechselkurse ­
  werden  notiert  auf  Genua,
Hamburg  und  London  3  Monate  dato,
auf  Marseille  und  Paris  8  Tage  itad)
Sicht.  Diskont  zwischen  4  und  8  Proz.
für  1  Jahr.  Man  verkauft  Sprit  (auch
andres)  auf  6  Monate.  —  Maße  und
Gewichte:  Wein  verkauft  man  nach  der
Arroba  oder  Cântara  —15,844  Lit.,  Sprit
für  die  Pipa  —  516  £.,  Öl  für  die  Arroba ­
  —  12,52  L.,  Salz  für  die  Lastre
—  2300  kg,  Getreide  für  die  Fanega
—  54,544  L.  oder  43,7  kg.
Caen  (spr.  fäiifl),  Hauptstadt  deä  franz.
Departements  Calvados,  12  km  vom
Meer,  am  Zusammenfluß  des  Odon  und
der  Orne,  die  hier  einen  Hafen  für  Küstenschiffahrt ­
  bilden,  in  welchem  Schiffe  bis  zu
500  Ton.  ein-  und  auslaufen  können,  mit
Paris  nnb  Cherbourg  durch  Eisenbahn
verbunden;  (1876)  33,072  Einw.  Ressort
des  deutschen  Konsuls  in  Havre;  Bank
von  Frankreich,  Société  générale.  —  Sehr
bedeutend  ist  die  Fabrikation  von  Spitzen
und  Blonden,  die  von  hier  aus  in  Menge
in  den  Handel  kommen.  Zur  Ausfuhr  gelangen ­
  vorzüglich:  Kartoffeln,  Eier,  Obst,
Butter  (besonders  nach  London),  Rapsöl,
Pferde,  Salz,  Holz  und  Getreide.  Mit
Havre  besteht  regelmäßige  Dampfcrverbindung.
  Jährlich  fünf  Jahrmärkte,  von
denen  der  am  zweiten  Sonntag  nach  Ostern
(15  Tage  dauernd)  der  bedeutendste  ist.
Cagliari  (spr.  käljä-),  Hauptstadt  der
Insel  Sardinien,  am  Meerbusen  von  C.
und  der  Eisenbahn  C.-Oristano;  Station
der  Dampferlinie  Rubattino  (Genua);
(1876)  33,596  Einw.  Deutsches  Konsulat
(Amtsbezirk:  die  südliche  und  westliche
Küste  der  Insel  Sardinien);  Handclstribnnal;
  Banco  nazionale,  Banco  de  E.  —
Fabrikation  von  Banmwollzeugcn,  Wollmützen
  und  Waffen;  lebhafter  Handel  mit
Getreide,  Flachs,  Käse,  Wein,  Salz  (am
Meer  gewonnen),  Zicgenfellen.  1877  verkehrten ­
  hier546  Schiffe  von  187,680  Ton.
und  1909  Küstenfahrer  von  392,303  T.

Calais  (spr.  -läh),  Seestadt  im  franz.
Departement  Pas  de  C.,  an  der  schmälsten
Stelle  des  Kanals  (Pas  de  C.),  Dover
gegenüber,  an  dem  hier  mündenden  Kanal
von  St.  Omer  und  der  Nordbahn;  Station ­
  der  Dampfer  der  General  Steam
Navigation  Co.;  (1876)  12,573  Einw.
Deutsches  Mcekonsulat;  Handelskammer,
Handelsgericht;  Warenentrepot;  Handelön
  nd  Indu  strieschule  ;  Seebäder.—  Die  Fabrikation ­
  richtet  sich  besonders  auf  Tüll
und  Spitzen  (früher  mit  dem  benachbarten
St.Pierre  jährliche  Produktionvon  über20
Mill.  Mk.  mit  6000  Arbeitern),  Branntwein,
  Runkelrübenzucker,  Schiffszwieback.
—DerHandel  ist  meist  Transit-  u.  Kommissionshandel. ­
  Eingeführt  werden  namentlich: ­
  Steinkohlen  aus  England,  Getreide, ­
  Bauholz,  Wolle,  Eisen;  ausgeführt:
Gewebe,  Wein,  Möbel,  Glas,  Spitzen,
Lebensmittel  (nach  England).  1878  betrug ­
  der  Wert  der  Einfuhr  (ohne  Transit)
62,8  Mill.,  der  Ausfuhr  25,6  Mill.  Mk.,
die  Zolleinnahme  1,271,084  Mk.,  davon
1,024,960  Mk.  Einfuhrzölle.  1879  betrug ­
  das  Gewicht  der  ausgeführten  Waren ­
  18,422,284  (1878:  25,411,751)  kg.
In  jüngster  Zeit  ist  der  Hafen  durch  neue
Bauten,  für  welche2Mill.  Mk.  verausgabt
wurden,  sehrverbessert  worden  ;  eswird  jetzt
eine  Kaigebühr  von  45  Cent,  pro  Register-,
tonne  von  jedem  Fahrzeug  erhoben.  Es
liefen  1879  vom  Ausland  beladen  ein:
1751  Schiffe  von  480,363  Ton.,  davon
24  deutsche  von  8185  T.  Der  Schiffbau
nimmt  einen  rapiden  Aufschwung;  die
Werften  haben  oft  16  —  20  Schiffe  zu
gleicher  Zeit  im  Bau.  Bedeutender  Fremdenverkehr; ­
  Zahl  der  Reisenden  1876:
197,677,1877:180,989.  6.  ist  bind)  ein
submarines  Kabel  mit  Dover  verbunden.
Calcutta,  s.  Kalkutta.
Caldera,  Hafenstadt  in  Chile  (Provinz ­
  Atacama),  mit  Copiapo  durd)  Eisenbahn ­
  verbunden;  Station  für  die  Dampfer ­
  der  Pacific  Steam  Navigation  Co.,
Compagnie  generale  transatlantique  und
Compañia  Sud-Americana  dos  Vapores;
(1875)  3082  Einw.  Deutsches  Konsulat.  —
C.  ist  Ausfuhrhafen  für  die  Kupfer  -  und
Silbererze  der  Provinz.  Auswärtiger
Handel  1876:  Einfuhr  3,208,732,  AuS-Artikel,

  die  unter  <5  vermißt  werde»,  find  unter  K  nachzuschlagen.
            
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